Rassismus. Macht. Vergessen.

Von München über den NSU bis Hanau: Symbolische und materielle Kämpfe entlang rechten Terrors

Wie weit und umkämpft war dieser Weg? Von der Entpolitisierung des Oktoberfestattentats 1980 über die Verdächtigungen der Opferangehörigen des sogenannten NSU in den 2000ern bis hin zur öffentlichen Wahrnehmung der Familien der Getöteten des rechtsterroristischen Anschlags in Hanau 2020. Erst jetzt scheint sich eine längst überfällige gesamtgesellschaftliche Debatte in Bewegung zu setzen: über mangelnde Repräsentation, mahnende Erinnerung und sich verändernde Gedenkkultur, über strukturellen Rassismus und Behördenblindheit gegenüber Menschen, die sich längst nicht mehr als Teil einer Gesellschaft fühlen. Die Beitragenden des Bandes setzen sich mit Rassismus, Rechtsextremismus und Erinnerungskultur auseinander und gehen vor allem der Frage nach, wo der Kampf gegen rechten Terror und seinen gesellschaftlichen Nährboden heute steht.

Kapitel-Übersicht

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 8
  3. Von München über den NSU bis Hanau

    Seiten 9 - 24
  4. Seit Mölln, 23. November 1992

    Seiten 25 - 42
  5. »Was ist eigentlich alles passiert, was wir nicht wahrgenommen haben?«

    Seiten 43 - 60
  6. Es ist das Recht eines jeden Menschen

    Seiten 61 - 76
  7. Wir klagen an und fordern Taten statt Worte

    Seiten 77 - 80
  8. Yom Kippur, Tekiez Halle und der Freundeskreis Mölln – Bündnisse und Verbundenheit

    Seiten 81 - 92
  9. Auch eine Frage des Geldes

    Seiten 93 - 108
  10. Schwarz-feministische Kritik der Polizei

    Seiten 109 - 124
  11. Gadjé-Rassismus

    Seiten 125 - 144
  12. Wo sie uns finden – #SayTheirNames

    Seiten 145 - 146
  13. Rassenbürgerkrieg

    Seiten 147 - 160
  14. Rechter Terror in Deutschland

    Seiten 161 - 174
  15. Der NSU als »Mikroholocaust«

    Seiten 175 - 188
  16. München

    Seiten 189 - 198
  17. Die mittleren Ebenen müssen fokussiert werden!

    Seiten 199 - 200
  18. Kämpfe um den rechten Terror von der Kölner Keup- zur Jenaer Johannisstraße

    Seiten 201 - 218
  19. Transversale Politik des Antirassismus und Antifaschismus?

    Seiten 219 - 232
  20. Is it okay to punch a Nazi?

    Seiten 233 - 252
  21. Expertise und Erinnerung

    Seiten 253 - 256
  22. Die mörderische Gewalt der »Generation Terror« und die Verdrängung ihrer Opfer aus dem kollektiven Gedächtnis

    Seiten 257 - 272
  23. Aber das haben wir nicht gesehen

    Seiten 273 - 290
  24. Queere Nostalgie

    Seiten 291 - 302
  25. Wahrheit, Erinnerung und Gerechtigkeit in Zeiten des kognitiven-kulturellen Kapitalismus

    Seiten 303 - 316
  26. Forensische Architektur, NSU-Monologe und andere Songs

    Seiten 317 - 330
  27. Institutioneller und struktureller Rassismus im Theater

    Seiten 331 - 344
  28. Die Lücke 2.0

    Seiten 345 - 346
  29. Deutschland ist Tatort

    Seiten 347 - 362
  30. Die Schwierigkeit, Rassismus zu erinnern

    Seiten 363 - 380
  31. Denkmäler gegen rechte Gewalt und Rassismus in Deutschland: 1922-2022

    Seiten 381 - 400
  32. Manifest(o)

    Seiten 401 - 404
  33. Kein Schlussstrich!?

    Seiten 405 - 424
  34. Autor*innenverzeichnis

    Seiten 425 - 432
Mehr
19,90 € *

7. Oktober 2021, 432 Seiten
ISBN: 978-3-8376-5863-7

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Onur Suzan Nobrega

Onur Suzan Nobrega, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Deutschland

Matthias Quent

Matthias Quent, Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft Jena, Deutschland

Jonas Zipf

Jonas Zipf, Jena, Deutschland

»Ein Augenöffner, der zeigt, wie weit der Weg zur Gerechtigkeit noch ist und der eine notwendige Debatte über den gesellschaftlichen Umgang mit rechtem Terror anstößt.«
https://blog.jena.de, 03.11.2921
O-Ton: »Forensische Architektur, NSU-Monologe und
andere Songs« – Jonas Zipf im Gespräch mit Fritz Burschel und Dietrich Kuhlbrodt bei nachtkritik.de am 27.10.2021.
Nachtkritik
Besprochen in:
https://www.jenakultur.de, 19.10.2021
https://www.labournet.de, 20.10.2021
https://helmut-loeven.de, 23.11.2021
Autor_in(nen)
Onur Suzan Nobrega / Matthias Quent / Jonas Zipf (Hg.)
Buchtitel
Rassismus. Macht. Vergessen. Von München über den NSU bis Hanau: Symbolische und materielle Kämpfe entlang rechten Terrors
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
432
Ausstattung
Klappbroschur, Dispersionsbindung, 11 SW-Abbildungen
ISBN
978-3-8376-5863-7
DOI
10.14361/9783839458631
Warengruppe
1728
BIC-Code
JFSL JPFQ
BISAC-Code
SOC031000 POL042030 SOC041000
THEMA-Code
JBSL1 JPFQ
Erscheinungsdatum
7. Oktober 2021
Auflage
1
Themen
Gesellschaft, Zeitdiagnose, Rassismus, Soziale Ungleichheit, Zivilgesellschaft
Adressaten
Politikwissenschaft, Soziologie, Kulturwissenschaft, Geschichtswissenschaft, Theaterwissenschaft, Kunstgeschichte, Gender Studies sowie die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Rassismus, Rechtsextremismus, Rechtsterrorismus, Erinnerungskultur, Gedenkkultur, Nationalsozialistischer Untergrund (NSU), Hanau, Repräsentation, Gesellschaft, Soziale Ungleichheit, Politische Ideologien, Politikwissenschaft

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