Essays zur digitalen Transformation

Die digitale Transformation ist revolutionär: Sie unterbricht die traditionellen Ordnungen der modernen westlichen Gesellschaft und ändert sie auf sozialer, kultureller, wirtschaftlicher und politischer Ebene radikal. Es geht dabei um die Entstehung einer globalen Netzwerkgesellschaft und den Untergang der westlichen Industriegesellschaft samt ihren Weltbildern, ihrer Politik, ihrer Ethik und ihrem humanistischen Menschenbild. Andréa Belliger und David J. Krieger beschreiben und bewerten in kurzen Reflexionen und Gedankenexperimenten die Bedeutung des aktuellen Geschehens sowohl im Hinblick auf die Vergangenheit als auch auf die Zukunft.

Kapitel-Übersicht

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 8
  3. Einführung

    Seiten 9 - 10
  4. 1. Zurück zur Normalität?

    Seiten 11 - 14
  5. 2. Die drei Disruptionen

    Seiten 15 - 18
  6. 3. Das Eine und das Viele oder: Was die Soziologie von der Physik lernen kann

    Seiten 19 - 22
  7. 4. Warum Nachhaltigkeit kein Wert ist

    Seiten 23 - 26
  8. 5. Die moralische Maschine

    Seiten 27 - 32
  9. 6. Datafizierung oder: Warum wir lernen sollten, unsere Roboter zu lieben

    Seiten 33 - 38
  10. 7. Digitale Transformation des Gesundheitswesens: mehr als Apps auf Rezept

    Seiten 39 - 42
  11. 8. Tesla – ein philosophisches Problem

    Seiten 43 - 48
  12. 9. Daten – Informationen – Wissen

    Seiten 49 - 52
  13. 10. AI Now oder: AI, wie sie sein könnte

    Seiten 53 - 56
  14. 11. Smart oder: Was ich von meinem iPhone lernen kann

    Seiten 57 - 62
  15. 12. Network Publicy Governance und Cyber-Sicherheit

    Seiten 63 - 68
  16. 13. Digitale Transformation – eine Herausforderung für Führung

    Seiten 69 - 72
  17. 14. Fake News oder: Die Gamification der Politik

    Seiten 73 - 76
  18. 15. Gibt es so etwas wie »informationelle Privatheit«?

    Seiten 77 - 82
  19. 16. Der Wert von Privatheit oder: Big Brother, wir lieben dich

    Seiten 83 - 92
  20. 17. Personalisierte Werbung, Big Data und das informationelle Selbst

    Seiten 93 - 100
  21. 18. Visionäre Geschichte oder: Utopie ist überall

    Seiten 101 - 108
  22. 19. Information – wohlgeformt in Form

    Seiten 109 - 116
  23. 20. Digitale Transformation im Bildungswesen

    Seiten 117 - 124
  24. 21. Suchen nach Google oder: Was ist ein Filter?

    Seiten 125 - 128
  25. 22. Wenn Facebook eine Nation wäre

    Seiten 129 - 134
  26. 23. Architektur und der »Space of Flows«

    Seiten 135 - 138
  27. 24. Die Revolution der neuen Medien

    Seiten 139 - 142
  28. 25. Wo wollen Sie heute hin? Raum als Schnittstelle

    Seiten 143 - 146
  29. 26. Informationelle Privatheit: eine Angelegenheit der kontextuellen Integrität?

    Seiten 147 - 150
  30. 27. Der Akteur ist das Netzwerk

    Seiten 151 - 154
  31. 28. Die Soziosphäre

    Seiten 155 - 160
  32. 29. Privat und öffentlich oder: Das magische Händchen

    Seiten 161 - 166
  33. 30. Das soziale Betriebssystem

    Seiten 167 - 170
  34. 31. Net Locality: Der Raum spielt keine Rolle, aber der Ort

    Seiten 171 - 174
  35. 32. Vernetzte Öffentlichkeiten

    Seiten 175 - 178
  36. 33. Mixed Reality – gemischte Realität

    Seiten 179 - 182
  37. 34. Layer und Filter

    Seiten 183 - 190
  38. 35. Können Netzwerke tugendhaft sein?

    Seiten 191 - 196
  39. 36. Ich will mitreden! – Wie sich die Kommunikation zwischen Patienten und Medizinern verändert

    Seiten 197 - 202
  40. 37. Persönliche Informatik und Design

    Seiten 203 - 206
  41. 38. Bauen, Wohnen, Denken in der Netzwerkgesellschaft

    Seiten 207 - 210
  42. 39. Verrückte Liebe oder: Das moderne Dilemma

    Seiten 211 - 214
  43. 40. Zurück zur Schule

    Seiten 215 - 218
  44. 41. Alles zusammenhalten oder: Die Natur der Macht

    Seiten 219 - 222
  45. Quellen

    Seiten 223 - 226
  46. Literatur

    Seiten 227 - 232
Mehr
29,99 € *

5. November 2021, 232 Seiten
ISBN: 978-3-8394-6047-4
Dateigröße: 1.05 MB

als Sofortdownload verfügbar

* = Preise inkl. Mehrwertsteuer.

