Die Vernissage

Ritual und Inszenierung. Eine dispositiv-analytische Annäherung

Die Vernissage ist nach wie vor das dominante Eröffnungsritual im Kunstbetrieb, wenngleich über die Verflechtungen der Funktionen sowie die Rollenverteilung der beteiligten Personen wenig bekannt ist. Besucher, Sammler, Galeristen, Museumsdirektoren, Kuratoren, Künstler, Eröffnungsredner und Kulturpolitiker liefern alle ihren Beitrag zum Eröffnungsritual. Sie gestalten mit ihren unterschiedlichen Handlungen die soziale und emotionale Atmosphäre und tragen zur gelungenen oder misslungenen Erinnerung an die Vernissage bei. Durch die kultursoziologisch-empirische Betrachtungsweise des Rituals der Vernissage werden umfassend Erkenntnisse zu diesem sozialen Phänomen präsentiert.

Kapitel-Übersicht

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 8
  3. Vorwort

    Seiten 9 - 10
  4. 1. Einleitung

    Seiten 11 - 12
  5. 2. Zur Sozialgeschichte der Vernissage und ihrer gesellschaftsbezogen Einbettung

    2.1. Streiflichter in die Sozialgeschichte der Vernissage zwischen Konstanz und Wandel

    Seiten 13 - 18
  6. 2.2. Zur theoretischen Anbindung der Vernissage an gesellschaftlich-ästhetische Entwicklungen

    Seiten 18 - 24
  7. 2.3. Der methodische Rahmen: Konzept der Dispositivanalyse

    Seiten 25 - 32
  8. 3. Zur Methodik und zum methodologischen Vorgehen

    Seiten 33 - 36
  9. 4. Zur gesellschaftsbezogenen Kontextualisierung der Vernissage als gesellschaftliches Ritual

    Einleitung

    Seiten 37 - 40
  10. 4.1. Strukturen von Vernissagen und das atmosphärische Potential

    Seiten 40 - 42
  11. 4.2. Die Funktionen von Vernissagen

    Seiten 42 - 43
  12. 4.3. Formen von Vernissagen

    Seite 44
  13. 5. Kulturinstitution und Vernissage

    5.1. Die Vernissage im Galeriebetrieb

    Seiten 45 - 46
  14. 5.2. Die Vernissage im Museumsbetrieb

    Seite 46
  15. 5.3. Die Vernissage im Kunstmessebetrieb

    Seite 47
  16. 5.4. Anlässe für Vernissagen

    Seiten 48 - 50
  17. 6. Die Vernissagenorte und ihre Ausstrahlung

    Einleitung

    Seiten 51 - 52
  18. 6.1. Atmosphären und Atmosphärisches

    Seiten 53 - 54
  19. 6.2. Die Ausstellungsräumlichkeiten: Weiße Räume mit Wirkung

    Seiten 54 - 56
  20. 7. Die Vernissage als Ort für soziale Auftritte und Inszenierung von Kommunikationsritualen

    Einleitung

    Seiten 57 - 59
  21. 7.1. Der Künstler im Eröffnungsritual zwischen Zwang und Eitelkeit

    Seiten 59 - 62
  22. 7.2. Auftritt des Vernissagen-Publikums: Sozialstruktur,Besucherverhalten, Besucherurteile

    Seiten 62 - 67
  23. 7.3. Besucherempfinden und Besucherurteile

    Seite 67
  24. 7.4. Die Vernissage als Ort der »Glücksfindung«: Affekte und Atmosphären

    Seiten 67 - 69
  25. 7.5. Die Kunstobjekte und Atmosphären als Affektauslöser

    Seiten 69 - 70
  26. 7.6. Atmosphären und Affektproduktion im Eröffnungsritual

    Seiten 70 - 71
  27. 7.7. Der Käufer zwischen Profilierungssucht und Reservierungsabsichten

    Seite 71
  28. 7.8. Die Sammler

    Seiten 72 - 74
  29. 7.9. Die Auftritte der Kunst- und Kulturfunktionäre: Galeristen, Museumsdirektoren, Kulturpolitiker und ihre Rollen im Eröffnungsritual

    Seiten 74 - 75
  30. 7.10. Die Kuratoren: Ausstellungsmacher und Inszenierungsexperten

    Seiten 75 - 78
  31. 7.11. Die Vernissagenredner und ihre Rede im Eröffnungsritual: Vom wahrgenommenen Bild zum gesprochenen Bild und wieder zurück

