Was ist Selftracking?

Eine Autoethnografie des vermessenen Selbst

Was ist eigentlich Selftracking? Dieser Frage nachspürend, autoethnografisch und nahkörperlich forschend, zeichnet Nikola Plohr Erfahrungen mit der technologisierten Selbstvermessung nach. Dabei verschränken sich medienwissenschaftliche, körper- und sportsoziologische Perspektiven mit Tagebucheinträgen und Beobachtungen aus der Bewegung heraus. Wer sich schon immer gefragt hat, was die Faszination des Selftrackings ausmacht, findet hier Antworten, Kritik und neue Fragen, die sich zwischen Theorie und Alltagserfahrung bewegen.

44,99 € *

12. Januar 2021, 252 Seiten
ISBN: 978-3-8394-5609-5
Dateigröße: 1.54 MB

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Nikola Plohr

Nikola Plohr, Universität Hamburg, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

In der Praxis des Selftrackings kreuzen sich Körperlichkeit und Technologie, Kontrolle und Flow, Subjektivierung und Normierung, Gesundheit und Optimierung – komplex genug, um einmal genauer hinzusehen und sich zu fragen: Was ist Selftracking denn nun eigentlich? Neben diversen Antworten die mittlerweile gegeben werden, stellt sich die Frage selbst immer wieder anders. Mein Buch ist eine Momentaufnahme. Und öffnet zugleich den Blick für vielfältige Ambivalenzen die der Praxis inhärent sind.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Vor allem Perspektiven, die sich aus der mikrologischen Sicht auf das Verhältnis zum Trackingarmband ergeben haben, aus der Bewegung heraus, nahkörperlich und im ständigen Versuch, sich dem soziologischen Zeigefinger zu entwinden (gar nicht so leicht). Entgegen der Vermutung, in der Nahaufnahme weniger zu sehen, öffneten sich dabei immer wieder überraschende Wendungen und Erkenntnisse, neue Reflexionsmöglichkeiten und am Ende dann doch noch der Versuch eines theoretischen Wurfs.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Aktuell sind wissenschaftliche Debatten geprägt von Corona, sowie von den spannungsreichen Bezügen zwischen Technologie, Gesellschaft, Körper und Gesundheit. Die Corona Tracking App ist wohl der offensichtlichste Bezug zum Thema Selftracking, aber auch etwas weiter gefasst, stellen sich neue Fragen nach dem Verhältnis von Körperlichkeit und Digitalisierung. Zu deren Erforschung liefert mein Buch methodische und theoretische Ansätze, die den Körper als spürfähiges Analyseinstrument einbeziehen

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit allen, die es mit aufrichtigem Interesse gelesen haben.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Eine Autoethnografie des Selftrackings, die sich den spannungsreichen Ambivalenzen der Praxis aussetzt und bis zum Ende in Bewegung bleibt.

O-Ton: »Wer bin ich eigentlich?« – Nikola Plohr im Gespräch bei Deutschlandfunk Corso am 13.01.2021.
http://bit.ly/3oHbjNS
Autor_in(nen)
Nikola Plohr
Buchtitel
Was ist Selftracking? Eine Autoethnografie des vermessenen Selbst
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
252
ISBN
978-3-8394-5609-5
Warengruppe
1729
BIC-Code
JFD
BISAC-Code
SOC052000
THEMA-Code
JBCT JBCT1
Erscheinungsdatum
12. Januar 2021
Themen
Gesellschaft, Medien, Biopolitik
Adressaten
Soziologie, Medienwissenschaft, Sportwissenschaft
Schlagworte
Selftracking, Selbstvermessung, Sport, Selbstbildung, Körper, Biopolitik, Gesellschaft, Medien, Mediensoziologie, Digitale Medien, Poststrukturalismus, Soziologie

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