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Andréa Belliger

Andréa Belliger, Institut für Kommunikation & Führung, Schweiz

David J. Krieger

David J. Krieger, Institut für Kommunikation & Führung, Schweiz

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Nachdem in den letzten Jahren überall große Anstrengungen im Bereich der Digitalisierung unternommen wurden, rückt seit einiger Zeit das Thema der digitalen Transformation in den Vordergrund. Während Digitalisierung eigentlich nichts anderes ist als die Übersetzung irgendwelcher analoger Werte in Bits und Bytes, meint digitale Transformation – ein Begriff übrigens, den wir erst seit etwa 2014 kennen – einen kulturellen Veränderungsprozess, der weit über die Nutzung von digitalen Tools und Technologien hinausgeht. In diesem Buch geht um diesen weitreichenden und wenig verstandenen Transformationsprozess in unterschiedlichen Bereichen des sozialen und kulturellen Lebens. Da diese sehr umfassende Sicht bisher gefehlt hat, versuchen wir mit diesem Buch eine Lücke zu füllen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Kern digitaler Transformation ist Konnektivität und die zunehmende Organisation unserer Welt in Netzwerken. Die dominierende Organisationsform in allen Bereichen der Gesellschaft sind nicht mehr geschlossene, top-down gesteuerte Systeme mit klaren Rollen und Funktionen, sondern offene, agile, sich ständig im Wandel befindliche, selbstorganisierende Netzwerke. Digitale Transformation geht zudem mit einer Reihe neuer Werte und Normen, einer neuen Grundhaltung in Bezug auf Arbeit, Bildung, Gesundheit Freizeit, und politisches Engagement. Wir stellen diese neuen Werte und Erwartungen in den Fokus und beleuchten herkömmliche Annahmen aus einer neuen Perspektive.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

In der aktuellen Management- und Organisationtheorie werden die Voraussetzungen und Wirkungen der Ablösung traditioneller systemischer und hierarchischer Formen des Arbeitens und neuer Geschäftsmodelle erforscht. Die prekäre Lage unseres Gesundheitssystems in Bezug auf Kosten und Patientenzufriedenheit motivieren Forschungen über patientenzentriertere Formen der Gesundheitsversorgung. Das Gleiche geschieht momentan im Bildungsbereich. In all diesen Forschungsdebatten steht nicht mehr so sehr Effizienz im Zentrum, sondern Themen wie Kommunikation, Partizipation und Transparenz.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Meine Erfahrung ist, dass es sich lohnt mit allen darüber zu diskutieren, denn die digitale Transformation betrifft die ganze Gesellschaft, und zwar auf allen Ebenen. In unseren MBA-Lehrveranstaltungen haben wir Personen aus allen Berufen und allen Sektoren, nicht nur aus der Wirtschaft, sondern auch aus Verwaltung, Bildung, Gesundheit, Kunst etc. Eine globale Netzwerkgesellschaft löst gerade die alte Industriegesellschaft ab und damit sind alle gefordert, neue Wege zu gehen. Dies setzt gemeinsame Visionen und eine gehörige Portion Kreativität voraus. Wir würden mit kreativen, offenen und visionären Menschen gerne über die Ideen in unserem Buch sprechen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Die digitale Transformation ist unsere Gegenwart und Zukunft. Das Buch soll helfen, die damit verbundenen gesellschaftlichen Herausforderungen zu verstehen, um diese konstruktiv und partizipativ anzugehen.

Buchtitel
Essays zur digitalen Transformation
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
232
ISBN
978-3-8394-6047-4
DOI
10.14361/9783839460474
Warengruppe
1744
BIC-Code
JFD
BISAC-Code
SOC052000
THEMA-Code
JBCT1
Erscheinungsdatum
5. November 2021
Themen
Gesellschaft, Medien, Internet
Adressaten
Philosophie, Soziologie, Medienwissenschaft, Kulturwissenschaft, Politikwissenschaft
Schlagworte
Digitale Transformation, Digitale Ethik, Globale Netzwerk- Gesellschaft, Netzwerk-Organisationen, Datafizierung, Neue Medien, Posthumanismus, Privatheit, Digitale Gesundheit, Künstliche Intelligenz, Internet, Gesellschaft, Medien, Digitale Medien, Mediensoziologie, Medientheorie, Soziologie

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