    Seiten 78 - 84
  32. 8. Zur Typologie von Eröffnungsreden

    8.1. Die kunsthistorische orientierte Rede

    Seite 85
  33. 8.2. Die kunsttheoretisch, analytisch orientierte Rede

    Seite 86
  34. 8.3. Die biographisch ausgerichtete Eröffnungsrede

    Seite 87
  35. 8.4. Die kooperative, gemeinsame Eröffnungsrede

    Seiten 87 - 88
  36. 8.5. Die dilettierende Rede zur Eröffnung

    Seite 88
  37. 8.6. Die bestellte und gekaufte Eröffnungsrede

    Seiten 88 - 94
  38. 9. Die Vernissage als Inszenierung und Event

    9.1. Die Vernissage als sozial-ästhetischer Inszenierungsakt

    Seiten 95 - 97
  39. 9.2. Die Vernissage als Inszenierungsort für Ankäufe

    Seiten 97 - 98
  40. 9.3. Die Vernissage als Performance

    Seite 98
  41. 9.4. Das Ausstellungsplakat und die Einladungskarte als Ästhetisierungsobjekt und Erinnerungspunkt

    Seiten 98 - 104
  42. 10. Die mediale Berichterstattung über die Vernissage

    Seiten 105 - 108
  43. 11. Zur Erneuerung und Transformation eines Rituals: ein Ideenpool für Neugestaltungen

    Einleitung

    Seiten 109 - 110
  44. 11.1. Die partizipative Vernissage

    Seiten 110 - 111
  45. 11.2. Die informative Vernissage

    Seiten 111 - 112
  46. 11.3. Die provokative Vernissage

    Seiten 112 - 113
  47. 11.4. Die inszenierte und eventisierte Vernissage

    Seiten 113 - 114
  48. 11.5. Die Vernissage am »dritten Ort« – die Zukunft?

    Seiten 114 - 116
  49. 12. Der Vernissagentourismus

    Seiten 117 - 118
  50. 13. Medien und Vernissage

    13.1. Die Zeitschriften zum Ausstellungs- und Eröffnungsgeschehen: »Vernissage«

    Seiten 119 - 120
  51. 13.2. Das Vernissagen-TV

    Seiten 120 - 122
  52. 14. Die Vernissage als globales Ritual

    Seiten 123 - 128
  53. 15. Resümee

    Seiten 129 - 134
  54. Methodenexkurs

    Zum Methodenvergleich von Strukturgleichungsmodellen und Dispositivanalyse

    Seiten 137 - 182
  55. Literatur

    Seiten 183 - 200
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38,00 € *

31. März 2021, 200 Seiten
ISBN: 978-3-8376-5677-0

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Reinhard Bachleitner

Reinhard Bachleitner, Paris Lodron Universität Salzburg, Österreich

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Die letzte Monographie aus dem Jahr 1991 zu diesem Thema ist längst vergriffen und zwischenzeitlich hat sich vieles im Kunst- und Kulturbetrieb verändert. Die Vernissage als das klassische Eröffnungsritual hat sich diesen Herausforderungen gestellt und deutlich ausdifferenziert.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Vernissage zwischen Tradition und Innovation entwickelt alternative Wege und versucht neue Ästhetiken und soziale Atmosphären zu vermitteln.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Eröffnungsrituale gewinnen an Bedeutung und sind nicht nur, wie Studien behaupten, vom Verschwinden bedroht.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit dem Galeristen Thaddeus Ropac (London-Paris-Salzburg).

5. Ihr Buch in einem Satz:

Die Vernissage erweist sich als hochkomplexes Ritual mit unterschiedlichen Akteuren und ist geprägt von unterschiedlichen Interessen.

»Für den nächsten Vernissagenbesuch eröffnet das wissenschaftliche Werk mit seinen humorvollen Details nicht nur neue Blicke auf die ausgestellten Kunstwerke, sondern auch auf Rituale und Inszenierungen.«
Helga Maria Wolf, Austria Forum, 19.05.2021
Besprochen in:
Hannoversche Allgemeine Zeitung, 09.06.2021
Autor_in(nen)
Reinhard Bachleitner
Buchtitel
Die Vernissage Ritual und Inszenierung. Eine dispositiv-analytische Annäherung
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
200
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung, 1 SW-Abbildung, 8 Farbabbildungen
ISBN
978-3-8376-5677-0
DOI
10.14361/9783839456774
Warengruppe
1729
BIC-Code
JFC JHB RGC
BISAC-Code
SOC022000 SOC026000
THEMA-Code
JBCC JHB RGC
Erscheinungsdatum
31. März 2021
Auflage
1
Themen
Kultur, Kunst
Adressaten
Kunstwissenschaft, Kulturwissenschaft, Kunstsoziologie, Kultursoziologie, Kunstmanagement
Schlagworte
Vernissage, Eröffnungsritual, Kunstevent, Inszenierung, Ritual, Ausstellung, Kultur, Kunst, Kultursoziologie, Raum, Kulturgeschichte, Kulturwissenschaft

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