Lyrische Gesellschaft

Die romantische Seite der Soziologie

Lyrik ist ein alltägliches Phänomen in der gegenwärtigen Gesellschaft, das von Abzählreimen und Balladen bis zu Versen an Hauswänden reicht. Daniel Grummt arbeitet anhand dieser Beobachtung gezielt mit lyrischen Texten im Kontext von soziologischen Fragestellungen. Ziel ist es, das methodische Instrumentarium der sozialwissenschaftlichen Praxis sinnvoll zu erweitern und zu ergänzen. Eingebettet sind diese Überlegungen vor allem in eine soziologische Forschungstradition, die ihren Ausgangspunkt bei den Ideen und Schriften der Romantiker*innen nimmt.

45,00 € *

27. November 2021, ca. 270 Seiten
ISBN: 978-3-8376-6027-2

Erscheint voraussichtlich bis zum 27. November 2021

* = Preise inkl. Mehrwertsteuer. Deutschsprachige Bücher = gebundener Ladenpreis, fremdsprachige Bücher = unverbindliche Preisempfehlung. Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschlands, für Ausnahmen siehe Details.

Weiterempfehlen

Daniel Grummt

Daniel Grummt, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Weil dem Lyrischen bzw. der Lyrik ganz allgemein kaum eine soziologische Aufmerksamkeit bislang zuteilgeworden ist. Was angesichts der Vielzahl an – auch im Buch erwähnten – lyrischen Phänomenen in der Gegenwartsgesellschaft, wie etwa Verse an Hauswänden, Poetry Slams oder eigens angelegten Lyrikwanderwegen, wirklich verwunderlich ist. Daher der Fokus auf Gedichte und der Vorschlag, mit diesen in der Soziologie, speziell im Kontext der qualitativen Sozialforschung, methodisch zu arbeiten.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Einerseits öffnet es den Blick, die Soziologie und ihre Fachtradition nicht nur von der Aufklärung aus zu betrachten und zu begreifen, sondern dies ebenso von den theoretischen Annahmen und Überlegungen der Romantikerinnen und Romantiker aus zu tun. Wodurch eben, wie es im Titel pointiert heißt, eine ›romantische Soziologie‹ entfaltet wird. Andererseits erfolgt durch die soziologische Hinwendung zur Lyrik zugleich aber auch eine Erweiterung des bestehenden sozialwissenschaftlichen Methodenkanons.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Werk schließt an verschiedene Forschungsstränge an, von denen lediglich zwei kurz benannt seien. Im Zentrum steht ganz klar die Literatursoziologie, weil lyrische Texte und Mitteilungen als eine Quelle für soziologische Analysen begriffen werden. Anschlussfähig zeigt sich das Arbeiten mit Gedichten jedoch auch im Hinblick auf eine Soziologie der Emotionen, weil Poeme sich besonders dafür eignen, Affekte, Gefühle sowie Stimmungen festzuhalten und nach außen zu vermitteln.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Fachintern wäre es recht spannend, das Buch mit Sina Farzin, Christine Magerski oder Stefan Selke zu diskutieren. Außerhalb des akademischen Feldes wäre zudem die Meinung von Durs Grünbein interessant - wie generell die Sicht von Lyrikerinnen und Lyrikern. Eingeladen ist aber prinzipiell jede und jeder – ganz im Sinne einer öffentlichen (Gesellschafts-)Wissenschaft –, sich mit seinen bzw. ihren Gedanken und Ideen an der Diskussion um die ›lyrische Gesellschaft‹ zu beteiligen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Nichts weniger als (hoffentlich) ein soziologisches sowie romantisch-poetisches Gesamtkunstwerk!

Autor_in(nen)
Daniel Grummt
Buchtitel
Lyrische Gesellschaft Die romantische Seite der Soziologie
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
ca. 270
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung, 5 SW-Abbildungen, 6 Farbabbildungen
ISBN
978-3-8376-6027-2
Warengruppe
1722
BIC-Code
JHBA PDX
BISAC-Code
SOC026000 HIS054000 SCI034000
THEMA-Code
JHBA PDX
Erscheinungsdatum
27. November 2021
Auflage
1
Themen
Gesellschaft
Adressaten
Soziologie, Sozialforschung, Literaturwissenschaft, Kulturwissenschaft
Schlagworte
Soziologie, Romantik, Qualitative Sozialforschung, Lyrik, Poesie, Gesellschaft, Soziologische Theorie, Wissenschaftsgeschichte

Unsere Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen bereitzustellen.

Datenschutzerklärung