Der Verleger als literarische Figur

Narrative Konstruktionen in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur

Die einen schreiben Bücher, die anderen verlegen sie. Was aber, wenn Autoren in fiktionalen Werken über Verleger schreiben? Werden sie als freundlich und unterstützend oder eher als feindselig und ausbeuterisch porträtiert? In welcher Beziehung stehen sie zu anderen Akteuren des Literaturbetriebs, welche narrativen Funktionen übernehmen sie im Text? Alessandra Goggio nimmt sich diesen in der Literaturwissenschaft bisher kaum beachteten Fragen an und versucht – anhand von Beispielen aus der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur – die spezifischen Darstellungs- und Fiktionalisierungsverfahren zu erörtern und im Rahmen der sogenannten »Literaturbetriebsliteratur« zu deuten.

Kapitel-Übersicht

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 8
  3. Danksagung

    Seiten 9 - 10
  4. Einleitung

    Seiten 11 - 22
  5. 1. Das System Literaturbetrieb

    1.1 Stand und Perspektiven der Forschung

    Seiten 23 - 32
  6. 1.2 Ökonomisierung, Mediatisierung und Inszenierung: Veränderungen des Literaturbetriebs seit 1989

    Seiten 32 - 48
  7. 2. Der Literaturbetrieb im Medium der Fiktion

    2.1 Was ist Literaturbetriebsliteratur? Ein begrifflicher Annäherungsversuch

    Seiten 49 - 51
  8. 2.2 Bisherige Forschungsansätze

    Seiten 52 - 62
  9. 2.3 Die Literaturbetriebsfiktion

    Seiten 62 - 75
  10. 2.4 Wozu Literaturbetriebsfiktion?

    Seiten 75 - 82
  11. 3. Der Verleger als literaturbetrieblicher Akteur und als literarische Figur

    3.1 Was bzw. wer ist ein Verleger?

    Seiten 83 - 88
  12. 3.2 Der Verleger in der Geschichte: eine historisch-typologische Übersicht

    Seiten 88 - 97
  13. 3.3 Der Verleger im Literaturbetrieb der Gegenwart

    Seiten 97 - 104
  14. 3.4 Der Verleger in der Literatur(-wissenschaft)

    Seiten 104 - 113
  15. 3.5 Verlegerfiguren in der deutschsprachigen Literatur

    Seiten 113 - 142
  16. 4. Der Verleger in der Literaturbetriebsfiktion der Gegenwart: fünf Fallbeispiele

    4.1 Hanns-Josef Ortheil – Die geheimen Stunden der Nacht

    Seiten 143 - 171
  17. 4.2 Thomas Lehr – Zweiwasser oder die Bibliothek der Gnade

    Seiten 171 - 203
  18. 4.3 Marlene Streeruwitz – Nachkommen

    Seiten 203 - 248
  19. 4.4 Urs Widmer – Das Paradies des Vergessens

    Seiten 248 - 266
  20. 4.5 Bodo Kirchhoff – Widerfahrnis

    Seiten 266 - 294
  21. Resümee und Fazit

    Seiten 295 - 302
  22. Literatur

    Seiten 303 - 334
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48,00 € *

28. Juli 2021, 334 Seiten
ISBN: 978-3-8376-5777-7

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Alessandra Goggio

Alessandra Goggio, Università degli Studi di Milano, Italien

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Verlegerfiguren kommen, insbesondere in der deutschsprachigen Erzählliteratur der Gegenwart, ziemlich oft vor; dennoch wurden sie bisher kaum untersucht, da der Fokus stets auf der Figur des Schriftstellers lag. Ich wollte diese autorzentrische Perspektive durchbrechen und die Aufmerksamkeit auf den Verleger als Figur und auf seine Rolle bzw. Funktion in der Fiktion lenken.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Als erste Studie über den Verleger als literarische Figur verschafft das Buch einen ersten Überblick zu diesem Themenkomplex und könnte daher als Anregung und Ausgangspunkt für weitere Arbeiten sowohl über diesen literaturbetrieblichen Akteur als auch über andere Protagonisten des literarischen Feldes (wie Lektoren, Literaturkritiker und literarische Agenten) als fiktive Charaktere dienen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Studie reiht sich nicht nur in die lange Tradition von literaturwissenschaftlichen Arbeiten, die sich mit der Darstellung bestimmter Figuren (wie z.B. des Künstlers, des Managers, des Kriminellen usw.) auseinandersetzen, sondern auch in die aktuelle Forschung zu jenen fiktionalen Texten ein, die den Literaturbetrieb als zentrales Motiv einsetzen (Stichwort ›Literaturbetriebsliteratur‹).

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Am liebsten mit jemandem, der Schriftsteller und zugleich Verleger ist und dementsprechend über eine Doppelperspektive verfügt: Michael Krüger und Jo Lendle z.B. wären sicherlich interessante Gesprächspartner.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Die erste Studie über Verleger nicht als Produzenten, sondern als Protagonisten literarischer Werke.

Autor_in(nen)
Alessandra Goggio
Buchtitel
Der Verleger als literarische Figur Narrative Konstruktionen in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
334
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung
ISBN
978-3-8376-5777-7
DOI
10.14361/9783839457771
Warengruppe
1563
BIC-Code
DSB KNT
BISAC-Code
LIT004170 BUS007000
THEMA-Code
DSB KNT
Erscheinungsdatum
28. Juli 2021
Auflage
1
Themen
Kultur, Literatur
Adressaten
Literaturwissenschaft, Kulturwissenschaft
Schlagworte
Gegenwartsliteratur, Literaturbetrieb, Verleger, Fiktionalisierung, Prosa, Kulturwirtschaft, Literatur, Kultur, Germanistik, Kulturwissenschaft, Literaturwissenschaft

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