Kinästhetische Interferenzen

Körpertechnik und Tanznotation im Entwurfsprozess architektonischer Räume

In einer künstlerisch basierten Studie zwischen architektonischer Entwurfspraxis und Tanzwissenschaft untersucht Dominik Mohs die Wechselwirkungen von Raumgestaltung und kinästhetischer Wahrnehmung. Rudolph von Labans choreographisches Denken überführt er dafür in eine experimentelle Versuchsanordnung, in der er Raumbildungsprozesse und Antriebe von Bewegungsimprovisationen mit Methoden der Tanzwissenschaften und Motion Capturing analysiert. Tänzerische Bewegung, verstanden als Einfühlung in den Raum und Ausdrucksgeschehen leiblich zentrierter Wahrnehmung, wird damit zur Grundlage, um den von August Schmarsow eingeführten architektonischen Raumbegriff zu hinterfragen.

35,00 € *

28. September 2021, 358 Seiten
ISBN: 978-3-8376-5926-9

Sofort versandfertig,
Lieferzeit 3-5 Werktage innerhalb Deutschlands

* = Preise inkl. Mehrwertsteuer. Deutschsprachige Bücher = gebundener Ladenpreis, fremdsprachige Bücher = unverbindliche Preisempfehlung. Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschlands, für Ausnahmen siehe Details.

Weiterempfehlen

Dominik Mohs

Dominik Mohs, RWTH Aachen, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Das Thema der Bewegungsempfindung (Kinästhesie) als einer Kernkompetenz für die Selbstwahrnehmung beim Entwerfen von Architektur ist im Zusammenhang mit der zunehmenden totalen Technologisierung sozialer Räume besonders wichtig.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Interdisziplinäre Ansätze der Forschung sind besonders wichtig, aber immer noch zu selten, und so gut wie nicht institutionalisiert. Die Kombination der Methoden von Architektur und Tanz eröffnet eine Perspektive der künstlerischen Bildung von Architekten und des experimentellen Entwerfens ausgehend von den raumbildenden Potenzialen tänzerischer Bewegung und den bewegungserzeugenden Potenzialen von architektonischer Raumgestaltung.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die transdisziplinäre Betrachtung von Tanz und Architektur ist eher selten, könnte sich aber vor allem im Zusammenhang mit Architektur und Medientheorie als bedeutsam erweisen. Hier steht der Umgang mit Medien auf Grundlage eines achtsamen Umgangs mit dem Körper und Wahrnehmung in einigen Ansätzen im Vordergrund.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Ich würde das Buch gerne in einem möglichst breiten und interdisziplinären Feld diskutieren. Eine künstlerische Zusammenarbeit mit Sasha Waltz oder Olafur Eliasson würde mir Freude bereiten.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Künstlerische Forschung als Quelle für grundlegende Erkenntnisse zum Verhältnis Mensch und lebendiger architektonischer Raum.

Autor_in(nen)
Dominik Mohs
Buchtitel
Kinästhetische Interferenzen Körpertechnik und Tanznotation im Entwurfsprozess architektonischer Räume
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
358
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung, 65 SW-Abbildungen, 10 Farbabbildungen
ISBN
978-3-8376-5926-9
DOI
10.14361/9783839459263
Warengruppe
1584
BIC-Code
AM ABA
BISAC-Code
ARC010000 ART009000
THEMA-Code
AM ABA
Erscheinungsdatum
28. September 2021
Auflage
1
Themen
Raum, Kunst, Architektur
Adressaten
Performance Studies, Architekturtheorie, Tanzwissenschaft, Medienwissenschaft, Kulturwissenschaft sowie Architekt*innen, Tänzer*innen, Künstler*innen und Kunstpädagog*innen
Schlagworte
Kinästhetische Wahrnehmung, Körpertechnik, Architektur, Entwurfspraxis, Raum, Tanznotation, Virtual Reality, Motion Capturing, August Schmarsow, Rudolph Von Laban, Kunst, Kunsttheorie

Unsere Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen bereitzustellen.

Datenschutzerklärung