Männer im Schwangerschaftskonflikt

Erfahrungen nach einem beunruhigenden pränatalen Befund

Die Kenntnis über eine Behinderung des Ungeborenen wird von betroffenen Eltern oft als schockierend erlebt. Neben der Schwangeren sind auch werdende Väter von einem Befund emotional betroffen. Entsprechende Aufmerksamkeit wird Männern in dieser Situation aber kaum zuteil. »Kann und möchte ich Vater eines behinderten Kindes sein? Welche Entscheidung wird meine Partnerin treffen? Was heißt es für uns als Paar, mit einem behinderten Kind zu leben?« – Im Spannungsverhältnis zwischen der eigenen Belastung und einer erlebten Verantwortung berichten Männer von ihren Erfahrungen, Konflikten und deren Bewältigung.

Kapitel-Übersicht

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 8
  3. Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

    Seiten 9 - 10
  4. Abkürzungsverzeichnis

    Seiten 11 - 12
  5. Einleitung

    Seiten 13 - 16
  6. 1. Schwangerschaft und pränataler Befund

    1.1 Gewandeltes Erleben von Schwangerschaft und Geburt

    Seiten 17 - 20
  7. 1.2 Pränataldiagnostische Verfahren

    Seiten 20 - 22
  8. 1.3 Konfrontation mit einem pränatalen Befund

    Seiten 22 - 28
  9. 2. Involvierte Vaterschaft – ein Problemaufriss

    2.1 Werdende erste Väter

    Seiten 29 - 35
  10. 2.2 Männer nach pränatalem Befund

    Seiten 35 - 43
  11. 2.3 Trauer verwaister Väter und Partnerschaft

    Seiten 44 - 49
  12. 2.4 Väter behinderter Kinder

    Seiten 49 - 54
  13. 3. Entwicklung von Forschungsinteresse und Forschungsfrage

    Seiten 55 - 56
  14. 4. Wissenschaftsverständnis und Methode

    4.1 Wissenschaftsverständnis und soziologisch-theoretische Voraussetzungen

    Seiten 57 - 67
  15. 4.2 Grounded Theory Methodologie

    Seiten 67 - 75
  16. 4.3 Das narrative Interview als Erhebungsverfahren

    Seiten 76 - 81
  17. 4.4 Forschungsethische Aspekte

    Seiten 81 - 86
  18. 4.5 Gütekriterien der qualitativen Studie

    Seiten 86 - 88
  19. 5. Ergebnisdarstellung

    5.1 Rekrutierung und Samplezusammensetzung

    Seiten 89 - 96
  20. 5.2 Entscheidungswege vor und nach pränatalem Befund

    5.2.1 Zeit vor Inanspruchnahme pränataler Diagnostik

    Seiten 96 - 111
  21. 5.2.2 Erleben und Reaktionen angesichts erster medizinischer Auffälligkeiten

    Seiten 111 - 121
  22. 5.2.3 Befundmitteilung oder Bestätigung der Diagnose

    Seiten 121 - 139
  23. 5.2.4 Entscheidungswege zum Schwangerschaftsausgang

    Seiten 139 - 174
  24. 5.2.5 Nach der getroffenen Entscheidung

    Seiten 174 - 252
  25. 5.3 Arbeitgeber, Kollegen & Arbeitsplatz: Bedeutung der Erwerbsarbeit

    Seiten 253 - 262
  26. 5.4 Individuelle Auseinandersetzung und Bewertungen der Erfahrung

