Kunst mit allen Sinnen

Multimodalität in zeitgenössischer Medienkunst

Die in diesem Buch vorgenommene Auseinandersetzung mit den Sinnen in der Kunst entfaltet sich an der Schnittstelle von Medien- und Kunstwissenschaft. Entgegen der Auffassung, dass in virtuellen Räumen Körperlichkeit und die Vielfalt sinnlicher Wahrnehmung an Bedeutung verlieren, deuten aktuelle Beispiele der Medienkunst in eine andere Richtung. Kunst löst sich hierbei vom Objekt und wandert auf die interagierenden Körper der Rezipient:innen. Wenn deren ephemere sensomotorische Erfahrung zum eigentlichen künstlerischen Gegenstand wird, kommen neue Praktiken des Dokumentarischen ins Spiel. Cecilia Preiß geht der Konjunktur der Multimodalität in zeitgenössischer digitaler Medienkunst auf den Grund.

44,99 € *

3. September 2021, 288 Seiten
ISBN: 978-3-8394-5671-2
Dateigröße: 4.9 MB

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Cecilia Mareike Carolin Preiß

Cecilia Mareike Carolin Preiß, Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) Karlsruhe, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Zeitgenössische Medienkunst ist sowohl inhaltlich als auch rezeptionsästhetisch durch Multimodalität gekennzeichnet. Das bedeutet, dass die Kunsterfahrung zutiefst körperlich ist, mit allen Sinnen und interaktiv erfahren wird. Zugleich erforschen die multimodalen Kunstwerke die menschliche Perzeption und die Möglichkeiten ihrer Erweiterung. Diese Entwicklung und den Diskurs des Multimodalen in der Kunst erstmals medienwissenschaftlich zu untersuchen ist gleichermaßen überfällig wie reizvoll.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die untersuchten medienkünstlerischen Arbeiten verhandeln per se das artenübergreifende Einnehmen neuer (perzeptiver) Perspektiven und ein synästhetisches Mitempfinden. Das Buch fragt darüber hinaus nach den Praktiken der Dokumentation ephemerer künstlerischer Produktionen und der Projekte einer künstlerischen Forschung, die vermeintliche Prämissen innerhalb der Kunst infrage stellen, und trägt so zu einer neuen Perspektive auf die Kunst im digitalen Zeitalter bei.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Multimodalität sowie Fragen von Körperlichkeit und multisensorischer Wahrnehmung im virtuellen und digitalen Raum sind weit über den Bereich der Kunst hinaus höchst aktuell. Nicht zuletzt in Zeiten von zwingender physischer Distanz kommt sensomotorischer Erfahrung im Virtuellen eine neue Bedeutung zu. Die künstlerischen Arbeiten entfalten sich thematisch vor dem Hintergrund der Bedrohungen im sogenannten Anthropozän und verhandeln das Potenzial eines speziesübergreifenden Mitempfindens.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Spannende Gesprächspartner:innen wären die Künstler:innen der historischen Avantgarden, die bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts das ästhetische Potenzial einer Steigerung der menschlichen Sensorik erkannten und in Experimentalanordnungen erforschten. Zudem würde ich gerne die individuellen Erfahrungen aktueller Besucher:innen multimodaler Installationen und Environments mit den Ergebnissen meiner Forschung abgleichen und insbesondere die Frage nach einem empathischen Mitempfinden erörtern.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Moment der exzessiven Öffnung und Durchdringung in multimodaler Kunst besitzt Strahlkraft für die digitalen Kulturen und weit über die Kunst hinaus.

Buchtitel
Kunst mit allen Sinnen Multimodalität in zeitgenössischer Medienkunst
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
288
Ausstattung
10 SW-Abbildungen, 6 Farbabbildungen
ISBN
978-3-8394-5671-2
DOI
10.14361/9783839456712
Warengruppe
1583
BIC-Code
AFKV JFD
BISAC-Code
ART057000 SOC052000
THEMA-Code
AFKV JBCT
Erscheinungsdatum
3. September 2021
Themen
Kultur, Medien, Kunst, Körper, Ästhetik
Adressaten
Medienwissenschaft, Kunstwissenschaft, Künstlerische Forschung, Museologie
Schlagworte
Medien, Kunst, Multimodalität, Embodiment, Dokumentation, Körper, Sinne, Ästhetik, Medienkunst, Medientheorie, Medienästhetik, Medienwissenschaft

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