Nach der Postdramatik

Narrativierendes Text-Theater bei Wolfram Lotz und Roland Schimmelpfennig

Seit Hans-Thies Lehmanns einflussreicher Studie »Postdramatisches Theater« (1999) haben sich Theater und Dramatik verändert: Autoren wie Roland Schimmelpfennig oder Wolfram Lotz transformieren nicht nur das Schema der Postdramatik, sondern radikalisieren auch die Episierungstechniken von Bertolt Brecht. Diese innovative Form der Dramatik stellt Simon Hansen erstmals als narrativierendes Text-Theater vor und erfasst sie systematisch in umfangreichen Einzelanalysen. Mit Seitenblicken auf vergleichbare Autor*innen (u.a. Sibylle Berg und Dea Loher), auf die bildende Kunst und poetologisch-philosophische Grundsatzdiskussionen liefert er eine Antwort auf die Frage, warum die Postmoderne inzwischen als überwunden gelten muss.

Kapitel-Übersicht

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 10
  3. Danksagung

    Seiten 11 - 12
  4. I. Das Ende der Postdramatik?

    Einleitung

    Seiten 13 - 19
  5. 1. Forschungsstand

    Seiten 19 - 40
  6. 2. Die Formbarkeit des Dramas

    Seiten 40 - 50
  7. II. Wolfram Lotz: Widerstand gegen das Theater

    Einleitung

    Seite 51
  8. 1. Programmatische Schriften zum Unmöglichen Theater

    Seiten 52 - 62
  9. 2. Der Große Marsch – die permanente Parekbase

    Seiten 62 - 88
  10. 3. Einige Nachrichten an das All – die dramatisierte Krebszelle

    Seiten 89 - 115
  11. 4. Die lächerliche Finsternis – die unmögliche Realitätsdarstellung

    Seiten 115 - 134
  12. 5. Postironie und Unmögliches Theater (Fazit)

    Seiten 134 - 138
  13. III. Roland Schimmelpfennig: Traumhafte Narrativierung

    Einleitung

    Seiten 139 - 140
  14. 1. Vor langer Zeit im Mai – der postdramatische Bilderreigen

    Seiten 140 - 146
  15. 2. MEZ – die sinnauflösende Textfläche

    Seiten 147 - 149
  16. 3. Die arabische Nacht – Dramatik zwischen Traum und Realität

    Seiten 149 - 165
  17. 4. Besuch bei dem Vater – scheiternde Vergangenheit

    Seiten 166 - 181
  18. 5. Der goldene Drache – verfremdete Fremdwahrnehmung

    Seiten 181 - 196
  19. 6. An und Aus – eine dramatische Übersetzung für das Unabbildbare

    Seiten 196 - 211
  20. 7. Wintersonnenwende – ein politisches Kammerspiel

    Seiten 211 - 222
  21. 8. Stiltendenzen in Schimmelpfennigs Dramatik (Fazit)

    Seiten 223 - 236
  22. IV. Narrativierende Gegenwartsdramatik

    Einleitung

    Seite 237
  23. 1. Weitere Autoren (Berg, Loher, von Mayenburg)

    Seiten 238 - 255
  24. 2. Die Narrativierung des Kommentartextes

    Seiten 255 - 272
  25. V. Das Drama nach der Postdramatik

    Seiten 273 - 282
  26. VI. Literaturverzeichnis

    1. Primärliteratur

    Seiten 283 - 289
  27. 2. Sekundärliteratur

    Seiten 290 - 313
  28. 3. Auswahlbibliographie zu Schimmelpfennigs Dramen

    Seiten 314 - 315
  29. 4. Siglenverzeichnis

    Seiten 316 - 320
Mehr
65,00 € *

12. April 2021, 320 Seiten
ISBN: 978-3-8376-5629-9

Sofort versandfertig,
Lieferzeit 3-5 Werktage innerhalb Deutschlands

* = Preise inkl. Mehrwertsteuer. Deutschsprachige Bücher = gebundener Ladenpreis, fremdsprachige Bücher = unverbindliche Preisempfehlung. Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschlands, für Ausnahmen siehe Details.

Weiterempfehlen

Simon Hansen

Simon Hansen, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Ob die Postdramatik inzwischen passé ist, wurde zwar rege, bisher jedoch noch ohne konsensfähiges Ergebnis diskutiert. Mein Buch beantwortet die Frage aus literaturwissenschaftlicher Sicht und beschreibt, wodurch sich eine nicht länger postdramatische Literatur auszeichnet.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Ich stelle diese ›Narrativierende Dramatik‹ als eine Stilrichtung vor, die das postdramatische Potenzial und die Befreiung von dramatischen Konventionen affirmativ hochhält, sich aber zugleich durch innovative (Erzähl-)Strategien deutlich von der Postdramatik abgrenzt.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Literaturwissenschaftliche Publikationen liegen in einem gewissen Umfang bisher nur zu Roland Schimmelpfennig, nicht aber zu Wolfram Lotz vor. Mein Buch versteht sich zum einen als vor allem intertextuell vorgehende Werkanalyse zu beiden Autoren, zum anderen versucht es die herausgearbeiteten Charakteristika auf Entwicklungen der Gegenwartsdramatik insgesamt zu beziehen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Natürlich mit Bertolt Brecht – Schiller hätte ich bei diesem Gespräch auch gern dabei. Weil das aber leider nicht geht, vielleicht mit Hans-Thies Lehmann? Sein Postdramatisches Theater war für mich in jeder Hinsicht wegweisend.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Dramatik (und vor allem Gegenwartsdramatik) sollte (immer auch) gelesen werden.

Autor_in(nen)
Simon Hansen
Buchtitel
Nach der Postdramatik Narrativierendes Text-Theater bei Wolfram Lotz und Roland Schimmelpfennig
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
320
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung
ISBN
978-3-8376-5629-9
DOI
10.14361/9783839456293
Warengruppe
1563
BIC-Code
DSB AN
BISAC-Code
LIT004170 PER011020
THEMA-Code
DSB ATD
Erscheinungsdatum
12. April 2021
Auflage
1
Themen
Theater, Literatur
Adressaten
Literaturwissenschaft, Medienwissenschaft, Theaterwissenschaft, Kunstgeschichte, Philosophie sowie Praktiker*innen im Theater
Schlagworte
Postdramatik, Theater, Roland Schimmelpfennig, Wolfram Lotz, Drama, Postmoderne, Literatur, Germanistik, Theaterwissenschaft, Allgemeine Literaturwissenschaft, Literaturwissenschaft

Unsere Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen bereitzustellen.

Datenschutzerklärung