Das Ornament als Denkfigur

Ornamentale Strukturen im künstlerischen Werk von Parastou Forouhar

Das Ornament ist in der gegenwärtigen Kunst weltweit vermehrt präsent. Doch klassische Begriffe der westlichen Bildtradition können die künstlerischen Praxen im Umgang mit Ornamenten nicht erschließen.

Susanne Winder sucht in ihrer kunstwissenschaftlichen Analyse nach einem tragfähigen Ornamentbegriff für die Gegenwartskunst, der exemplarisch am Werk der iranisch-deutschen Künstlerin Parastou Forouhar entfaltet und im Vergleich zu anderen Arbeitsweisen (z.B. von Imran Qureshi) vertieft wird. Unter Bezugnahme auf Michel Foucaults Schriften untersucht sie die Zusammenhänge von Ornament, Ordnung und Macht.

44,99 € *

2. Juli 2021, 238 Seiten
ISBN: 978-3-8394-5819-8
Dateigröße: 12.94 MB

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Susanne Winder

Susanne Winder, Katholische Privat-Universität Linz, Österreich

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Das Ornament, so wie es in der gegenwärtigen Kunst eingesetzt wird, hat eine Menge zu aktuellen gesellschaftlichen und gesellschaftspolitischen Zuständen, oder besser gesagt, Missständen – weltweit – zu sagen und speziell die iranisch-deutsche Künstlerin Parastou Forouhar versteht es zudem, Verbindungen zwischen dem Ornament, Ordnung und Macht in ihrer Kunst zu analysieren und zu visualisieren. Ich versuche diese Phänomene kunstwissenschaftlich einzuholen und aufzuarbeiten.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Mit traditionellen Ornamentbegriffen lassen sich gegenwärtige Kunstpraxen nicht fassen, die oftmals mit Ornamenten unterschiedlicher kultureller Kontexte arbeiten. Ich versuche ausgehend von den Strategien einer iranisch-deutschen Künstlerin einen frischen Ornamentbegriff zu entwickeln, der mit weiteren Kunstpraxen verglichen und durch das Hinzuziehen von Kunsttheorien, sozialanthropologischen Studien zum Thema Folter und v.a. auch philosophischen Analysen zur Macht theoretisch durchdrungen wird.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Es ist die erste kunstwissenschaftliche Dissertation, die sich schwerpunktmäßig mit der künstlerischen Praxis von Parastou Forouhar auseinandersetzt. Den Gedanken, einen tragfähigen Ornamentbegriff für die Gegenwartskunst zu entwickeln, ist in der aktuellen Forschung vorhanden, aber nicht besonders ausgereift. Mit meiner Studie habe ich auch einen Weg erprobt, wie sich das Fach Kunstgeschichte/Kunstwissenschaft angesichts der vielfältigen Globalisierungsprozesse neu positionieren könnte.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Am liebsten mit Michel Foucault. Da dies leider nicht möglich ist, wünsche ich mir eine gemeinsame Diskussionsrunde mit Kunsttheoretiker_innen, Künstler_innen, die in ihren Bildfindungen mit dem Ornament arbeiten und unterschiedlichen Wissenschaftler_innen die sich in ihrer Disziplin mit den Themen Folterpraxis und Gewaltanwendung auseinandergesetzt haben.

5. Ihr Buch in einem Satz: Eine kunstwissenschaftliche Analyse zu Parastou Forouhars Arbeit, die einem neuen Ornamentbegriff zuarbeitet und Verbindungen von Ornament, Ordnung und Macht aufzeigt.

Autor_in(nen)
Susanne Winder
Buchtitel
Das Ornament als Denkfigur Ornamentale Strukturen im künstlerischen Werk von Parastou Forouhar
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
238
Ausstattung
19 SW-Abbildungen, 24 Farbabbildungen
ISBN
978-3-8394-5819-8
DOI
10.14361/9783839458198
Warengruppe
1582
BIC-Code
ACX ABA
BISAC-Code
ART015110 ART015000 ART009000
THEMA-Code
AGA ABA
Erscheinungsdatum
2. Juli 2021
Themen
Kulturgeschichte, Ästhetik, Kunst
Adressaten
Kunstgeschichte, Kunstwissenschaft, Philosophie, Kulturwissenschaft
Schlagworte
Gegenwartskunst, Ornament, Iran, Deutschland, Parastou Forouhar, Kunst, Kulturgeschichte, Ästhetik, Kunstgeschichte des 21. Jahrhunderts, Kunstgeschichte, Kunsttheorie, Interkulturalität, Kunstwissenschaft

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