Diana Hitzke (Hg.)

Dominanz und Innovation

Epistemologische und künstlerische Konzepte kleiner europäischer und nicht-westlicher Kulturen

Kulturspezifische Narrative und Strukturen sowie globale Machtverhältnisse beeinflussen die Entstehung epistemologischer und künstlerischer Konzepte. Der interdisziplinäre Band beleuchtet deren Entstehung, Aneignung und Übertragung aus der Perspektive kleiner und nicht-westlicher Kulturen. Der Fokus der Beiträge liegt auf den resultierenden strukturellen Ungleichheiten, Asymmetrien und Widersprüchen sowie den Reflexionsprozessen darüber: Einerseits werden durch die Aneignung dominanter Konzepte kanonische Texte und Diskurse reproduziert, andererseits interaktive Vermittlungsprozesse und innovative Weiterentwicklungen initiiert.

39,00 € *

5. Mai 2021, 200 Seiten
ISBN: 978-3-8376-5737-1

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Diana Hitzke

Diana Hitzke, Justus-Liebig-Universität Gießen, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Die Welt, aber auch die Wissenschaft, ist geprägt von dominanten und kanonischen Konzepten. Theorien, kulturelle Artefakte und künstlerische Arbeiten entstehen jedoch unter ganz unterschiedlichen Bedingungen – nicht nur in Bezug auf ökonomische Ressourcen, sondern auch auf sprachliches und kulturelles Prestige. Das Buch widmet sich der Frage, welche Möglichkeiten des Vergleichs solchen Asymmetrien entgegenwirken können.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die einseitige Übertragung westlicher Konzepte auf andere kulturelle Kontexte – seien es außereuropäische Kulturen oder Minderheiten innerhalb Europas – sowie Vergleiche anhand von einseitig gesetzten Standards sind nicht mehr zeitgemäß. Unser Buch eröffnet die Perspektive des Dialogs – wir setzen uns mit den Problemen auseinander, die durch den dominanten ›westlichen‹ Blick verursacht werden und wir betrachten das Neuartige und die Innovationen, die jenseits davon entstehen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Es gibt viele gute Ansätze, die im Einzelnen in der Einleitung des Bandes beschrieben werden. Ich hoffe, dass sich eine dialogorientierte, weniger selbstzentrierte Sichtweise auf die Dauer durchsetzen wird. Problematisch bleibt, dass die Wissenschaft von echter Diversität noch weit entfernt ist – es braucht in der Forschung mehr minoritäre, migrantische und nicht-westliche Perspektiven.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit allen, die an der Frage weiterarbeiten wollen, welche Möglichkeiten des Vergleichs angemessen und produktiv sein können und wie sich strukturelle Asymmetrien sichtbar machen und womöglich auch dekonstruieren und auflösen lassen. Sehr gern diskutiere ich auch mit denjenigen, die vor der Herausforderung stehen, die Relevanz kleiner Kulturen und kleiner Fächer (zu denen in Deutschland auch große nicht-westliche Kulturen gehören) zu begründen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch gibt Einblicke in eine Vielzahl von kleinen und nicht-westlichen Kulturen aus Sicht unterschiedlicher Disziplinen und setzt dabei auf dialogische Perspektiven.

Autor_in(nen)
Diana Hitzke (Hg.)
Buchtitel
Dominanz und Innovation Epistemologische und künstlerische Konzepte kleiner europäischer und nicht-westlicher Kulturen
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
200
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung
ISBN
978-3-8376-5737-1
DOI
10.14361/9783839457375
Warengruppe
1562
BIC-Code
DSB HBTR JFC
BISAC-Code
LIT000000 POL045000 SOC022000
THEMA-Code
DSB NHTR JBCC
Erscheinungsdatum
5. Mai 2021
Auflage
1
Themen
Kultur, Postkolonialismus, Literatur
Adressaten
Literaturwissenschaft, Kulturwissenschaft, Kulturgeschichte, Postcolonial Studies, Decolonial Studies, Komparatistik
Schlagworte
Strukturelle Asymmetrie, Kleine Kulturen, Nicht-westliche Kulturen, Kultur, Hegemoniales Konzept, Hegemonie, Kulturwissenschaft, Literatur, Postkolonialismus, Allgemeine Literaturwissenschaft, Kulturtheorie, Literaturwissenschaft

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