Denkmalpflege zwischen System und Gesellschaft

Vielfalt denkmalpflegerischer Prozesse in der DDR (1952-1975)

Denkmalpflege und -schutz befanden sich in der DDR in einem Gefüge divergierender Interessen, die es wiederholt auszuhandeln galt.

Franziska Klemstein präsentiert ein differenziertes Bild denkmalpflegerischer Denk- und Arbeitsweisen sowie regionale Unterschiede im Zeitraum von 1952 bis 1975. Sie veranschaulicht das Handlungsgefüge der institutionellen Denkmalpflege im Spannungsfeld zwischen Kultur und Bauwesen und rückt exemplarisch Handlungsmöglichkeiten und die Auswirkungen konkreter Entscheidungen ausgewählter Akteur*innen wie Ludwig Deiters, Fritz Rothstein und Käthe Rieck ins Zentrum der Untersuchung.

Kapitel-Übersicht

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 6
  2. Inhalt

    Seiten 7 - 10
  3. Danksagung

    Seiten 11 - 12
  4. 1. Einleitung

    Thema und Zielstellung

    Seiten 13 - 15
  5. Fragestellung und Arbeitsthesen

    Seiten 15 - 16
  6. Forschungsstand, Quellen- und Archivlage

    Seiten 16 - 18
  7. Methodische Herangehensweise

    Seiten 19 - 21
  8. Aufbau der Publikation

    Seiten 21 - 24
  9. 2. Prolog: Die Debatte um das Berliner Schloss

    2.1 Positionen im Zeichen des Neuanfangs

    Seiten 25 - 46
  10. 2.2 Handelnde Akteure

    Seiten 46 - 63
  11. 2.3 Fazit zum Prolog

    Seiten 64 - 70
  12. 3. Denkmalpflege im (Wieder-)Aufbau 1952–1960

    3.1 Transitionsprozesse von Kulturpolitik und Denkmalpflege

    Seiten 71 - 82
  13. 3.2 Denkmalpflege zwischen Zentralisierung und Autonomie

    Seiten 82 - 115
  14. 3.3 Akteure im Gefüge der Denkmalpflege

    Seiten 116 - 196
  15. 4. Zwischenfazit zum ersten Untersuchungszeitraum 1952–1960

    Vorwort

    Seiten 197 - 198
  16. 5. Denkmalpflege und sozialistische Umgestaltung 1961–1975

    5.1 Revisionen und Variationen: Denkmalpflege zwischen Kulturpolitik und Ökonomisierung

    Seiten 199 - 219
  17. 5.2 Zwischen Umformung und Neuausrichtung

    Seiten 219 - 257
  18. 5.3 Akteure zwischen Denkmalpflege und sozialistischer Umgestaltung

    Seiten 257 - 344
  19. 6. Zwischenfazit zum zweiten Untersuchungszeitraum 1961–1975

    Vorwort

    Seiten 345 - 348
  20. 7. Resümee

    Fragestellung und Ergebnisse der Publikation

    Seiten 349 - 358
  21. Methodische Überlegungen I: Vorteile und Grenzen des Akteur-Struktur-Modells

    Seiten 358 - 359
  22. Methodische Überlegungen II: Die Nutzung von Graphdatenbanken

    Seite 360
  23. Bedeutung der Publikation und zukünftige Forschungen

    Seiten 360 - 362
  24. Verzeichnisse

    Ungedruckte Quellen

    Seiten 363 - 365
  25. Literatur- und Quellenverzeichnis

    Seiten 366 - 376
  26. Zeitungsartikel

    Seiten 376 - 378
  27. Gesetzblätter

    Seiten 379 - 380
  28. Internetquellen

    Seiten 380 - 383
  29. Abbildungsverzeichnis und -nachweis

    Seiten 384 - 388
  30. Anhang I: Zeitzeugengespräch mit Ludwig Deiters

    Seiten 389 - 402
  31. Anhang II: Personenübersicht

    Seiten 403 - 426
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0,00 € *

3. Dezember 2021, 426 Seiten
ISBN: 978-3-8394-5779-5
Dateigröße: 7.97 MB

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Franziska Klemstein

Franziska Klemstein, Bauhaus-Universität Weimar, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Obwohl bereits mehr als 30 Jahre seit dem Mauerfall vergangen sind, ist über die Vielfalt denkmalpflegerischer Themen, Akteure, Vorgehensweisen und die jeweiligen Handlungsbedingungen und Unterschiede in den verschiedenen Bezirken der DDR bislang wenig bekannt. Das vorliegende Buch nimmt dies als Ausgangspunkt für eine regionsübergreifende Analyse, die sowohl die Strukturen der Denkmalpflege als auch die Handlungsmöglichkeiten der Akteure in den Fokus rückt.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch zeigt divergierende Vorstellungen und Ansätze im Bereich der DDR-Denkmalpflege auf, die auch zu einer regional unterschiedlichen Umsetzung denkmalpflegerischer Entwicklungen – sowohl strukturell als auch praktisch – führten. Zugleich eröffnet das Buch neue Perspektiven auf die Einsatzmöglichkeiten von digitalen Technologien im Bereich der Kunst- und Geschichtswissenschaft sowie der Denkmalpflege.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Mit dem Thema des Buches wird eine Lücke im Bereich der DDR-Denkmalpflege- und Institutionsgeschichte geschlossen. Zugleich bricht es mit nach wie vor existierenden DDR-Narrativen, in denen die DDR-Denkmalpflege als schwach und nicht durchsetzungsfähig charakterisiert wird. Auch methodisch greift die Arbeit aktuelle Forschungsdebatten auf, indem Arbeitsweisen aus den Digital Humanities erstmalig im Bereich der DDR-Denkmalpflegeforschung zur Anwendung kommen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Dr. Harald Engler, Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung,

mit Prof. Dr. Hans-Rudolf Meier, Bauhaus-Universität Weimar und mit Prof. Dr. Stephanie Herold, Technische Universität Berlin.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch zeichnet ein differenziertes Bild der denkmalpflegerischen Denk- und Arbeitsweisen in der DDR im Zeitraum von 1952 bis 1975.

Besprochen in:
https://www.moderne-regional.de, 19.12.2021
jot w.d., 4 (2022), Ralf Nachtmann
Autor*in(nen)
Franziska Klemstein
Buchtitel
Denkmalpflege zwischen System und Gesellschaft Vielfalt denkmalpflegerischer Prozesse in der DDR (1952-1975)
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
426
Ausstattung
18 Farbabbildungen, 29 SW-Abbildungen
ISBN
978-3-8394-5779-5
DOI
10.14361/9783839457795
Warengruppe
1558
BIC-Code
HBJD HBTB HBLW
BISAC-Code
HIS014000 HIS054000 HIS037070
THEMA-Code
NHD NHTB
Erscheinungsdatum
3. Dezember 2021
Themen
Kulturgeschichte, Architektur, Kunst
Adressaten
Kunstgeschichte, Kunstwissenschaft, Geschichte, Denkmalpflege, Denkmalkunde, Museumswissenschaft
Schlagworte
Kunstgeschichte, Geschichte, Denkmalpflege, Denkmalschutz, DDR, Kulturgeschichte, Kunst, Architektur, Deutsche Geschichte, Geschichte des 20. Jahrhunderts, Erinnerungskultur, Geschichtswissenschaft

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