Handbuch Politische Ökologie

Theorien, Konflikte, Begriffe, Methoden

Globale Krisen wie der Klimawandel und die Corona-Pandemie machen die Politische Ökologie zu einem unverzichtbaren Forschungsfeld der Zukunft. Die Beiträger*innen des ersten deutschsprachigen Handbuchs zum Thema stellen die hierfür relevanten Theorien vor und zeigen anhand konkreter Konflikte und Kämpfe die Aktualität und den Mehrwert einer politisch-ökologischen Herangehensweise auf. Sie erläutern die zentralen Begriffe, die für Analyse, Kritik und Transformation von gesellschaftlichen Naturverhältnissen wichtig sind, und stellen für die Politische Ökologie fruchtbare Methoden und Arbeitsweisen vor. Ein übersichtliches Nachschlagewerk für unübersichtliche Verhältnisse.

Kapitel-Übersicht

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 10
  3. Was sind das für Zeiten…?

    Seiten 11 - 20
  4. Politische Ökologie als Netzwerk?

    Seiten 21 - 34
  5. THEORIEN, KONZEPTE UND ZUGÄNGE

    Gesellschaftliche Naturverhältnisse

    Seiten 37 - 50
  6. Marxistische Politische Ökologie

    Seiten 51 - 62
  7. Environmental Justice

    Seiten 63 - 78
  8. Post- und Dekoloniale Politische Ökologie

    Seiten 79 - 90
  9. Feministische Politische Ökologie

    Seiten 91 - 106
  10. Mehr-als-menschliche Ansätze für die Politische Ökologie: Relationale Theorien und Konzepte

    Seiten 107 - 118
  11. Diskurstheoretische Ansätze in der Politischen Ökologie

    Seiten 119 - 130
  12. HANDLUNGS- UND KONFLIKTFELDER

    Biodiversität

    Seiten 133 - 142
  13. Energiegerechtigkeit und Energiedemokratie

    Seiten 143 - 154
  14. Ernährungssouveränität

    Seiten 155 - 164
  15. Industrielle Politische Ökologie und betriebliche Herrschaft – am Beispiel der Automobilität

    Seiten 165 - 172
  16. Kämpfe für Klimagerechtigkeit

    Seiten 173 - 182
  17. Konflikte um (neue) Gentechnologien in der Landwirtschaft

    Seiten 183 - 192
  18. Körper und Reproduktion

    Seiten 193 - 204
  19. Land Grabbing in der Ukraine

    Seiten 205 - 214
  20. Lohnarbeit und Naturverhältnis am Beispiel der Palmölproduktion

    Seiten 215 - 226
  21. Mobilität, Verkehr und Automobilität in der sozial-ökologischen Transformation

    Seiten 227 - 234
  22. Müll – Macht – Materialität: Politische Ökologien des Abfalls

    Seiten 235 - 244
  23. (Neo-)Extraktivismus

    Seiten 245 - 254
  24. Politische Ökologie der Digitalisierung

    Seiten 255 - 264
  25. Raum, Scale, Natur

    Seiten 265 - 276
  26. Urbane Politische Ökologie

    Seiten 277 - 286
  27. Umkämpfte(s) Wasser

    Seiten 287 - 298
  28. BEGRIFFE

    Akteure und Soziale Bewegungen

    Seiten 301 - 306
  29. Care

    Seiten 307 - 314
  30. Commons

    Seiten 315 - 322
  31. De/Kolonialität

    Seiten 323 - 330
  32. Degrowth

    Seiten 331 - 340
  33. Demokratie

    Seiten 341 - 350
  34. Emanzipation und Empowerment

    Seiten 351 - 358
  35. Externalisierung

    Seiten 359 - 364
  36. Gerechtigkeit

    Seiten 365 - 376
  37. Hegemonie

    Seiten 377 - 384
  38. Herrschaft und Macht

    Seiten 385 - 392
  39. Imperiale Lebensweise

    Seiten 393 - 398
  40. Inwertsetzung, Kommodifizierung und Finanzialisierung

    Seiten 399 - 406
  41. Konflikt

    Seiten 407 - 412
  42. Materialität der Natur

    Seiten 413 - 420
  43. Natur

    Seiten 421 - 426
  44. Queer Ecologies

    Seiten 427 - 432
  45. (Re)Produktivität

    Seiten 433 - 440
  46. Rohstoffe

    Seiten 441 - 446
  47. Sozialer Metabolismus

    Seiten 447 - 454
  48. Staat

    Seiten 455 - 460
  49. Transformation (sozial-ökologische)

    Seiten 461 - 466
  50. Ursprüngliche Akkumulation und Subsistenz

    Seiten 467 - 474
  51. Widerstand

    Seiten 475 - 482
  52. Wissen(schaft) und lokales ökologisches Wissen

    Seiten 483 - 490
  53. METHODEN UND ARBEITSWEISEN

    Aktionsforschung(en)

    Seiten 493 - 502
  54. Diskursanalyse

    Seiten 503 - 510
  55. Emotionen und Affekte

    Seiten 511 - 518
  56. Erzählungen

    Seiten 519 - 524
  57. Graphisches Erzählen. Andeutungen zu einer Form der Parallelpoesie der Wissenschaften in drei Akten

    Seiten 525 - 544
  58. Historisch-materialistische Policy-Analyse

    Seiten 545 - 552
  59. Positionalität

    Seiten 553 - 560
  60. Soziale Kartographien

    Seiten 561 - 570
  61. Verlernen lernen – eine intervenierende Forschungsund Arbeitsweise in der Politischen Ökologie

