Kämpfe um die Professionalisierung des Museums

Karl Koetschau, die Museumskunde und der Deutsche Museumsbund 1905-1939

Um 1900 erkannten Museumsleute in Deutschland die Notwendigkeit der Professionalisierung: Es galt Arbeitsabläufe zu standardisieren, verbindliche ethische Richtlinien für die museale Praxis zu entwickeln und Ausbildungskonzepte einzuführen, die jenseits wissenschaftlicher Fachkenntnisse auf die komplexen Anforderungen des Museumsalltags vorbereiteten. Wie bewältigten die Akteur/-innen diese Herausforderungen? Welche Debatten lösten die auch international vorangetriebenen Reformen aus, welche Widerstände gab es? Andrea Meyer beantwortet Fragen wie diese am Beispiel der Zeitschrift Museumskunde und des Deutschen Museumsbundes, die beide eng mit dem Kunsthistoriker und Museumsdirektor Karl Koetschau (1868-1949) verbunden sind.

Kapitel-Übersicht

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 6
  3. 1. Einleitung

    Einleitung

    Seiten 7 - 12
  4. 1.1 Methodische Herangehensweise: Das Museum als Arena

    Seiten 12 - 14
  5. 1.2 Forschungsüberblick: Die Museumskunde, der Museumsbund und die Protagonisten der Museumsreformbewegung

    Seiten 14 - 23
  6. 1.3 Quellenlage

    Seiten 23 - 26
  7. 1.4 Aufbau und leitende Fragen

    Seiten 26 - 30
  8. 2. Die Museumskunde als Medium der internationalen Vernetzung 1905-1924

    Einleitung

    Seiten 31 - 34
  9. 2.1 Kolonien und Völkerkunde, Bild und Text. Zur Funktion der Reproduktionen

    Seiten 34 - 45
  10. 2.2 Viel Amerika – wenig Frankreich. Schwerpunkte und Lücken einer länderübergreifenden Berichterstattung

    Seiten 45 - 49
  11. 2.3 Forum für eine offene, streitbare Debattenkultur

    Seiten 49 - 56
  12. 3. Krieg und Intrigen. Die Gründung des Deutschen Museumsbundes 1917

    Einleitung

    Seiten 57 - 59
  13. 3.1 Museum und Markt

    Seiten 59 - 61
  14. 3.2 Wilhelm von Bodes Manöver

    Seiten 61 - 67
  15. 3.3 Taktiken im Verborgenen

    Seiten 68 - 74
  16. 4. Das Ringen um eine ethische Museumspraxis seit 1918

    Einleitung

    Seiten 75 - 77
  17. 4.1 Abstecken des eigenen Terrains – Abstimmung mit dem Verband von Museums-Beamten

    Seiten 77 - 82
  18. 4.2 Die Beschlüsse der ersten DMB-Jahrestagung in Würzburg im Mai 1918 – ein Kompromiss

    Seiten 82 - 86
  19. 4.3 Das Expertisenwesen weiter im Kreuzfeuer

    Seiten 86 - 92
  20. 5. Die Kunstmuseen und das deutsche Volk – die Positionierung des DMB während der Novemberrevolution

    Einleitung

    Seiten 93 - 101
  21. 5.1 Das Buchprojekt im politischen Umbruch

    Seiten 101 - 107
  22. 5.2 Finanzierungsprobleme

    Seiten 107 - 110
  23. 5.3 Interne Profilierung statt großer Öffentlichkeit

    Seiten 111 - 114
  24. 6. Bemühen um einen Generationenwechsel und Stagnation in den 1920er Jahren

    Einleitung

    Seiten 115 - 117
  25. 6.1 Der DMB unter Willy Storck 1920-1924

    Seiten 117 - 121
  26. 6.2 Walther Greischel an der Spitze des DMB 1924-1927

    Seiten 121 - 125
  27. 6.3 Neue Kräfteverhältnisse – Werner Noacks Vorstoß um 1930

    Seiten 125 - 132
  28. 7. Querelen um die 1929 wiederbelebte Museumskunde

    Einleitung

    Seiten 133 - 137
  29. 7.1 Zwischen Karl Hermann Jacob-Friesen und Kurt Karl Eberlein – Personaldebatten zum Auftakt

    Seiten 137 - 143
  30. 7.2 Ludwig Justi versus Kurt Karl Eberlein 1929/30

    Seiten 143 - 150
  31. 7.3 Der Streit zieht 1930/31 weite museumspolitische Kreise

    Seiten 150 - 154
  32. 8. Die Etablierung museologischer Ausbildungsmodelle

    Einleitung

    Seiten 155 - 156
  33. 8.1 Diskussionen um die Qualifizierung 1905/06

    Seiten 157 - 161
  34. 8.2 Die Berliner Museumskurse 1909-1912

    Seiten 161 - 167
  35. 8.3 Die Akademisierung der Museumskunde seit 1918

    Seiten 167 - 172
  36. 8.4 Das Bonner Modell – Anlass für einen transatlantischen Brückenschlag 1924

    Seiten 172 - 176
  37. 8.5 Koetschaus Lehransätze im internationalen Kontext bis 1932

    Seiten 177 - 192
  38. 9. Die Deprofessionalisierung der Museumsarbeit im Nationalsozialismus

    Einleitung

    Seiten 193 - 196
  39. 9.1 Der DMB und seine Zeitschrift während der NS-Diktatur

    Seiten 196 - 207
  40. 9.2 Gegen das Netzwerk der Moderne – Koetschaus Führungsambitionen im frühen NS-Staat

    Seiten 207 - 214
  41. 9.3 Die Denkschrift von 1933 – Koetschau als Architekt einer NS-Wissenschaftskultur

    Seiten 215 - 230
  42. 10. Schluss

    Seiten 231 - 242
  43. Dank

    Seiten 243 - 244
  44. Quellen- und Literaturverzeichnis

    Seiten 245 - 280
  45. Personenverzeichnis

    Seiten 281 - 288
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15. Juli 2021, 288 Seiten
ISBN: 978-3-8376-5833-0

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Andrea Meyer

Andrea Meyer, Technische Universität Berlin, Deutschland

Autor_in(nen)
Andrea Meyer
Buchtitel
Kämpfe um die Professionalisierung des Museums Karl Koetschau, die Museumskunde und der Deutsche Museumsbund 1905-1939
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
288
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung, 41 SW-Abbildungen, 4 Farbabbildungen
ISBN
978-3-8376-5833-0
DOI
10.14361/9783839458334
Warengruppe
1731
BIC-Code
JPQB GM HBTB
BISAC-Code
POL038000 ART059000 HIS054000
THEMA-Code
JPQB GLZ NHTB
Erscheinungsdatum
15. Juli 2021
Auflage
1
Themen
Museum
Adressaten
Kunstgeschichte, Kulturwissenschaft, Museum Studies sowie Praktiker*innen im Museumsbereich, etwa Leiter*innen und Kurator*innen
Schlagworte
Museum, Museumskunde, Deutscher Museumsbund, Deutschland, Karl Koetschau, Kulturpolitik, Museumswissenschaft, Kulturgeschichte

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