How to Relate

Wissen, Künste, Praktiken / Knowledge, Arts, Practices

Beziehungen sind nicht gegeben, sie werden gemeinsam gemacht. Der Band untersucht Relationalitäten als prozessuale Aushandlungen zwischen Künsten und Wissenschaften, zwischen gebautem Raum und sozialem Körper, zwischen theoretischem und poetisch-künstlerischem Schreiben und Sprechen, zwischen Form, Material und Handlung. Plädiert wird für eine Wissenspolitik der Künste, die von einer radikalen Verstricktheit theoretischer, ästhetischer, medialer und gesellschaftlicher Praktiken und Techniken ausgeht.

Mit Beiträgen von / with contributions by Bini Adamczak, Emily Apter, Alice Chauchat, Beatriz Colomina, Gradinger / Schubot, Annika Haas, Maximilian Haas, Orit Halpern, Tom Holert, Amy Lien & Enzo Camacho, Maurício Liesen, Hanna Magauer, Michaela Ott, Sibylle Peters, Dennis Pohl, Possible Bodies (Helen Pritchard, Jara Rocha, Femke Snelting), Ghassan Salhab, Mirjam Schaub, Melanie Sehgal, Nora Sternfeld, Kathrin Thiele, Jeremy Wade, Brigitte Weingart.

Kapitel-Übersicht

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 8
  3. Beziehungsfragen. Eine Einleitung / Relational Issues. An Introduction

    Seiten 9 - 18
  4. Techniques as Modes of Relating: Thinking with a Transdisciplinary Experiment

    Seiten 18 - 31
  5. How to Relate Differently: Scenes of Shared Research from the Programs "Performing Citizenship" and "Assemblies & Participation"

    Seiten 31 - 44
  6. Verkomplizierung der Möglichkeiten: Gegenwartskunst, Epistemologie, Wissenspolitik

    Seiten 44 - 58
  7. The Angry Christ

    Seiten 58 - 72
  8. Über die praktischen Bedingungen von Forschung zwischen Theorie und Praxis, Wissenschaften und Künsten / On the Practical Conditions of Research between Theory and Practice, the Sciences and the Arts

    Seiten 73 - 79
  9. Konvergenz der Zukünfte: Über widerständige Ästhetiken, imaginative Gegengeschichten und Institutionen als Beziehungsweisen

    Seiten 79 - 94
  10. Becoming Common: Remarks on the (Im)Possibilities of Sharing

    Seiten 94 - 108
  11. Relationalität elliptisch gedacht / Elliptic Relationality

    Seiten 108 - 116
  12. Offen und entschieden: die idiosynkratische Radikalität der Kunst

    Seiten 116 - 133
  13. Film als Gegenverwirklichung

    Seiten 133 - 144
  14. Translation: A Relational Practice

    Seiten 144 - 159
  15. Situierte Formen: Kunst, Sprache und die Frage nach ihren Eigenlogiken / Situated Forms: Thoughts on Arts, Language and their Intrinsic Logics

    Seiten 159 - 166
  16. "Fame Is the Name of the Game": Aneignung und celebrity culture

    Seiten 166 - 186
  17. The 24/7 Bed: Privacy and Publicity in the Age of Social Media

    Seiten 186 - 200
  18. Tools, Infrastrukturen und Räume des relationalen Forschens / Tools, Infrastructures, and Spaces of Relational Research

    Seiten 200 - 206
  19. How to Relate in Contemporary Dance?

