Aufführungsrituale der Musik

Zur Konstituierung kultureller Vielfalt am Beispiel Österreich

Die Unterscheidung von E-Musik und U-Musik hat ausgedient. Als neuen Ansatz präsentieren Magdalena Fürnkranz und Harald Huber ein Stilfeldermodell und führen es am Beispiel der österreichischen Musiklandschaft der Gegenwart aus. In Form von qualitativen Fallstudien und vergleichenden Analysen erkunden sie Differenzen und Diffusionen zwischen den Stilfeldern »Klassik/zeitgenössische Musik«, »Jazz/improvisierte Musik«, »Volksmusik/World Music«, »Dance/HipHop/Elektronik«, »Rock- und Popmusik« sowie »Schlager/volkstümliche Musik«. Der kultursoziologische Ansatz von Pierre Bourdieu erfährt hier eine transformierte Konkretisierung und dient der Neubestimmung musikalisch-kultureller Diversität und Hybridität.

Kapitel-Übersicht

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 6
  3. Vorwort

    Seiten 7 - 8
  4. 1 Wissenschaftstheoretische Grundlagen

    1.1 Cultural Turn

    Seiten 9 - 12
  5. 1.2 Der Begriff der Performativität

    Seiten 12 - 18
  6. 1.3 Die Uhr der Figur

    Seiten 18 - 25
  7. 1.4 Stilfeldertheorie

    Seiten 26 - 38
  8. 1.5 Transkulturalität

    Seiten 38 - 40
  9. 2 Vorstudien: Analyse einer selektierten Bildergalerie, eines Musikvideoclips und eines Crossover Konzerts

    2.1 Analyse einer Bildergalerie zur Vielfalt der Musik

    Seiten 41 - 63
  10. 2.2 Videoanalyse Wiener Blond: "Kaana Waas Warum" mit Schwerpunkt auf Gestik

    Seiten 63 - 66
  11. 2.3 Begleitende Studie zum Projekt "The Cube – Das Crossover Orchester der mdw"

    Seiten 67 - 72
  12. 3 Vergleichende Stilfelder-Analyse von Aufführungsritualen

    Einleitung

    Seiten 73 - 75
  13. 3.1 Erstellung einer Stichprobe

    Seiten 76 - 81
  14. 3.2 Untersuchte Dimensionen und Parameter

    Seiten 82 - 84
  15. 4 Die Vielfalt der Musik in Österreich: Zwölf Beispiele österreichischer Musik der Jahre 2010–2015

    Einleitung

    Seite 85
  16. 1A) Wanda: "Bologna"

    Seiten 86 - 103
  17. 1B) Fijuka: "Ca Ca Caravan"

    Seiten 104 - 124
  18. 2A) Electric Indigo: "DJ @ Taico '15"

    Seiten 125 - 133
  19. 2B) Nazar: "Zwischen Zeit Und Raum"

    Seiten 134 - 151
  20. 3A) Die Seer: "Heut Heiratʼ Die Liebe Meines Lebens"

    Seiten 152 - 168
  21. 3B) Andreas Gabalier: "I Sing A Liad Für Di"

    Seiten 169 - 185
  22. 4A) Christian Muthspiel 4 featuring Steve Swallow: "Tears Of Laughter"

    Seiten 186 - 197
  23. 4B) Fatima Spar & The Freedom Fries: "Trust"

    Seiten 198 - 213
  24. 5A) Alma: "Admonter Echojodler"

    Seiten 214 - 226
  25. 5B) 5/8erl in Ehr'n: "Alaba, How Do You Do?"

    Seiten 227 - 245
  26. 6A) Bernhard Gander: "wegda"

    Seiten 246 - 261
  27. 6B) BartolomeyBittmann: "Centipede"

    Seiten 262 - 274
  28. 5 Ergebnisse der vergleichenden Stilfelder-Analyse

    Einleitung

    Seiten 275 - 276
  29. 5.1 Sechs Stilfelder der Musik: Figurenanalyse der Stichprobe

    Seiten 276 - 282
  30. 5.2 Zusammenfassende Interpretationen

    Seiten 282 - 310
  31. 6 Das Konzertexperiment "Clash Concerty"

    Einleitung

    Seiten 311 - 312
  32. 6.1 Ensemble Faktor X: Liederzyklus " Aspekte der Liebe"

    Seiten 313 - 323
  33. 6.2 Buttersaitn Electric Band: Spaß und Party mit "wegda!"

