Die Eigentumsfrage im 21. Jahrhundert

Ein rechtsphilosophischer Traktat über die Zukunft der Menschheit

Die Ökologie warnt vor der Erderwärmung, die Soziologie vor sozialer Ungleichheit: beides bedroht das Überleben der kommenden Generationen. Alexander von Pechmann behandelt aus rechtsphilosophischer Perspektive die Frage, welche künftigen Formen des Eigentums diesen globalen Herausforderungen gewachsen sind. Er kommt zu dem Ergebnis, dass weder das kapitalistische Privateigentumsrecht noch das nationale Souveränitätsprinzip in der Lage sind, die globalen Zukunftsprobleme zu lösen. Dies vermag, so die These, nur die Menschheit als Gesamteigentümer in der Rechtsgestalt »Vereinter Nationen«.

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1. Oktober 2021, 280 Seiten
ISBN: 978-3-8394-5872-3
Dateigröße: 1.74 MB

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Alexander von Pechmann

Alexander von Pechmann, Ludwig-Maximilians-Universität München, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Spätestens seit dem Fall der Mauer waren die Debatten ums Eigentum aus der Öffentlichkeit weitgehend verschwunden. Die Form des kapitalistischen Privateigentums erschien weltweit als alternativlos. Seit einigen Jahren jedoch hat sich die Debatte um alternative Eigentumsformen wiederbelebt. Mir schien es daher an der Zeit zu sein, der Eigentumsfrage, gerade in Hinblick auf die Zukunft, mal wieder gründlich nachzugehen.

2. Welche Bedeutung kommt dem Thema in aktuellen gesellschaftlichen Debatten zu?

Hält man sich die aktuellen Kontroversen um die Beseitigung der Wohnungsnot in den Großstädten, aber auch um die Rolle der Pharmakonzerne bei der Corona-Epidemie vor Augen, so münden sie meist in dem Hinweis, dass die Eigentumsfrage gestellt werden muss. Aber das war's dann auch. Ich meine, dass darüber hinaus die Eigentumsfrage und damit die Frage nach dem Verfügungsrecht über den gesellschaftlichen Reichtum von grundlegender Bedeutung ist für die Lösung der globalen Zukunftsprobleme. Der bedrohliche Klimawandel wie die wachsende Schere zwischen Arm und Reich provozieren geradezu die Suche nach einer alternativen Eigentumsordnung.

3. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

In meinem Buch entwickle ich Perspektiven auf eine künftige globale Eigentumsordnung, die den privat- wie völkerrechtlichen Rahmen abgibt, um die Jahrhundertprobleme der Menschheit lösen zu können. An die Stelle des exklusiven Verfügungsrechts einzelner über die Güter und der nationalen Souveränität konkurrierender Staaten muss, so die These, ein von den vereinten Nationen gesetztes und anerkanntes globales Recht treten. Nur ein solches global geltendes Recht ermöglicht die erfolgreiche Bearbeitung unserer Zukunftsprobleme.

4. Welche besonderen Aspekte kann die wissenschaftliche Betrachtung in die öffentliche Diskussion einbringen?

Von einer rechtsphilosophischen Analyse des Eigentumsbegriffs und einer systematischen Erörterung alternativer Eigentumsordungen, wie ich sie im Buch vorgenommen habe, erwarte und erhoffe ich mir mehr Klarheit und begriffliche Stringenz in den politischen Debatten um die Eigentumsfrage.

5. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Am liebsten würde ich das Buch mit Leuten diskutieren, die an den langfristigen, strategischen Fragen einer transkapitalistischen Politik arbeiten und interessiert sind.

6. Ihr Buch in einem Satz:

Die Eigentumsfrage muss gestellt und diskutiert werden!

Autor_in(nen)
Alexander von Pechmann
Buchtitel
Die Eigentumsfrage im 21. Jahrhundert Ein rechtsphilosophischer Traktat über die Zukunft der Menschheit
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
280
ISBN
978-3-8394-5872-3
DOI
10.14361/9783839458723
Warengruppe
1733
BIC-Code
JPA HPS
BISAC-Code
POL010000 PHI019000 SOC041000
THEMA-Code
JPA QDTS
Erscheinungsdatum
1. Oktober 2021
Themen
Zeitdiagnose, Wirtschaft, Recht, Natur, Soziale Ungleichheit, Politik
Adressaten
Philosophie, Soziologie, Ökonomie, Rechtswissenschaft, Politikwissenschaft, Politische Bildung sowie die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Privates Eigentum, Gemeineigentum, Globale Krise, Nationale Souveränität, Vereinte Nationen, Klimawandel, Soziale Ungleichheit, Politische Theorie, Politik, Recht, Wirtschaft, Politische Philosophie, Politikwissenschaft

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