Der Körper als Vermittler zwischen Musik und (all)täglicher Lebenswelt

Distanzauslotungen am Beispiel ausgewählter Werke der Neuen Musik

Die künstlerische Hinwendung zu Phänomenen des täglichen Lebens in Verbindung mit der aufkommenden Ästhetisierung des Alltagslebens hat seit den 1960er Jahren zu einer Neubetrachtung des Verhältnisses zwischen Kunst und Nicht-Kunst geführt. In diesem Zusammenhang kommt dem spezifischen Einsatz des Musikerkörpers eine Schlüsselfunktion zu. Karolin Schmitt-Weidmann leitet aus ihm Distanzauslotungen zwischen Kunst und Nicht-Kunst ab und eruiert diese anhand von konkreten Werkbeispielen. Dafür greift sie zurück auf hier erstmalig veröffentlichte Interviews mit Annesley Black, Cathy van Eck, Dieter Schnebel, Vinko Globokar, Hans-Joachim Hespos, Robin Hoffmann und Heinz Holliger zum Verhältnis von Kunst und Lebenswelt.

44,99 € *

9. Juni 2021, ca. 350 Seiten
ISBN: 978-3-8394-5845-7
Dateigröße: ca. 4.25 MB

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Karolin Schmitt-Weidmann

Karolin Schmitt-Weidmann, Institut für Neue Musik und Musikerziehung Darmstadt, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Als Pianistin und Flötistin habe ich mich künstlerisch mit dem Einsatz des Körpers auf der Bühne auseinandergesetzt und disziplinübergreifende Ansätze entwickelt, die die Bereiche der Musikwissenschaft, Aufführungspraxis, Musikvermittlung und Komposition zusammenführen. Aus diesen Überlegungen heraus entstand die Idee, ein Buch zum Einsatz des Körpers in Neuer Musik zu schreiben, in dem dieser aus multidimensionalen musikalischen Perspektiven betrachtet wird.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Obwohl der Körper sowie der Kunstdiskurs seit jeher im Zentrum jeglicher Musikaufführung und Musikwahrnehmung stehen, leistet diese Arbeit erstmalig eine fundierte interdisziplinäre Auseinandersetzung mit der Rolle des Körpers im Rahmen künstlerischer Distanzauslotungen zwischen Kunst und der alltäglichen Lebenswelt im Hinblick auf zeitgenössische Musik. Dabei steht der Moment der Aufführung mitsamt dem Potential, ästhetische Erfahrungsprozesse zu evozieren, stets im Mittelpunkt der Betrachtung.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Wo immer Musik praktiziert wird, sind Körper im Spiel. Wo immer Menschen Kunst wahrnehmen, wird sich darüber ausgetauscht, was diese einerseits als Kunst auszeichnet und andererseits besonders wertvoll für den lebensweltlichen Bereich macht. Das Zusammenwirken von Körper, Raum und Zeit im Rahmen von musikalischen Aufführungen wird aktuell in musikästhetischen Diskursen sowie angrenzenden Bereichen ausgiebig diskutiert.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Ich freue mich über jeden interessierten Austausch, insbesondere auch aus angrenzenden Disziplinen wie beispielsweise der bildenden Kunst, der Theaterwissenschaft, der Philosophie, Soziologie und insbesondere der ästhetischen Bildung, welche in meinem Buch miteinbezogen werden und für die ähnliche übergeordnete Fragestellungen zur Rolle des Körpers in der Kunst und der alltäglichen Lebenswelt relevant sind.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Durch Körpererfahrungen können alle an einer Aufführung Beteiligten in alltäglichen Sphären Ungewohntes und in ungewohnten Bereichen Gewohntes entdecken.

Besprochen in:
https://staires45621.blogspot.com, 4 (2021)
Autor_in(nen)
Karolin Schmitt-Weidmann
Buchtitel
Der Körper als Vermittler zwischen Musik und (all)täglicher Lebenswelt Distanzauslotungen am Beispiel ausgewählter Werke der Neuen Musik
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
ca. 350
Ausstattung
9 SW-Abbildungen
ISBN
978-3-8394-5845-7
Warengruppe
1591
BIC-Code
AVA JHB
BISAC-Code
MUS020000 SOC022000
THEMA-Code
AVA JHB
Erscheinungsdatum
9. Juni 2021
Themen
Kultur, Körper, Klang, Musik
Adressaten
Musikwissenschaft, Kunstwissenschaft, Philosophie, Soziologie, Ästhetische Bildung
Schlagworte
Neue Musik, Körper, Performativität, Ästhetik, Kunstbegriff, Musik, Klang, Musikwissenschaft

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