Die Entstehung der Mediengesellschaft

100 Mediengeschichten aus dem 19. Jahrhundert

Im 19. Jahrhundert erfährt der Kommunikations- und Erfahrungshorizont eine enorme Erweiterung und verändert damit auch die Ansichten von Welt. Vorangetrieben wurde diese Entwicklung durch ein neues Verständnis von Wissenschaft. An die Stelle spekulativer Annahmen traten systematische Beobachtungen und präzise Datenerhebungen. Dabei wuchs den Medien die zentrale Rolle bei der Generierung und Vermittlung von Wissen in allen Bereichen der Gesellschaft zu. In hundert Mediengeschichten aus dem 19. Jahrhundert rekonstruiert Wolf-Rüdiger Wagner anhand zeitgenössischer Stimmen und Berichte den kulturellen und gesellschaftlichen Kontext, in dem die heutige Mediengesellschaft ihren Anfang nahm.

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14. Dezember 2021, 408 Seiten
ISBN: 978-3-8376-6022-7

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Wolf-Rüdiger Wagner

Wolf-Rüdiger Wagner, Medienpädagoge, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Die öffentliche Aufmerksamkeit konzentriert sich auf die Massen- und Unterhaltungsmedien sowie die neuen Formen computervermittelter Kommunikation. Die zentrale Rolle die Medien in allen Wissenschaftsfeldern für die Erkenntnisgewinnung und für die Gestaltung von Gesellschaft spielen, wird dabei so gut wie nie thematisiert. Wie der Blick in das 19. Jahrhundert zeigt, ist jedoch Medienentwicklung insgesamt aus dem wissenschaftlichen Interesse an Mess- und Registrierverfahren vorangetrieben worden.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

An die Stelle des Entwurfs einer Mediengeschichte tritt die Erzählung von Mediengeschichten, in denen es um Techniken zur Generierung, Dokumentierung, Bearbeitung und Kommunikation von Wissen, also um die Erweiterung von Wahrnehmungs- und Erfahrungsmöglichkeiten geht. Themen dieser Mediengeschichten sind nicht Apparate, sondern die Handlungen und Praktiken und der gesellschaftliche und soziale Kontext, in dem diese Techniken zu Medien und damit zu Werkzeugen der Weltaneignung werden.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

An den hundert Mediengeschichten zeigt sich exemplarisch, wie wichtig eine an der Medienwissenschaft orientierte Erweiterung des Medienbegriffs für die pädagogische Diskussion über Medienkompetenz ist. In der Wechselwirkung zwischen gesellschaftlichem Wandel und Medienentwicklung ergeben sich tiefgreifende Veränderungen in den Wahrnehmungsformen, Erfahrungs- und Kommunikationsmöglichkeiten, verändern sich Vorstellungen von Welt. Dies sind Medienthemen mit hoher Relevanz für die Allgemeinbildung.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Ausgehend von einem erweiterten Medienbegriff und der in den hundert Mediengeschichten verfolgten These, dass sich in den Medien und ihrer Entwicklung Programme zur Aneignung von ›Wirklichkeit‹ materialisieren, würde es mich reizen, mit Erziehungswissenschaftlern und Medienpädagogen über Medienbildung als integralem Teil der Allgemeinbildung zu diskutieren.

5 Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch bietet Einblicke in mediale und kulturelle Entwicklungen des 19. Jahrhunderts, mit denen die heutige Mediengesellschaft ihren Anfang nahm.

Autor_in(nen)
Wolf-Rüdiger Wagner
Buchtitel
Die Entstehung der Mediengesellschaft 100 Mediengeschichten aus dem 19. Jahrhundert
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
408
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung, 184 SW-Abbildungen
ISBN
978-3-8376-6022-7
DOI
10.14361/9783839460221
Warengruppe
1744
BIC-Code
JFD TBX PDX
BISAC-Code
SOC052000 HIS054000 TEC056000 SCI034000
THEMA-Code
JBCT TBX PDX
Erscheinungsdatum
14. Dezember 2021
Auflage
1
Themen
Kultur, Medien, Kulturgeschichte, Wissenschaft
Adressaten
Medienpädagogik, Medienwissenschaft, Wissenschaftsgeschichte
Schlagworte
19. Jahrhundert, Wissenschaftsgeschichte, Mediengeschichte, Medien, Grafische Methode, Kulturgeschichte, Wissenschaft, Technikgeschichte, Medienwissenschaft

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