Aufführungsrituale der Musik

Zur Konstituierung kultureller Vielfalt am Beispiel Österreich

Die Unterscheidung von E-Musik und U-Musik hat ausgedient. Als neuen Ansatz präsentieren Magdalena Fürnkranz und Harald Huber ein Stilfeldermodell und führen es am Beispiel der österreichischen Musiklandschaft der Gegenwart aus. In Form von qualitativen Fallstudien und vergleichenden Analysen erkunden sie Differenzen und Diffusionen zwischen den Stilfeldern »Klassik/zeitgenössische Musik«, »Jazz/improvisierte Musik«, »Volksmusik/World Music«, »Dance/HipHop/Elektronik«, »Rock- und Popmusik« sowie »Schlager/volkstümliche Musik«. Der kultursoziologische Ansatz von Pierre Bourdieu erfährt hier eine transformierte Konkretisierung und dient der Neubestimmung musikalisch-kultureller Diversität und Hybridität.

49,00 € *

6. Oktober 2021, 378 Seiten
ISBN: 978-3-8376-5884-2

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Magdalena Fürnkranz

Magdalena Fürnkranz, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Österreich

Harald Huber

Harald Huber, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Österreich

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Das Buch transformiert die Bourdieu³sche Feldtheorie und die theatrale Figurenanalyse in den Kontext des Systems der Musik und wendet die innovative Methode der ›Vergleichenden Stilfelder-Analyse‹ auf österreichisches Material der Jahre 2010-2015 an. Damit bekommt die Frage nach der Beschreibung kultureller Diversität eine neue Grundlage.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Zusammenspiel von musik- und performanceanalytischen, filmwissenschaftlichen und kultursoziologischen Betrachtungsweisen eröffnet einen neuartigen Ansatz der Analyse musikalischer Vielfalt. Es ersetzt die aus dem 19. Jhdt. stammende Kategorisierung der Musik als entweder ›ernst‹ oder ›unterhaltend‹ durch ein Kontinuum zwischen elitärem und populärem Pol mit breiter Mitte.

3.Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Performativitätsforschung findet sich vor allem in theater- und filmwissenschaftlichen Diskursen, das Buch eröffnet dieses Thema für die Musik. Aspekte der Performance kommen in Musikanalysen in der Regel zu kurz, hier werden sie ins Zentrum gestellt. Der kulturwissenschaftliche Diskurs bekommt empirisches Material zu den aktuellen Themen Hybridität und Kunst als ›Third Space‹.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Philip Auslander, Simon Frith, Martin Traxl (ORF), UNESCO, Wolfgang Welsch, Erika Fischer-Lichte, mit den KünstlerInnen unserer Stichprobe, mit Clara-Franziska Petry, Nikolaus Urbanek, Ralf von Appen, Stephan Moebius, Silja Fischer (IMC), Sabine Reiter (mica), Yasmin Hafedh, Homi Bhabha, Patricia Rose u.v.a.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Durch die gesamtgesellschaftliche Darstellung von Aufführungsritualen der Musik (von Klassik bis Schlager) werden Widerstandspotenziale dieser Kunstform sichtbar.

O-Ton: »Den Interessen der Musikschaffenden im epidemiolischen Hammer und Tanz-Wirrwar Gehör verschaffen« – Harald Huber im Interview bei Mica am 22.03.2021.
music austria
Buchtitel
Aufführungsrituale der Musik Zur Konstituierung kultureller Vielfalt am Beispiel Österreich
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
378
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung, 3 SW-Abbildungen, 90 Farbabbildungen
ISBN
978-3-8376-5884-2
Warengruppe
1591
BIC-Code
AVA AVGP JFCA
BISAC-Code
MUS020000 SOC022000
THEMA-Code
AVA AVLP JBCC1
Erscheinungsdatum
6. Oktober 2021
Auflage
1
Themen
Kultur, Popkultur, Musik
Adressaten
Soziologie, Musikwissenschaft, Popularmusikforschung, Popular Music Studies, Gender Studies, Kulturwissenschaft, Performance Studies, Theaterwissenschaft, Filmwissenschaft, Medienwissenschaft
Schlagworte
Musik, Diversität, Hybridität, Ritual, Kulturelle Vielfalt, Stilfelder-Theorie, Österreich, Konzert, Musikvideo, Pierre Bourdieu, Kultur, Popkultur, Musikwissenschaft, Popmusik, Kulturtheorie

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