Emotionen in Wissensinstitutionen

Zur Bedeutung affektiver Dimensionen in Forschung, Lehre und Unterricht

Mit der florierenden Erforschung menschlicher Emotionalität ging die Erkenntnis einher, dass emotionale Prozesse eine wichtige Rolle in unserer Wahrnehmung, unserem Denken und unserem Handeln spielen. Diese sind jedoch keineswegs ausschließlich negativ zu betrachten, sondern erfüllen wichtige Funktionen, ohne die wir unser alltägliches Leben nicht bewältigen könnten. Welche Bedeutung diese Erkenntnis für das wissenschaftliche Denken und Handeln, aber auch für den Unterricht in Universität und Schule hat, ist kaum untersucht worden. Die Beiträger*innen des Bandes nehmen sich dieses Desiderats an und fragen nach den emotionalen Dimensionen von Forschung, Lehre und Unterricht.

35,00 € *

15. Juli 2021, 246 Seiten
ISBN: 978-3-8376-5735-7

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Sebastian Ernst

Sebastian Ernst, Universität Potsdam, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Emotionen, das hat die neuere Emotionsforschung gezeigt, haben einen großen Einfluss auf unser alltägliches Denken und Handeln. Umso erstaunlicher ist es, dass diese Erkenntnisse bisher eher selten auch auf das Denken und Handeln in Forschung, Lehre und Unterricht bezogen worden sind. Das soll mit diesem Sammelband ein Stück weit nachgeholt werden, indem aus unterschiedlichen Perspektiven gefragt wird, welche konkrete Rolle emotionale Prozesse hierbei spielen und wie damit umgegangen werden kann.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Beiträge des Sammelbandes ergänzen die bisherigen Forschungen zur Rolle und Funktion von Emotionen für das Forschen, Lehren und Lernen und stellen darüber hinaus auch Angebote zur Diskussion, wie konstruktiv damit umgegangen werden könnte.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Universitäten und Schulen als emotionale Räume zu begreifen, bedeutet nicht nur, die Rolle und Funktion von Emotionen für Forschen, Lehren und Lernen anzuerkennen, sondern auch den Forschenden, Lehrenden und Lernenden zuzugestehen, nicht anders zu können, als auch im beruflichen Kontext emotionale Wesen zu bleiben. Das führt dazu, dass sich sowohl forscherische Selbstreflexion anpassen muss als auch der Blick auf die Möglichkeiten und Notwendigkeiten der Ausgestaltung von Lehr-Lern-Prozessen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Um ehrlich zu sein, wäre es wohl am spannendsten, das Thema des Buches mit Vertreter_innen der Bildungspolitik zu diskutieren. Gerade in der Corona-Pandemie hat sich noch einmal gezeigt, wie gering das Bewusstsein von Schule und Universität als emotionale Räume ausgeprägt zu sein scheint.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Es geht darum, Forschende, Lehrende und Lernende nicht nur als emotionale Wesen zu begreifen, sondern ihnen als solche auch gerecht zu werden.

Autor_in(nen)
Sebastian Ernst (Hg.)
Buchtitel
Emotionen in Wissensinstitutionen Zur Bedeutung affektiver Dimensionen in Forschung, Lehre und Unterricht
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
246
Ausstattung
kart., Klebebindung
ISBN
978-3-8376-5735-7
DOI
10.14361/9783839457351
Warengruppe
1572
BIC-Code
JNMN JNA
BISAC-Code
EDU036000 EDU040000
THEMA-Code
JNM JNA
Erscheinungsdatum
15. Juli 2021
Auflage
1
Themen
Wissenschaft, Bildung
Adressaten
Bildungswissenschaft, Fachdidaktik, Soziologie, Kulturwissenschaft, Geschichtswissenschaft, Philosophie, Religionswissenschaft, Hochschuldidaktik, Emotionsforschung
Schlagworte
Emotion, Gefühl, Forschung, Wissenschaft, Unterricht, Schule, Didaktik, Bildung, Universität, Bildungsforschung, Bildungstheorie, Bildungssoziologie, Pädagogik

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