Dreizehn Beiträge zu 1968

Von künstlerischen Praktiken und vertrackten Utopien

In Zeiten des Neoliberalismus mit angedrohten »konservativen Revolutionen« und Faschismus-Renaissancen übt der politisch-ästhetische Werkzeugkasten der langen 1960er Jahre große Anziehungskraft aus. Die 13 Beiträger*innen des Bandes verhandeln künstlerische Praktiken und populäre Kulturen, die sich mit den Dynamiken um das Jahr 1968 auseinandersetzen. Zwei künstlerische Interventionen helfen dabei, eindeutige Zuschreibungen aufzuweichen. Der transnationale Überblick kontextualisiert entsprechende Verfahren, die häufig kollektiv angelegt sind, innerhalb gesellschaftlicher Revisionen von Denk-, Lebens- und Arbeitsformen. Neben Gemälden, Installationen und Massenmedien, etwa Plakate oder Filme, werden auch Revolutionsfetische wie Pflastersteine und Barrikaden sowie die mit ihnen verbundenen Utopien, Revolten und Wunschproduktionen behandelt.

32,00 € *

24. Februar 2022, 338 Seiten
ISBN: 978-3-8376-6002-9

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Petra Lange-Berndt

Petra Lange-Berndt, Universität Hamburg, Deutschland

Isabelle Lindermann

Isabelle Lindermann, Universität Hamburg, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

In der deutschsprachigen Kunstgeschichte finden sich nur punktuell Auseinandersetzungen mit 1968. Wir möchten an diese wichtigen Forschungen anknüpfen und linke Impulse des Faches betonen. Dies liegt uns insbesondere am Herzen, wenn die aktuelle politische Situation mit ihren angedrohten ›konservativen Revolutionen‹ betrachtet wird.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Wir multiplizieren die Sichtweisen auf das Thema und versammeln aktuelle, gegenwärtige Stimmen. Dabei werden künstlerische Strategien und populäre Kulturen innerhalb eines transnationalen Geflechts situiert; die Beiträge behandeln gleichermaßen Geschehnisse in Frankreich, Belgien oder den USA wie auch in China, Kuba, Argentinien oder Brasilien. Ein weiterer Fokus liegt auf Kollektiven und Kollektivität.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Künstlerisch-politische Praktiken, die um 1968 entwickelt wurden, sind auch heute hochaktuell. Die in diesem Buch versammelten Forschungen analysieren Massenmedien wie Poster, Fotos oder Filme, Gemälde, Zeichnungen, Aktionen und Aktivismus, Installationen, Ausstellungen, Musik, aber auch Revolutionsfetische wie Pflastersteine, Barrikaden sowie die mit ihnen verbundenen Utopien, Konflikte, Proteste, Revolten und Wunschproduktionen erstmals umfassend. Es ist dabei zentral, die Fixierung auf eine eindeutige Jahreszahl zu hinterfragen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit allen, die zur Vollversammlung kommen wollen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Ein innovativer Überblick über zeitgenössische Kunst, populäre Kulturen, Protestformen und ihre Beziehungsweisen innerhalb transnationaler Dynamiken um 1968.

Besprochen in:
www.lehrerbibliothek.de, 21.02.2022, Dieter Bach
Autor*in(nen)
Petra Lange-Berndt / Isabelle Lindermann (Hg.)
Buchtitel
Dreizehn Beiträge zu 1968 Von künstlerischen Praktiken und vertrackten Utopien
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
338
Ausstattung
kart., Klebebindung
ISBN
978-3-8376-6002-9
DOI
10.14361/9783839460023
Warengruppe
1582
BIC-Code
ACX AB
BISAC-Code
ART015110 ART037000 ART015000
THEMA-Code
AGA AB
Erscheinungsdatum
24. Februar 2022
Auflage
1
Themen
Bild, Kulturgeschichte, Kunst
Adressaten
Kunstgeschichte, Kunst- und Bildwissenschaft, Bildende Kunst, Medienwissenschaft, Filmwissenschaft, Kulturwissenschaft, Postcolonial Studies, Gender Studies
Schlagworte
1968, Kunst, Film, Medien, Protest, Politik, Kulturgeschichte, Bild, Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts, Politische Kunst, Kunstgeschichte, Kunstwissenschaft

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