Kompromisslose Räume

Zu Rassismus, Identität und Nation

Rassismus und Raum bedingen sich gegenseitig. (Neo-)Rassismus bedient sich raumtheoretischer Konzeptionen, um sich selbst zu konstituieren und zu legitimieren. Carolin Mehnert greift diese bisher kaum beachtete Korrelation auf, um ein relationales und reziprokes Raumverständnis als anti-rassistische Denk-, Sprech- und Handlungsweise gegen eine absolutistische Containerraum-Vorstellung produktiv zu machen. Wieso braucht Rassismus, um an sein konsequentes Ende zu gelangen, nicht nur ein biologistisch-naturalisierendes Moment, sondern gleichermaßen eine Verortung in einem absoluten und eindeutig geographisch zu fassenden Raum?

Kapitel-Übersicht

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 8
  3. 1. Einleitung

    1.1 Die Absolutheit der Geburt – eine Einleitung

    Seiten 9 - 16
  4. 1.2 Ausblick auf die weitere Diskussion

    Seiten 16 - 19
  5. 1.3 Rassismus – eine begriffserklärende Einleitung

    Seiten 19 - 34
  6. 2. Raumtheorie I

    2.1 Die Notwendigkeit des ›Raumes‹

    Seiten 35 - 38
  7. 2.2 Soziologischer Raum: Containerraum und In-Bewegung-Setzen von Raum

    Seiten 38 - 43
  8. 2.3 Relationales Raumverständnis und Rassismus

    Seiten 43 - 48
  9. 3. Ein Blick zurück – Rasselehren des 19. und 20. Jahrhunderts

    3.1 Warum zurückblicken?

    Seiten 49 - 52
  10. 3.2 Mobilität und Sesshaftigkeit

    Seiten 53 - 63
  11. 3.3 Züchtung und Reinheit

    Seiten 63 - 70
  12. 3.4 Exkurs: Entzug der eigenen Verortung – Antisemitismus in den Rasselehren

    Seiten 71 - 75
  13. 3.5 Blut und Boden

    Seiten 75 - 83
  14. 3.6 Raum in den Rasselehren

    Seiten 83 - 86
  15. 4. Raumtheorie II

    4.1 Gegen-Räume

    Seiten 87 - 91
  16. 4.2 Raum und die Erschütterung der Eindeutigkeit

    Seiten 92 - 96
  17. 4.3 Körperraum und Reinheit

    Seiten 96 - 101
  18. 4.4 Machtverhältnisse

    Seiten 101 - 104
  19. 5. Exkurs: Raum und Politik

    Vorwort

    Seiten 105 - 118
  20. 6. Raumtheorie III

    6.1 Gegen-reaktionäre Räume

    Seiten 119 - 124
  21. 6.2 Institutionalisierungen und rassistische Exklusivität

    Seiten 124 - 128
  22. 6.3 Forschungslücke Rassismus

    Seiten 128 - 135
  23. 6.4 Ein raumtheoretisches Fazit

    Seiten 136 - 138
  24. 7. Rassismus und Raum im 21. Jahrhundert

    7.1 Wir sind nie ein Raum gewesen

    Seiten 139 - 142
  25. 7.2 Raumparadigmatischer Neo-Rassismus

    Seiten 142 - 191
  26. 7.3 Räumliche Manifestationen von Rassismus

    Seiten 191 - 237
  27. 7.4 Rassistische Ausschließlichkeit des Raumes

    Seiten 237 - 274
  28. 8. Schluss – Ein Plädoyer für Dynamisierung

    Vorwort

    Seiten 275 - 278
  29. 9. Bibliographie

    Seite 279
  30. Vorwort

    Seiten 279 - 298
Mehr
44,99 € *

1. Oktober 2021, 298 Seiten
ISBN: 978-3-8394-5895-2
Dateigröße: 2.3 MB

als Sofortdownload verfügbar

* = Preise inkl. Mehrwertsteuer.

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Carolin Mehnert

Carolin Mehnert, Diversity Management, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Rassismus prägt unseren Alltag und unsere Realität stärker, als es uns meist bewusst ist. Dabei ist eine Betrachtung soziologischer Räume notwendig, um neue Perspektiven und antirassistisches Potenzial zu erschließen. Bisher fehlt in den gängigen Rassismusanalysen ein solcher Blick auf die Bedeutung von Räumen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Eröffnet wird die Möglichkeit, Rassismus und Raum zusammenzudenken. Raum wird als inhärenter Bestandteil der rassistischen Argumentationsstruktur vom 19. bis ins 21. Jahrhundert aufgeschlüsselt. Dabei werden Perspektiven diskutiert – z.B. im Kontext der Nation oder von Identität –, wie raumtheoretische Konzeptionen antirassistisches Potenzial entfalten können.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Bisher ist eine raumtheoretische Diskussion rassistischer Strukturen und Argumentationslinien kaum bis gar nicht geschehen. Dieses Buch schließt diese Lücke und bietet Anknüpfungspunkte für weitere Diskussionen, die über eine Betrachtung von Containerräumen und reziproken Raumkonzepten hinausgehen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Stuart Hall als entscheidender Impulsgeber zur kritischen Rassismustheorie und Martina Löw als die zentrale, im Text selbst diskutierte Stimme zu einer reziproken Auffassung von Räumen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Rassismus und Raum bedingen sich gegenseitig – diese Erkenntnis kann neues Wissen und neue antirassistische Räume eröffnen.

Autor_in(nen)
Carolin Mehnert
Buchtitel
Kompromisslose Räume Zu Rassismus, Identität und Nation
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
298
ISBN
978-3-8394-5895-2
DOI
10.14361/9783839458952
Warengruppe
1728
BIC-Code
JFSL JHB RGC
BISAC-Code
SOC031000 SOC026000 SOC015000
THEMA-Code
JBSL1 JHB RGC
Erscheinungsdatum
1. Oktober 2021
Themen
Kultur, Rassismus, Soziale Ungleichheit, Raum
Adressaten
Literaturwissenschaft, Soziologie, Kulturwissenschaft, Philosophie, Politikwissenschaft
Schlagworte
Rassismus, Identität, Nation, Raum, Kultur, Sozialgeographie, Soziale Ungleichheit, Kulturwissenschaft

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