Die Welt neu denken lernen – Plädoyer für eine planetare Politik

Lehren aus Corona und anderen existentiellen Krisen

Die Grenzen und Zwänge, auf die nationalstaatliche Politik im Kontext der Corona-Pandemie stößt, sind Ausdruck einer »multiplen Krisenkonstellation«. Sie können aber ebenso als Anstoß für lokale wie globale Richtungsentscheidungen kreativ gewendet werden. In scharfsichtigen und einfühlsamen Essays, herausgegeben von Hans Karl Peterlini, wirft Werner Wintersteiner nicht nur zentrale Fragen des Lebens und Überlebens auf, sondern zeichnet auch Entwürfe für Auswege aus den globalen Krisen. Aus der Kritik an der imperialen Lebensweise der Gegenwart entwickelt er die konkrete Utopie einer Wende hin zu Frieden, Solidarität, Gerechtigkeit und einem sanften Umgang mit der Natur: Ein Plädoyer für eine planetare Politik.

Kapitel-Übersicht

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 10
  3. Hans Karl Peterlini: Warum…? Und wenn ja, wie anders?

    Seiten 11 - 26
  4. Werner Wintersteiner: Die Welt neu denken lernen – Plädoyer für eine planetare Politik

    Ein existentieller Engelssprung

    Seiten 29 - 34
  5. Aus der Krise lernen

    #1 Lernen, aus Krisen zu lernen

    Seiten 37 - 42
  6. #2 Mene mene tekel

    Seiten 43 - 46
  7. #3 »Mikrokosmos der Evolution«: die Grammatik von Krisen studieren

    Seiten 47 - 52
  8. #4: Unser Krisenverhalten (unsere Krisenabwehr) reflektieren

    Seiten 53 - 62
  9. #5 Corona als Komponente einer multiplen Krise

    Seiten 63 - 72
  10. Politische Dilemmata

    #6: Das Politische immer wieder neu erfinden

    Seiten 75 - 84
  11. #7: Sicherheit versus Freiheit, Gesundheit versus Demokratie?

    Seiten 85 - 98
  12. #8: Unfähig und unverzichtbar? Das Dilemma des Nationalstaats

    Seiten 99 - 108
  13. Soziale Transformationen

    -U+203A--U+2039-# überwinden

    Seiten 111 - 120
  14. #10: Ein menschengerechtes und ökologisch verträgliches Wirtschaften

    Seiten 121 - 132
  15. #11: Von einer Kriegskultur zu einer Kultur des Friedens

    Seiten 133 - 142
  16. #12: Die Globalisierung der Solidarität erlernen

    Seiten 143 - 156
  17. Strategien für den »Frieden mit der Zukunft«

    #13: Die Entwicklung einer »kognitiven Demokratie«

    Seiten 159 - 172
  18. #14: In die »irdische Endlichkeit« zurückfinden

    Seiten 173 - 180
  19. #15 Das Unmögliche ist möglich: die Welt neu denken

    Seiten 181 - 186
  20. Post-Skriptum: Ein neues Heldentum

    Seiten 187 - 188
  21. Quellenverzeichnis

    Seiten 189 - 200
  22. Helga Kromp-Kolb: Nachwort

    Seiten 201 - 204
  23. Gudrun Kramer und Werner Wintersteiner: Heimatland Erde

    Seiten 205 - 212
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27,00 € *

12. April 2021, 212 Seiten
ISBN: 978-3-8376-5635-0

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Werner Wintersteiner

Werner Wintersteiner, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Österreich

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Hans Karl Peterlini (Hrsg.): Die Themen dieses Buches brennen unter den Nägeln, die existenziellen Lebens- und Überlegungsfragen der Menschheit liegen auf der Hand, wir kennen die Probleme zur Genüge, Corona hat sie uns nur deutlicher vor Augen geführt. Was aber fehlt, sind Orientierungsschilder, wo es hingehen kann. Es herrscht Orientierungslosigkeit. Werner Wintersteiner schöpft aus seiner jahrzehntelangen Auseinandersetzung mit Fragen des Friedens und der globalen Gerechtigkeit. Es ist ein Überlebensbuch.

Werner Wintersteiner (Autor): Weil es darum geht, die vielfältigen Krisensymptome zusammenzudenken, die Notwendigkeit grundlegender, also radikaler Änderungen zu argumentieren, und zugleich Mut zu machen, für eine große Transformation oder besser: Metamorphose zu arbeiten.

2. Welche Bedeutung kommt dem Thema in aktuellen gesellschaftlichen Debatten zu?

Werner Wintersteiner: Die Überwindung der Polykrise durch ein planetares Denken und eine planetare Politik ist das Zentralthema der gegenwärtigen Auseinandersetzungen.

