Mythos Lesen

Buchkultur und Geisteswissenschaften im Informationszeitalter

Die Gründe für den rasanten Prestigeverlust von Buchkultur und Geisteswissenschaften sind vielfältig. Niemand weiß, wie die Zukunft des Lesens tatsächlich aussehen wird. Dennoch lassen sich einige Antworten aus den Entwicklungen seit der Jahrtausendwende extrapolieren. Um ein breites Spektrum unterschiedlicher Positionen zu Wort kommen zu lassen, nimmt Klaus Benesch das Thema nicht nur aus Sicht der Leseforschung und der Literaturwissenschaften in den Blick. Das Fragen nach der sich wandelnden Rolle des Lesens und der Geisteswissenschaften im Informationszeitalter verlangt auch nach der Ausweitung der Perspektive in den Bereich der Gesellschafts- und Wissenschaftspolitik. Neue Selbstbilder der Geisteswissenschaften sind nötig, die die Kulturtechnik des Lesens in Zeiten der Digitalisierung auf neuartige Weise zeitgemäß und nachhaltig erschließen.

15,00 € *

27. März 2021, ca. 96 Seiten
ISBN: 978-3-8376-5655-8

Erscheint voraussichtlich bis zum 27. März 2021

* = Preise inkl. Mehrwertsteuer. Deutschsprachige Bücher = gebundener Ladenpreis, fremdsprachige Bücher = unverbindliche Preisempfehlung. Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschlands, für Ausnahmen siehe Details.

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Klaus Benesch

Klaus Benesch, Ludwig-Maximilians-Universität München, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Trotz steigender Titelvielfalt finden immer mehr Bücher keine Leser mehr. Zwar lesen wir heute mehr und überall, doch unsere Lektüren bewegen sich abseits des klassischen Buchmarkts – wir lesen Textnachrichten, Emails, Blogs usw. Diese veränderte Lesepraxis hat gravierende Auswirkungen auf Verlage, aber auch auf die Geisteswissenschaften, für die das Lesen von Büchern Sinn stiftend ist. »Mythos Lesen« diskutiert die Zukunft von Buchkultur und Geisteswissenschaften, und zeigt neue Perspektiven für beide auf.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Buchmarkt und Geisteswissenschaften haben nur dann eine Zukunft, wenn sie sich den neuen Herausforderungen stellen, anstatt auf immer mehr Titel und den Rückfall in überholte, bildungsbürgerliche Positionen zu setzen. »Mythos Lesen« stellt Rettungsversuche vor, die die Digitalisierung Ernst nehmen und öffnet den Blick für neue, nicht-elitäre Selbstbilder in den Geisteswissenschaften (Stichwort: public humanities).

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

An der Zukunft der Geisteswissenschaften wird sich die Zukunft der Universitäten insgesamt entscheiden. Dabei geht es nicht um den Erhalt der Humboldt'schen Bildungsidee um jeden Preis. Ohne ein Umdenken und ohne neue Argumente für den Erhalt der geisteswissenschaftlichen Fächer werden diese kaum überleben können. »Mythos Lesen« wirft einen Blick auf wissenschaftspolitische Debatten zum Thema und stellt neue Ansätze aus den geisteswissenschaftlichen Fächern vor.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Denis Scheck, der Bücher in die Tonne wirft und dabei dennoch Lust auf ihre Lektüre macht.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Medium Buch hat es nicht verdient, von seinen bildungsbürgerlichen Verteidigern ›mundtot‹ gemacht zu werden!

Autor_in(nen)
Klaus Benesch
Buchtitel
Mythos Lesen Buchkultur und Geisteswissenschaften im Informationszeitalter
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
ca. 96
Ausstattung
Klappbroschur, Dispersionsbindung
ISBN
978-3-8376-5655-8
Warengruppe
1562
BIC-Code
DSB JFC DSA
BISAC-Code
LIT000000 SOC022000 LIT006000
THEMA-Code
DSB JBCC DSA
Erscheinungsdatum
27. März 2021
Auflage
1
Themen
Kultur, Wissenschaft, Literatur
Adressaten
Literaturwissenschaft, Kunstwissenschaft, Soziologie, Politologie, Leseforschung, Philosophie sowie die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Buchkultur, Lesen, Geisteswissenschaft, Wissenschaftspolitik, Literaturwissenschaft, Literatur, Universität, Digitale Medien, Leseforschung, Digital Humanities, Kultur, Wissenschaft, Allgemeine Literaturwissenschaft, Kulturtheorie, Literaturtheorie

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