Denkmalpflege zwischen System und Gesellschaft

Vielfalt denkmalpflegerischer Prozesse in der DDR (1952-1975)

Denkmalpflege und -schutz befanden sich in der DDR in einem Gefüge divergierender Interessen, die es wiederholt auszuhandeln galt.

Franziska Klemstein präsentiert ein differenziertes Bild denkmalpflegerischer Denk- und Arbeitsweisen sowie regionale Unterschiede im Zeitraum von 1952 bis 1975. Sie veranschaulicht das Handlungsgefüge der institutionellen Denkmalpflege im Spannungsfeld zwischen Kultur und Bauwesen und rückt exemplarisch Handlungsmöglichkeiten und die Auswirkungen konkreter Entscheidungen ausgewählter Akteur*innen wie Ludwig Deiters, Fritz Rothstein und Käthe Rieck ins Zentrum der Untersuchung.

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3. Dezember 2021, 426 Seiten
ISBN: 978-3-8394-5779-5
Dateigröße: 7.97 MB

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Franziska Klemstein

Franziska Klemstein, Bauhaus-Universität Weimar, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Obwohl bereits mehr als 30 Jahre seit dem Mauerfall vergangen sind, ist über die Vielfalt denkmalpflegerischer Themen, Akteure, Vorgehensweisen und die jeweiligen Handlungsbedingungen und Unterschiede in den verschiedenen Bezirken der DDR bislang wenig bekannt. Das vorliegende Buch nimmt dies als Ausgangspunkt für eine regionsübergreifende Analyse, die sowohl die Strukturen der Denkmalpflege als auch die Handlungsmöglichkeiten der Akteure in den Fokus rückt.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch zeigt divergierende Vorstellungen und Ansätze im Bereich der DDR-Denkmalpflege auf, die auch zu einer regional unterschiedlichen Umsetzung denkmalpflegerischer Entwicklungen – sowohl strukturell als auch praktisch – führten. Zugleich eröffnet das Buch neue Perspektiven auf die Einsatzmöglichkeiten von digitalen Technologien im Bereich der Kunst- und Geschichtswissenschaft sowie der Denkmalpflege.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Mit dem Thema des Buches wird eine Lücke im Bereich der DDR-Denkmalpflege- und Institutionsgeschichte geschlossen. Zugleich bricht es mit nach wie vor existierenden DDR-Narrativen, in denen die DDR-Denkmalpflege als schwach und nicht durchsetzungsfähig charakterisiert wird. Auch methodisch greift die Arbeit aktuelle Forschungsdebatten auf, indem Arbeitsweisen aus den Digital Humanities erstmalig im Bereich der DDR-Denkmalpflegeforschung zur Anwendung kommen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Dr. Harald Engler, Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung,

mit Prof. Dr. Hans-Rudolf Meier, Bauhaus-Universität Weimar und mit Prof. Dr. Stephanie Herold, Technische Universität Berlin.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch zeichnet ein differenziertes Bild der denkmalpflegerischen Denk- und Arbeitsweisen in der DDR im Zeitraum von 1952 bis 1975.

Besprochen in:
https://www.moderne-regional.de, 19.12.2021
Autor_in(nen)
Franziska Klemstein
Buchtitel
Denkmalpflege zwischen System und Gesellschaft Vielfalt denkmalpflegerischer Prozesse in der DDR (1952-1975)
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
426
Ausstattung
18 Farbabbildungen, 29 SW-Abbildungen
ISBN
978-3-8394-5779-5
Warengruppe
1558
BIC-Code
HBJD HBTB HBLW
BISAC-Code
HIS014000 HIS054000 HIS037070
THEMA-Code
NHD NHTB
Erscheinungsdatum
3. Dezember 2021
Themen
Kulturgeschichte, Architektur, Kunst
Adressaten
Kunstgeschichte, Kunstwissenschaft, Geschichte, Denkmalpflege, Denkmalkunde, Museumswissenschaft
Schlagworte
Kunstgeschichte, Geschichte, Denkmalpflege, Denkmalschutz, DDR, Kulturgeschichte, Kunst, Architektur, Deutsche Geschichte, Geschichte des 20. Jahrhunderts, Erinnerungskultur, Geschichtswissenschaft

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