Sexuelle Bildung ermöglichen

Sprachlosigkeit, Lust, Verletzbarkeit und Emanzipation als Herausforderungen pädagogischer Professionalisierung

Wie werden Lehrer*innen auf sexualpädagogische Herausforderungen in der Schule vorbereitet? Welcher Stellenwert kommt dabei Lustfreundlichkeit, sexueller Vielfalt, Gewaltprävention und Antidiskriminierung zu? In ihrer soziografischen Studie untersucht Marion Thuswald sexualpädagogische Aus- und Fortbildungsveranstaltungen von Pädagogischen Hochschulen, Fachstellen und Universitäten in Österreich. Anhand einer kritischen Analyse sexualpädagogischer Praktiken lotet sie Möglichkeitsräume emanzipatorisch orientierter sexueller Bildung aus und entwickelt dazu praxisnahe Vorschläge für Schulen und Lehrer*innenbildung.

Kapitel-Übersicht

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhaltsverzeichnis

    Seiten 5 - 10
  3. Einleitung

    Seiten 11 - 22
  4. TEIL I. Sexualpädagogik in der Pädagog*innenbildung beforschen: Gesellschaftliche, theoretische und methodische Rahmungen

    Einleitung

    Seite 24
  5. 1. Sexualität als pädagogisches Thema

    Seiten 25 - 56
  6. 2. Sexualpädagogische Professionalisierung

    Seiten 57 - 106
  7. 3. Ethnografie als Forschungsstrategie

    Seiten 107 - 138
  8. TEIL II. Theoretisierende Beschreibungen: Zu den didaktischen Praktiken sexualpädagogischer Aus- und Fortbildungen

    Einleitung

    Seiten 140 - 142
  9. 4. Sexualpädagogische Bildungsveranstaltungen eröffnen

    Seiten 143 - 176
  10. 5. Praxisorientierte Lernsettings gestalten

    Seiten 177 - 220
  11. 6. Professionelle Ansprüche und didaktische Spielräume ausloten

    Seiten 221 - 272
  12. TEIL III. Machtkritische Analysen: Zwischen Lustfreundlichkeit, Differenzreflexivität und Gewaltprävention vermitteln

    Einleitung

    Seiten 274 - 276
  13. 7. Zum Verständnis von Sexualität: Lebensenergie, Ausdruck von Liebe oder erotische Praxis?

    Seiten 277 - 312
  14. 8. Sexuelle Vielfalt thematisieren: Heteronormativität herausfordern?

    Seiten 313 - 352
  15. 9. Sexuelle Übergriffe zum Thema machen: (K)eine Sprache anbieten?

    Seiten 353 - 392
  16. 10. Möglichkeitsräume sexueller Bildung ausloten: Pädagogische Herausforderungen reflektieren

    Seiten 393 - 432
  17. AUSBLICK. Sexualpädagogische Fragen als Schlüsselproblem pädagogischer Professionalisierung

    Seiten 433 - 442
  18. Literatur- und Quellenverzeichnis

    Seiten 443 - 480
  19. Sachregister

    Seiten 481 - 492
  20. Personen- und Organisationenregister

    Seiten 493 - 498
  21. Danke

    Seiten 499 - 502
Mehr
54,00 € *

11. März 2022, 502 Seiten
ISBN: 978-3-8376-5977-1

Sofort versandfertig,
Lieferzeit 3-5 Werktage innerhalb Deutschlands

* = Preise inkl. Mehrwertsteuer. Deutschsprachige Bücher = gebundener Ladenpreis, fremdsprachige Bücher = unverbindliche Preisempfehlung. Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschlands, für Ausnahmen siehe Details.

Weiterempfehlen

Marion Thuswald

Marion Thuswald, Akademie der bildenden Künste Wien, Österreich

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Schulische Sexualpädagogik sowie die Prävention von sexualisierter Gewalt sind immer wieder Thema medialer und politischer Debatten. Gleichzeitig fehlt es an Forschungen zu Sexualpädagogik in Schule und Lehrer*innenbildung. Die Arbeit bietet Grundlagen für eine wissenschaftlich fundierten und differenzierte öffentliche Debatte und gibt Impuls zur Weiterentwicklung sexualpädagogischer Professionalisierung an Universitäten, Pädagogischen Hochschulen, Weiterbildungseinrichtungen und sexualpädagogischen Fachstellen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Arbeit untersucht das Feld der sexualpädagogischen Aus- und Fortbildung mithilfe teilnehmender Beobachtung und kann dadurch – anders als Interviewstudien – nicht nur die Sichtweise der Beteiligten erfassen, sondern die didaktischen und diskursiven Praktiken herausarbeiten. So zeigt die Studie etwa, dass Sexualfreundlichkeit als professioneller Konsens angesehen werden kann, während die Thematisierung von Geschlechternormen, sexueller Vielfalt und Gewaltprävention keine Selbstverständlichkeit ist.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Arbeit entwickelt eine macht- und differenzreflektierte Perspektive, die theoretisch und qualitativ-empirisch ausgearbeitet wird, und sowohl für das Feld der Sexualpädagogik als auch für Forschung und Entwicklung im Bereich pädagogischer Professionalisierung allgemein von großer Relevanz ist.

Sie zeigt, dass das Fehlen von macht- und differenzreflektierten Perspektiven pädagogische Handlungsmöglichkeiten verstellt und der Intention von Gewaltprävention zuwiderläuft.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Menschen, die in die Konzeption, Finanzierung und Durchführung sexualpädagogischer Aus- und Fortbildungen involviert sind sowie mit Lehrer*innen, Studierenden, Bildungspolitiker*innen und Sexualpädagog*innen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch zeigt, warum Sexualität als heikles pädagogisches Thema verstanden wird und wie sexualpädagogische Professionalisierung für Pädagog*innen gestaltet wird und werden kann.

Autor*in(nen)
Marion Thuswald
Buchtitel
Sexuelle Bildung ermöglichen Sprachlosigkeit, Lust, Verletzbarkeit und Emanzipation als Herausforderungen pädagogischer Professionalisierung
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
502
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung, 1 SW-Abbildung
ISBN
978-3-8376-5977-1
DOI
10.14361/9783839459775
Warengruppe
1729
BIC-Code
JNA JHBK5
BISAC-Code
SOC026000 EDU040000 EDU036000 SOC000000
THEMA-Code
JNA JHBK JBFW
Erscheinungsdatum
11. März 2022
Auflage
1
Themen
Geschlecht, Körper, Bildung
Adressaten
Sexualpädagogik, Bildungswissenschaft, Pädagogik, Lehrer*innenbildung, Gender und Queer Studies, Erziehungswissenschaft
Schlagworte
Sexualpädagogik, Professionalisierung, Sexuelle Bildung, Lehrer*innenbildung, Ethnografie, Sexualität, Geschlecht, Körper, Bildung, Bildungssoziologie, Bildungsforschung, Bildungstheorie, Pädagogik

Unsere Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen bereitzustellen.

Datenschutzerklärung