    Seiten 323 - 335
  34. 6.3 Kammeroper: " Windmills"

    Seiten 335 - 342
  35. 7 Conclusio

    Einleitung

    Seiten 343 - 345
  36. 7.1 Gender: Konstitution von Geschlechtsidentitäten

    Seiten 345 - 346
  37. 7.2 Ungleichheit: Konstitution von Statusidentitäten

    Seiten 346 - 347
  38. 7.3 Dramaturgie: Konstitution von Ritualen

    Seiten 347 - 349
  39. 7.4 Interpretation: Thesen

    Seiten 349 - 351
  40. 7.5 Skizze einer Theorie der Musikperformance

    Seiten 351 - 353
  41. 7.6 Methodische Bemerkung

    Seite 353
  42. 7.7 Ausblick

    Seite 354
  43. 8 Quellenverzeichnis

    Seiten 355 - 368
  44. 9 Anhang

    Seiten 369 - 378
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49,00 € *

6. Oktober 2021, 378 Seiten
ISBN: 978-3-8376-5884-2

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Magdalena Fürnkranz

Magdalena Fürnkranz, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Österreich

Harald Huber

Harald Huber, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Österreich

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Das Buch transformiert die Bourdieu³sche Feldtheorie und die theatrale Figurenanalyse in den Kontext des Systems der Musik und wendet die innovative Methode der ›Vergleichenden Stilfelder-Analyse‹ auf österreichisches Material der Jahre 2010-2015 an. Damit bekommt die Frage nach der Beschreibung kultureller Diversität eine neue Grundlage.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Zusammenspiel von musik- und performanceanalytischen, filmwissenschaftlichen und kultursoziologischen Betrachtungsweisen eröffnet einen neuartigen Ansatz der Analyse musikalischer Vielfalt. Es ersetzt die aus dem 19. Jhdt. stammende Kategorisierung der Musik als entweder ›ernst‹ oder ›unterhaltend‹ durch ein Kontinuum zwischen elitärem und populärem Pol mit breiter Mitte.

3.Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Performativitätsforschung findet sich vor allem in theater- und filmwissenschaftlichen Diskursen, das Buch eröffnet dieses Thema für die Musik. Aspekte der Performance kommen in Musikanalysen in der Regel zu kurz, hier werden sie ins Zentrum gestellt. Der kulturwissenschaftliche Diskurs bekommt empirisches Material zu den aktuellen Themen Hybridität und Kunst als ›Third Space‹.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Philip Auslander, Simon Frith, Martin Traxl (ORF), UNESCO, Wolfgang Welsch, Erika Fischer-Lichte, mit den KünstlerInnen unserer Stichprobe, mit Clara-Franziska Petry, Nikolaus Urbanek, Ralf von Appen, Stephan Moebius, Silja Fischer (IMC), Sabine Reiter (mica), Yasmin Hafedh, Homi Bhabha, Patricia Rose u.v.a.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Durch die gesamtgesellschaftliche Darstellung von Aufführungsritualen der Musik (von Klassik bis Schlager) werden Widerstandspotenziale dieser Kunstform sichtbar.

O-Ton: »Den Interessen der Musikschaffenden im epidemiolischen Hammer und Tanz-Wirrwar Gehör verschaffen« – Harald Huber im Interview bei Mica am 22.03.2021.
music austria
Buchtitel
Aufführungsrituale der Musik Zur Konstituierung kultureller Vielfalt am Beispiel Österreich
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
378
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung, 3 SW-Abbildungen, 90 Farbabbildungen
ISBN
978-3-8376-5884-2
DOI
10.14361/9783839458846
Warengruppe
1591
BIC-Code
AVA AVGP JFCA
BISAC-Code
MUS020000 SOC022000
THEMA-Code
AVA AVLP JBCC1
Erscheinungsdatum
6. Oktober 2021
Auflage
1
Themen
Kultur, Popkultur, Musik
Adressaten
Soziologie, Musikwissenschaft, Popularmusikforschung, Popular Music Studies, Gender Studies, Kulturwissenschaft, Performance Studies, Theaterwissenschaft, Filmwissenschaft, Medienwissenschaft
Schlagworte
Musik, Diversität, Hybridität, Ritual, Kulturelle Vielfalt, Stilfelder-Theorie, Österreich, Konzert, Musikvideo, Pierre Bourdieu, Kultur, Popkultur, Musikwissenschaft, Popmusik, Kulturtheorie

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