Hans Karl Peterlini: Das Buch mischt sich ein. Es fordert, wie es Ivan Illich formulieren könnte, zu einer Umkehr auf.

3. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Werner Wintersteiner: Das Buch ist eine Stimme in einem Chor, der eine bessere ›post-pandemische‹ Welt herbeisingen möchte. Aber eine ganz spezifische Stimme: Es ist der Vorschlag für ein politisches Projekt, das sowohl einen Bewusstseinswandel als auch strukturelle Änderungen erfordert. Es scheut sich nicht, die Machtverhältnisse anzuprangern, die unser wahrer Lockdown sind.

4. Welche besonderen Aspekte kann die wissenschaftliche Betrachtung in die öffentliche Diskussion einbringen?

Hans Karl Peterlini: Die Zusammenschau vieler Ansätze und Zugänge ist die Stärke dieses Buches.

Werner Wintersteiner: Dieses Buch ist populärwissenschaftlich geschrieben, um allgemein zugänglich zu sein, aber es beruht auf vielen wissenschaftlichen Studien. Sein Anspruch ist es, die Komplexität der realen Welt in einer fassbaren Weise wiederzugeben – entgegen allen Simplifizierungen in den Alltagsdebatten.

5. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Werner Wintersteiner: Mit Edgar Morin, dem es gewidmet ist, und vor allem mit Jugendlichen, die die Welt – ihre Welt – verändern wollen.

Hans Karl Peterlini: Mit Papst Franziskus, den ich im Einführungskapitel zitiere, und mit dem leider zu früh verstorbenen grünen Europapolitiker Alexander Langer, einem Südtiroler wie ich, der schon früh zum Lentius, Profundius, Soavius aufgerufen hat – Langsamer, Tiefer, Sanfter statt dem Schneller, Höher, Stärker des gegenwärtigen Wirtschaftens.

6. Ihr Buch in einem Satz:

Hans Karl Peterlini: Wir sind Bürger*innen einer gemeinsamen Erde, für die wir Verantwortung tragen.

Werner Wintersteiner: Wir brauchen eine grundlegend veränderte Welt und ein grundlegend anderes Denken, wenn wir überleben wollen.

»Wintersteiners Buch ist all jenen Aktivist:innen zu empfehlen, die in emanzipatorischer Absicht auf vereinzelten Problemfeldern intervenieren und selbstredend auch Student:innen der Gesellschaftswissenschaften und der Philosophie und allen, die durch Soziale Arbeit mit den beschriebenen Problemen und damit, wie sie auch und fatal am Menschen wirksam werden, beschäftigt sind.«
Arnold Schmieder, www.socialnet.de, 09.07.2021
»Die Publikation, mit ihren vielen Hinweisen auf Literatur und Best-Practice-Beispiele, unterstützt [...] im Bereich politische Bildung Lehrende und Lernende.«
Werner Lenz, Die Österreichische Volkshochschule, 273 (2021)
»Ein wichtiges Buch zu den großen Fragen der Zeit: Es führt vor Augen, worum es heute geht, es fordert heraus und regt zum Nachdenken an.«
Franz Tutzer, Katholisches Sonntagsblatt, 91/22 (2021)
Besprochen in:
https://religionsphilosophischer-salon.de, 11.07.2021, Christian Modehn
https://www.peace-ed-campaign.org, 11.08.2021
Autor_in(nen)
Werner Wintersteiner
Buchtitel
Die Welt neu denken lernen – Plädoyer für eine planetare Politik Lehren aus Corona und anderen existentiellen Krisen
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
212
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung, 1 SW-Abbildung
ISBN
978-3-8376-5635-0
DOI
10.14361/9783839456354
Warengruppe
1733
BIC-Code
JPHV KCN RNU GTJ
BISAC-Code
POL007000 BUS072000 BUS099000 POL034000
THEMA-Code
JPHV KCVG RNU GTU
Erscheinungsdatum
12. April 2021
Auflage
1
Themen
Gesellschaft, Bildung
Adressaten
Erziehungswissenschaft,Politikwissenschaft, Sozialwissenschaft, Ökologie, Friedensbildung, Global Citizenship Education, Bildung für nachhaltige Entwicklung
Schlagworte
Global Citizenship Education, Corona, Klimawandel, Solidarität, Weltgemeinschaft, Gutes Leben, Anthropozän, Globalisierung, Kosmopolitismus, Große Transformation, Gesellschaft, Bildung, Demokratie, Nachhaltigkeit, Konfliktforschung, Politikwissenschaft

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