Instabile Bildlichkeit

Eine Prozess- und Medienphilosophie digitaler Bildkulturen

Instabile Bildformen, die aus technischen Dysfunktionen, materieller Abnutzung oder digitalen »Glitches« entstehen, werden in diesem Band als Symptome einer prozessualen Zeitlichkeit digitaler Bewegtbilder betrachtet. Deren Entwicklung wird anhand konkreter medientheoretischer Analysen nachgezeichnet, die sich mit beschädigten VHS-Kassetten, verpixelten Handyvideos, sich zersetzenden Zelluloidfilmbildern und der (post-)digitalen Ästhetik des Datamoshing auseinandersetzen. Zeitphilosophische Theoriekonzepte von Gilles Deleuze, William James und Alfred N. Whitehead erweisen sich dabei als anschlussfähig für die Reflexion digitaler Temporalität.

45,00 € *

27. Oktober 2021, ca. 248 Seiten
ISBN: 978-3-8376-5817-0

Erscheint voraussichtlich bis zum 27. Oktober 2021

* = Preise inkl. Mehrwertsteuer. Deutschsprachige Bücher = gebundener Ladenpreis, fremdsprachige Bücher = unverbindliche Preisempfehlung. Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschlands, für Ausnahmen siehe Details.

Weiterempfehlen

Nicolas Oxen

Nicolas Oxen, Bauhaus-Universität Weimar, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

In dem Buch geht es darum, die veränderte Zeitlichkeit digitaler Bilder zu beschreiben, die in technischer Hinsicht weniger als materiell fixierte Objekte, sondern als fortlaufend prozessierter, wandelbarer Code existieren. Gerade die instabilen Bildformen, welche aus

Störungen, Verlusten und Dysfunktionen entstehen, werden zu Anknüpfungspunkten für eine kritische medienphilosophische Betrachtung der technischen, ästhetischen und politischen Aspekte der gegenwärtigen digitalen Kultur.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Für die Medienwissenschaft eröffnet das Buch eine neue Perspektive auf die spezifische Zeitlichkeit digitaler Bilder und bietet konkrete Analysen der mit ihnen verbundenen Wahrnehmungserfahrungen und Bildpraktiken. Für die Medienphilosophie unternimmt es eine theoretische Aufarbeitung und experimentelle Lektüre prozessphilosophischer Zeitkonzepte aus Differenzphilosophie, Pragmatismus und spekulativem Denken.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Herausforderungen der meist als technologische Fortschrittsideologie gepriesenen ›Digitalisierung‹ kritisch zu durchdenken, ist eine wichtige Aufgabe der Medien- und Kulturwissenschaft. Das Buch leistet hierzu medienphilosophische Theoriearbeit und bietet Anknüpfungspunkte für weitere gegenwärtige Debatten der Technikphilosophie, Akteur-Netzwerk-Theorie und Forschungsarbeiten, die sich mit Whiteheads Prozessphilosophie auseinandersetzen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Prof. Dr. Isabell Otto (Universität Konstanz), Prof. Dr. Melanie Sehgal (Europa Universität Frankfurt/Oder), Prof Dr. Christina Vagt (UC Santa Barbara).

5. Ihr Buch in einem Satz:

In instabilen Bildformen, die aus Störungen, Dysfunktionen und Verlusten hervorgehen, kommt die prozessuale Zeitlichkeit digitaler Bilder zum Ausdruck.

Autor_in(nen)
Nicolas Oxen
Buchtitel
Instabile Bildlichkeit Eine Prozess- und Medienphilosophie digitaler Bildkulturen
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
ca. 248
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung, 2 SW-Abbildungen, 6 Farbabbildungen
ISBN
978-3-8376-5817-0
Warengruppe
1521
BIC-Code
JFD HP
BISAC-Code
SOC052000
THEMA-Code
JBCT QD JBCT1
Erscheinungsdatum
27. Oktober 2021
Auflage
1
Themen
Medien, Technik, Bild
Adressaten
Medienphilosophie, Philosophie, Medienwissenschaft, Filmwissenschaft, Bildwissenschaft, Kulturwissenschaft, Ästhetik
Schlagworte
Digitale Kultur, Zeit, Bewegtbild, Medienphilosophie, Medien, Bild, Technik, Digitale Medien, Medientheorie, Bildwissenschaft, Medienwissenschaft

Unsere Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen bereitzustellen.

Datenschutzerklärung