Museen des Imaginären

Zeigen. Erscheinen lassen. Literarisieren.

Wenn wir ein Museum betreten, erwarten wir, dass die präsentierten Exponate und Informationen »wahr«, »echt«, »auratisch« oder zumindest »authentisch« sind. Was aber passiert, wenn diese Prinzipien der Authentizität unterlaufen werden und die Fiktion Einzug ins Museum erhält?

Anna Quednau untersucht Museen an der Schnittstelle zur Literatur und literarische Texte, die Strategien des Ausstellens und Zeigens inkorporieren. Als innovative Hybridformen von Literatur und Ausstellung sind diese »Museen des Imaginären« Teil einer alternativen Museumslandschaft und ermöglichen metareflexive Zugänge zum Ausstellen, Zeigen und auch zum Erzählen.

48,00 € *

14. Dezember 2021, 340 Seiten
ISBN: 978-3-8376-5967-2

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Anna Quednau

Anna Quednau, Universität Duisburg-Essen, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

»Was ist das hier eigentlich?« Diese Frage stellen sich Besucher*innen häufig, wenn sie eines der im Buch behandelten Museen betreten oder die untersuchten Romane zu lesen beginnen. Museum oder Literatur? Katalog oder Roman? Wahrheit oder Lüge? Dieses Spiel mit produktiver Verunsicherung hat mich interessiert. Ich betrachte exemplarisch einige Vertreter einer alternativen Museumslandschaft, die sich an der Schnittstelle von Fiktion und Realität befinden: Museen des Imaginären.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Museen, die erzählen und erfinden. Literatur, die Dinge zeigt und ausstellt. Die Gegenstände, die ich untersuche, sind Hybridformen zwischen Ausstellung und narrativem Text. Museen werden zum Raum für Fiktionen, Literatur wird materiell, räumlich. Dieses Ausloten der Form und damit das metareflexive Wechselspiel in der Bedeutungskonstruktion von Texten, Dingen und Räumen ist relativ selten und wird im Buch erstmalig in dieser Art zusammengestellt, interpretiert und charakterisiert.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Meine Studie knüpft an das Interesse für materielle Kultur in den Literatur- und Kulturwissenschaften an, besonders an die Frage, wie mit Dingen erzählt werden kann. Vor allem aber verbindet sie Auseinandersetzungen zu Metareflexivität von Literatur mit denen von Kunst, hier allerdings mit der Besonderheit metareflexiver Museen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Spannend wäre es, dazu die unterschiedlichen Museumsmacher und Autor*innen an einen Tisch zu bringen, deren Projekte im Buch zwar nebeneinander stehen und betrachtet werden, die aber – soweit ich weiß – selbst noch nie im Austausch standen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Eine Studie über eine alternative Museumslandschaft zwischen Ausstellung und Literatur, Zeigen und Erzählen, Materialität und Imagination.

Autor_in(nen)
Anna Quednau
Buchtitel
Museen des Imaginären Zeigen. Erscheinen lassen. Literarisieren.
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
340
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung, 5 Farbabbildungen, 29 SW-Abbildungen
ISBN
978-3-8376-5967-2
DOI
10.14361/9783839459676
Warengruppe
1581
BIC-Code
GM DSB
BISAC-Code
ART059000 LIT000000 BUS100000
THEMA-Code
GLZ DSB
Erscheinungsdatum
14. Dezember 2021
Auflage
1
Themen
Museum, Kultur, Erinnerungskultur, Kunst, Kulturgeschichte, Literatur
Adressaten
Literaturwissenschaft, Museologie, Kunstwissenschaft
Schlagworte
Museum, Literatur, Dinge, Katalog, Erzählen, Metaebene, Authentizität, Imagination, Erinnerungskultur, Kultur, Kulturgeschichte, Museumswissenschaft, Allgemeine Literaturwissenschaft, Praktische Museumskunde, Literaturtheorie

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