Objekte im Netz

Wissenschaftliche Sammlungen im digitalen Wandel

Die digitale Dokumentation von Objekten und ihre virtuelle Verfügbarkeit bieten enorme Chancen für Forschung, Vermittlung und Öffentlichkeitsarbeit. Sie stellen Museen und Universitäten aber auch vor etliche Fragen und Herausforderungen: Mit welchen Zielen und Werkzeugen digitalisieren wir unsere Bestände? Welche Zugänge zu ihnen wollen wir gestatten? In welchem Verhältnis stehen analoge und digitale Objekte? Der Band versammelt Positionen aus Theorie und Praxis, die sich mit der Digitalisierung und Digitalität wissenschaftlicher Sammlungen beschäftigen. Die Beiträger*innen geben Einblicke in aktuelle Ansätze, beleuchten künftige Perspektiven und fragen nach den Folgen einer digitalen Sammlungspraxis.

Kapitel-Übersicht

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 8
  3. Objekte im Netz

    Seiten 9 - 12
  4. Original und Digitalisat

    Wenn das Ding digital ist …

    Seiten 15 - 28
  5. Verstaut, verzettelt, vernetzt

    Seiten 29 - 44
  6. Das digitalisierte Museum – Erweiterung oder Transformation?

    Seiten 45 - 68
  7. Digitale Strategien und Infrastrukturen

    Digitale Strategien in wissenschaftlichen Sammlungen

    Seiten 71 - 78
  8. Von verstaubten Beständen zu Generous Interfaces

    Seiten 79 - 94
  9. Eine digitale Infrastruktur für die naturwissenschaftlichen Sammlungen der ETH Zürich

    Seiten 95 - 102
  10. Vernetzte Sammlungen

    Seiten 103 - 114
  11. Objekte im Netz

    Seiten 115 - 128
  12. Digitale Objekte und Sammlungsräume

    Virtuelle Forschungsumgebungen und Sammlungsräume

    Seiten 131 - 146
  13. Im/materielle Theaterräume erlebbar machen

    Seiten 147 - 162
  14. Von der Vitrine zur interaktiven Forschungsinfrastruktur

    Seiten 163 - 174
  15. Digitale 3D-Objekte

    Seiten 175 - 186
  16. Objektbasierte (digitale) Lehre aus Sicht der Universitätsmuseen der Universität Graz

    Seiten 187 - 202
  17. Open Access. Rechtliche und ethische Aspekte

    Zugang zu wissenschaftlichen Sammlungen

    Seiten 205 - 220
  18. Rechtliche Grundlagen für Digitalisierungsprojekte

    Seiten 221 - 232
  19. Analysieren, Interpretieren, Visualisieren

    Vor welchem Hintergrund und mit Bezug auf was?

    Seiten 235 - 246
  20. Die Sammlung als Netz

    Seiten 247 - 260
  21. Das Digitalisat als Objekt der Begierde

    Seiten 261 - 276
  22. Datenkuration und Datenmanagement

    Daten als Ressourcen

    Seiten 279 - 292
  23. Sammlungsdokumentation, Forschung und Digitalisierung

    Seiten 293 - 304
  24. Digitale Infrastrukturen in den Geisteswissenschaften

    Seiten 305 - 318
  25. Objekte ins Netz!

    Seiten 319 - 328
  26. Autor*innen

    Seiten 329 - 336
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0,00 € *

7. Dezember 2020, 336 Seiten
ISBN: 978-3-8394-5571-5
Dateigröße: 6.76 MB

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Udo Andraschke

Udo Andraschke, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Deutschland

Sarah Wagner

Sarah Wagner, Bamberg, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Die Digitalisierung wissenschaftlicher Sammlungen hat schon seit längerem Konjunktur. Sie ermöglicht mit den digitalen Objekten das zu tun, was uns mit den analogen Beständen aus einer Reihe von Gründen ungleich schwerer fällt: Sie zugänglich zu machen, sie zu vernetzen, plurale Perspektiven auf sie zu werfen, sie zu mobilisieren. Die Frage ist allerdings, wie all das auch gelingen kann und was es dazu braucht – zwei Leitfragen unseres Tagungsbandes.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Der Band blickt insbesondere auf Ansätze und Anwendungen, die über die Digitalisierung von Objekten im Sinne einer klassischen Inventarisierung hinausgehen. Die dafür notwendigen Datenmodelle und Informationstechnologien bringen zwar einigen Aufwand mit sich, gestatten aber auch neue Formen des Austauschs und der Auseinandersetzung mit den Dingen. Aus dieser Sicht versteht sich das Buch auch als Plädoyer, Originale und Digitalisate nicht in Konkurrenz, sondern als komplementär anzusehen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Wer aus Daten neue Erkenntnisse ziehen will, muss sie vernetzen. Das gilt auch für die Forschung mit digitalen Sammlungen. Die Relevanz des Themas zeigt sich derzeit aber weit mehr noch an anderer Stelle. Während der Corona-Zeit erhielt die Bedeutung von digitalen Sammlungen und Ausstellungen erheblichen Aufschwung. Anders als die Museen und viele Sammlungen, blieben die ›Objekte im Netz‹ zugänglich und luden zum digitalen Flanieren und Forschen ein.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit all jenen, die das Thema ebenso umtreibt. Und mit Gottfried Korff und Bruno Latour.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Einen der Aufsätze im Band zitierend: Objekte ins Netz! (Wenngleich nicht ganz ohne Einschränkungen)

Besprochen in:
Die Presse, 20.02.2021, Cornelia Grobner
Autor_in(nen)
Udo Andraschke / Sarah Wagner (Hg.)
Buchtitel
Objekte im Netz Wissenschaftliche Sammlungen im digitalen Wandel
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
336
ISBN
978-3-8394-5571-5
DOI
10.14361/9783839455715
Warengruppe
1581
BIC-Code
GM GPS
BISAC-Code
ART059000
THEMA-Code
GLZ GPS
Erscheinungsdatum
7. Dezember 2020
Themen
Museum
Adressaten
Digital Humanities, Museologie, Informationswissenschaft, Kulturwissenschaft sowie Praktiker*innen im Bereich musealer und universitärer Sammlungen
Schlagworte
Sammlung, Museum, Digitalisierung, Digitalität, Virtualität, Universität, Kuration, Open Access, Museumswissenschaft, Digital Humanities

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