    Seiten 262 - 274
  27. 6. Zusammenfassung und Diskussion

    6.1 Einschränkungen der Studie

    Seiten 275 - 278
  28. 6.2 Kernkategorien

    Seiten 278 - 284
  29. 6.3 Wissenschaftlicher Diskurs und Erkenntnisgewinn

    Seiten 284 - 296
  30. 6.4 Relevanz für die Praxis

    Seiten 296 - 300
  31. 6.5 Fazit und Ausblick

    Seiten 300 - 302
  32. 7. Danksagung

    Seiten 303 - 304
  33. 8. Literaturverzeichnis

    Seiten 305 - 318
  34. 9. Anhang

    Seiten 319 - 328
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45,00 € *

15. Oktober 2021, 328 Seiten
ISBN: 978-3-8376-6003-6

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Anika Wehling

Anika Wehling, Universität zu Köln, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Beim Thema Pränataldiagnostik prallen neben Grundsatzfragen auch Fragen von Geschlechterverhältnissen aufeinander. Mit meiner Studie gebe ich Einblicke in Lebensrealitäten, die wenig Beachtung finden, aber mitten in der Gesellschaft keineswegs ein Randphänomen darstellen. Es ist wichtig, Herausforderungen unserer Zeit in den Blick zu nehmen und immer wieder in all ihrer Komplexität anzuerkennen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Meine Studie ermöglicht einen neuen Blick auf Fragen, die infolge eines pränatalen Befundes relevant werden können. Im Kontext von Schwangerschaft und Geburt haben die werdenden Väter häufig eine diffuse Rolle inne, die viel weniger eindeutig ist als die der Schwangeren. Einblicke in Gedanken, Gefühle und Reaktionen der Männer werden auf sehr persönliche Weise gegeben.

3.Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Pränataldiagnostik ist immer wieder Thema in öffentlichen Diskursen und wird es auch künftig bleiben, da sie aus der Schwangerenvorsorge nicht mehr wegzudenken ist. Die Debatten um die Kassenzulassung für den nicht-invasiven Bluttest kann hier beispielhaft genannt werden. Die eigene Studie kann zeigen, dass unabhängig anlassbezogener Debatten auch noch viele Fragen im Hinblick auf die Begleitung Betroffener angegangen werden müssen. Wir als Gesellschaft tragen hierfür eine gemeinsame Verantwortung.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mir war immer wichtig, dass betroffene Männer sich in meinem Buch wiederfinden können. Daher wären Betroffene selbst oder Menschen aus Berufsgruppen, die Kontakt zu Betroffenen haben, meine primäre Zielgruppe. Davon abgesehen betrifft die Auseinandersetzung mit Fragen, die sich im Grundsatz mit dem Wert des Lebens von Menschen befassen, alle Menschen. Diskurse sollten daher in der Breite geführt werden, um ein Problembewusstsein und die notwendige Anerkennung für Betroffene aufrechtzuerhalten.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Erfahrungen mit einem pränatalen Befund werden aus der Perspektive betroffener Männer dargestellt und geben persönliche Einblicke in ihre Entscheidungs- und Verarbeitungswege.

Autor_in(nen)
Anika Wehling
Buchtitel
Männer im Schwangerschaftskonflikt Erfahrungen nach einem beunruhigenden pränatalen Befund
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
328
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung, 5 SW-Abbildungen
ISBN
978-3-8376-6003-6
DOI
10.14361/9783839460030
Warengruppe
1729
BIC-Code
JFFH MBS JFSJ
BISAC-Code
SOC057000 SOC032000 MED000000
THEMA-Code
JBFN MBS JBSF
Erscheinungsdatum
15. Oktober 2021
Auflage
1
Themen
Medizin, Geschlecht, Familie
Adressaten
Sozialwissenschaften, Rehabilitationswissenschaften, Gender Studies, Disability Studies, Medizin sowie Fachkräfte im Bereich psychosoziale Beratung und Schwangerschaftsberatung
Schlagworte
Pränataldiagnostik, Behinderung, Schwangerschaft, Kind, Schwangerschaftsabbruch, Männlichkeit, Schwangerschaftskonflikt, Väter, Geschlecht, Medizin, Familie, Gender Studies, Medizinsoziologie, Qualitative Sozialforschung, Kulturwissenschaft

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