    Seiten 571 - 580
  62. Biographien

    Seiten 581 - 592
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45,00 € *

23. November 2022, 592 Seiten
ISBN: 978-3-8376-5627-5

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Daniela Gottschlich

Daniela Gottschlich, diversu e.V., Deutschland

Sarah Hackfort

Sarah Hackfort, Humboldt-Universität zu Berlin, Deutschland

Tobias Schmitt

Tobias Schmitt, Universität Hamburg, Deutschland

Uta von Winterfeld

Uta von Winterfeld, Universität Kassel, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Debatten über Klima- und Energiekrise oder die Entstehung einer weltweiten Pandemie zeigen: So politisch wurden als ökologisch bezeichnete Themen noch nie geführt. Und doch fehlen dabei oft Fragen nach Macht- und Geschlechterverhältnissen, nach postkolonialen Strukturen und Gerechtigkeitsaspekten – sowohl im öffentlichen Diskurs als auch in vielen akademischen Analysen. Mit dem ersten deutschsprachigen Handbuch zur Politischen Ökologie wollen wir genau solche Fragen in den Mittelpunkt rücken.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die aktuellen Krisen lassen sich nicht (allein) durch technische Maßnahmen oder mit marktbasierten Instrumenten bewältigen. Die Ansätze der Politischen Ökologie legen die den Krisen zugrundeliegenden Machtverhältnisse in ihrer Vielschichtigkeit offen und zeigen, wie Akteure in verschiedenen Konfliktfeldern für eine bessere Welt kämpfen. Indem das Handbuch neben diesen Konflikten auch zentrale theoretische Konzepte, Begriffe und Methoden vorstellt, eröffnet es einen Zugang für herrschaftskritische Analysen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Eine zentrale. Wenn wir zuerst technische Fragen angehen und Fragen nach Gerechtigkeit, Gender, nach globalen Ausbeutungsverhältnissen und demokratischer Teilhabe hintenanstellen, wird eine sozial-ökologische Transformation, durch die strukturelle Veränderungen ermöglicht werden, nicht erreicht werden können. Intersektionale und dekoloniale Ansätze sind in aktuellen Forschungsdebatten hoch im Kurs, müssen aber auch bei politisch-ökologische Fragestellungen berücksichtigt werden.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Studierenden, die auf der Suche nach kritischen Ansätzen sind, mit Aktivist*innen, die sich auch theoretisch und methodisch mit bestimmten Aktionsfeldern auseinandersetzen wollen, und mit den widerständigen Akteuren, die in den einzelnen Beispielen vorkommen, ob sie sich darin wiederfinden können und was sie uns dazu zu sagen haben.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Es gibt keine ökologischen Krisen, die nicht auch politisch sind, und keine politischen Maßnahmen, die nicht auch ökologische Auswirkungen haben.

»[Ich] empfehle das Buch nicht nur interessierten Studierenden, sondern jeder/m Geograph*in. Es lohnt sich gerade die Kapitel zu lesen, für die man sich selber als Expert*in wähnt, um neue Perspektiven darauf zu erlangen. Aber Vorsicht: Es wird die eine oder andere internalisierte Annahme infrage gestellt.«
Dorothea Hamilton, www.erdkunde.uni-bonn.de, 77/2 (2023)
»Für jede intellektuelle und politische Verschiebung der Standpunkte braucht man [...] eine gute kartografische Erschließung bisheriger Debatten, die, wie alle guten Karten, Detail und Überblick verbindet. Das Handbuch erfüllt diesen Zweck hervorragend.«
David Mayer, TAGEBUCH, 6 (2023)
»Das Handbuch [bietet] einen hervorragenden Überblick über eine bestimmte Richtung umwelthumanwissenschaftlicher Forschung, mit dem eingehender auseinanderzusetzen sich lohnt.«
Felix Ekardt, Soziopolis, 11.04.2023
»Das Buch hat das Verdienst, das erste deutschsprachige Handbuch zur politischen Ökologie zu sein, das sich sehr ausführlich und breit aufgestellt, mit dem Thema beschäftigt.«
Michael Lausberg, www.scharf-links.de, 15.02.2023
Besprochen in:
www.aau.at/blog, 08.11.2022
https://wupperinst.org, 21.11.2022
www.cusanus-hochschule.de, 15.12.2022
Contraste, 463 (2023), Herbert Klemisch
Wirtschaft & Umwelt, 3 (2023)
Buchtitel
Handbuch Politische Ökologie Theorien, Konflikte, Begriffe, Methoden
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
592
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung, 24 SW-Abbildungen
ISBN
978-3-8376-5627-5
DOI
10.14361/9783839456279
Warengruppe
1662
BIC-Code
RNT JPQB
BISAC-Code
SOC015000 SOC026000 POL044000
THEMA-Code
RNT RND JPQB
Erscheinungsdatum
23. November 2022
Auflage
1
Themen
Politik, Gesellschaft, Natur
Adressaten
Politikwissenschaft, Geographie, Soziologie, Umwelt- und Nachhaltigkeitswissenschaft, Inter- und Transdisziplinarität sowie die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Natur, Macht, Herrschaft, Materialität, Konflikte, Ressourcen, Politik, Gesellschaft, Humanökologie, Umweltsoziologie, Umweltpolitik, Politische Soziologie, Geographie

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