    Seiten 206 - 229
  20. Figuration and/as Critique in Relational Matters

    Seiten 229 - 243
  21. We Have Always Been Geohackers

    Seiten 243 - 257
  22. Der planetare Test

    Seiten 257 - 267
  23. Rückblick und Dank

    Seiten 268 - 271
  24. Autor_innen / Contributors

    Seiten 272 - 286
  25. Bildnachweise / Image Credits

    Seiten 287 - 290
Mehr
0,00 € *

10. September 2021, 290 Seiten
ISBN: 978-3-8394-5765-8
Dateigröße: 6.6 MB

Weiterempfehlen

Annika Haas

Annika Haas, Universität der Künste Berlin, Deutschland

Maximilian Haas

Maximilian Haas, Universität der Künste Berlin, Deutschland

Hanna Magauer

Hanna Magauer, Universität der Künste Berlin, Deutschland

Dennis Pohl

Dennis Pohl, Karlsruher Institut für Technologie, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Weil künstlerische Wissenspraktiken nicht ohne die Beziehungsweisen zu verstehen sind, die im Entstehungsprozess von Kunstwerken eine Rolle spielen. Denn hier treten heterogene Akteur*innen, Materialien, Infrastrukturen und theoretische Impulse miteinander in epistemische Beziehungen, die weit über das Kunstfeld hinauswirken. Unser Band verhandelt somit eine Grundfrage des ästhetischen Wissens – einschließlich damit verknüpfter Handlungs- und Rezeptionsformen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Zunächst einmal jene, dass auch Theorie eine relationale, ästhetische Wissenspraxis ist. Als Beziehungsgefüge betrachtet wird die ästhetische Dimension akademischer Erkenntnisproduktion ebenso sichtbar wie die epistemische Dimension von künstlerischen Praktiken, auch wenn sich diese nicht immer notwendigerweise selbst als Forschung begreifen. Das zeigt sich auch im Layout dieses Buchs, in dem künstlerische und wissenschaftliche Textbeiträge in zwei Sprachen, Gespräche und visuelles Material einen kontinuierlichen mäandernden Textfluss bilden und kurze Essays der Herausgeber_innen die Beiträge miteinander in mögliche Beziehungen setzen. Das politische wie forschende Potenzial einer relationalen Sichtweise auf künstlerisch-wissenschaftliche Verfahren wird damit performativ und für ein breites Spektrum an Disziplinen erschlossen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

In theoretischen Ansätzen aus dem Neuen Materialismus oder der Ökologie- und Infrastrukturforschung hat sich Relationalität zu einem neuen Paradigma herausgebildet. In anderen Feldern, wie der politischen Philosophie, der Kunsttheorie und nicht zuletzt in den Künsten selbst, wird die alte Frage nach Relationalität aktuell neu bewertet – zum Beispiel durch Verschränkungen von dekolonialen oder (post-)migrantischen Perspektiven mit medialen und ästhetischen Fragen. Relationalitätsfragen verbinden damit ganz unterschiedliche Forschungsfelder.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

In einer interdisziplinären Gesprächsrunde aus Geistes- und Sozialwissenschaftler*innen, Künstler*innen und Aktivist*innen. Denn unser Buch ist durchaus im angewandten Sinne als ein manual für Beziehungsweisen zu verstehen. Es zeigt mit theoretischen Konzepten und konkreten Fallbeispielen, wie relationale Handlungsspielräume eröffnet werden können. Und das kann ganz unterschiedliche Richtungen nehmen bzw. einbeziehen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Beziehungen sind nicht gegeben, sie entstehen in Aushandlungsprozessen, in die in den Künsten und Wissenschaften besonders heterogene Akteur*innen und Praktiken involviert sind.

Buchtitel
How to Relate Wissen, Künste, Praktiken / Knowledge, Arts, Practices
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
290
Ausstattung
67 Farbabbildungen, 5 SW-Abbildungen
ISBN
978-3-8394-5765-8
DOI
10.14361/9783839457658
Warengruppe
1581
BIC-Code
ABA JFD AK
BISAC-Code
ART009000 SOC052000 DES008000
THEMA-Code
ABA JBCT AK
Erscheinungsdatum
10. September 2021
Themen
Kultur, Wissenschaft, Kunst, Ästhetik
Adressaten
Kunstwissenschaft, Kunstgeschichte, Theaterwissenschaft, Architekturtheorie, Medienwissenschaft, Künstlerische Forschung, Filmwissenschaft, Epistemologie, Philosophie
Schlagworte
Relationalität, Interdisziplinarität, Epistemologie, Ästhetik, Kunst, Künstlerische Forschung, Infrastruktur, Übersetzung, Wissenspraxis, Aneignung, Vermittlung, Figuration, Wissenschaft, Kunsttheorie, Medientheorie, Design, Architektur, Kunstwissenschaft

Unsere Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen bereitzustellen.

Datenschutzerklärung