Kulturpolitik für eine pluralistische Gesellschaft

Überlegungen zu kulturellen Grenzen und Zwischenräumen

Als Beitrag zur konzeptionellen Begründung der Kulturpolitik in Deutschland entwickelt Alexander Pähler eine pragmatische Perspektive auf das Verhältnis der Kulturpolitik zu kulturellen Grenzen und kollektiven Identitäten. Unter Bezugnahme auf kulturwissenschaftliche Konzepte untersucht er öffentliche Debatten um Identität, Multikulturalität, Interkulturalität, Transkulturalität, Hybridität, Kolonialismus, Leitkultur, Heimat, Nationalität und Patriotismus. Mit den Konzepten der Transkulturalität und der Hybridität eröffnet er einen genaueren Blick auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen, denen sich die Kulturpolitik in einer pluralistischen Gesellschaft stellen sollte.

34,99 € *

12. Januar 2021, 264 Seiten
ISBN: 978-3-8394-5576-0
Dateigröße: 1.42 MB

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Alexander Pähler

Alexander Pähler, Lehrer, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Weil kulturelle Grenzen ständig neu verhandelt werden. Das ist aktuell insbesondere in der Kulturpolitik der Fall, in der Begriffe wie Heimat, Nation und Identität diskutiert und kulturelle Zwischenräume immer mehr beachtet werden. Dieses Buch ist ein Beitrag zu diesen Debatten, der die kulturellen Zwischenräume stärker in den Fokus rückt und die spezifisch spätmodernen und postkolonialen Herausforderungen unserer Zeit berücksichtigt.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Der klassische von Herder geprägte Kulturbegriff hat bis heute Einfluss auf die Kulturpolitik in Deutschland, obwohl Zwischenräume und Mehrdeutigkeiten bei Herder als defizitär gedacht werden. Das Buch blickt aus kulturpolitischer Perspektive auf kulturelle Grenzen und Zwischenräume und nutzt dafür die Konzepte der Transkulturalität und der Hybridität, die sich vom klassischen Kulturbegriff nach Herder unterscheiden und Mehrdeutigkeiten positiv erscheinen lassen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die konzeptionelle Grundlage der Kulturpolitik in Deutschland und in diesem Kontext das Verhältnis der Kulturpolitik zu kulturellen Grenzen und Zwischenräumen bedürfen einer weiteren und größeren Debatte. Kulturpolitische Entscheidungen erwecken von außen betrachtet oft den Anschein der Beliebigkeit. Eine fundierte konzeptionelle Grundlage für Kulturpolitik trägt dazu bei, dass kulturpolitische Entscheidungen in der Öffentlichkeit begründet legitimiert werden können.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Ich würde das Buch am liebsten mit dem Soziologen Zygmunt Bauman und dem Philosophen Wolfgang Welsch diskutieren, die mit ihren Ideen das Buch beeinflusst haben. Meine auf Kulturpolitik bezogenen Ideen zu Baumans Konzept der ›liquid modernity‹ und Welschs Konzept der Transkulturalität würde ich gerne direkt mit den beiden Denkern besprechen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Kulturpolitik hat heute weniger die Funktion der Verbreitung einer Nationalkultur als die Funktion interner Übersetzung und Verständigung.

Autor_in(nen)
Alexander Pähler
Buchtitel
Kulturpolitik für eine pluralistische Gesellschaft Überlegungen zu kulturellen Grenzen und Zwischenräumen
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
264
ISBN
978-3-8394-5576-0
DOI
10.14361/9783839455760
Warengruppe
1731
BIC-Code
JPQB
BISAC-Code
POL038000
THEMA-Code
JPQB
Erscheinungsdatum
12. Januar 2021
Themen
Kultur, Politik
Adressaten
Kulturpolitik, Kulturwissenschaft, Literaturwissenschaft, Soziologie, Politikwissenschaft
Schlagworte
Kulturpolitik, Transkulturalität, Multikulturalität, Postmoderne, Postkolonialismus, Identität, Hybridität, Leitkultur, Kulturvermittlung, Interkulturalität, Kanonbildung, Kulturmanagement, Kultur, Politik

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