Tattoos zeigen

Darstellungsformen von Tätowierungen in der kuratorischen Theorie und Praxis

Wie werden Tätowierungen sichtbar und wie stellt man so etwas Vergängliches wie die tätowierte Haut im Museum aus? Die Ausstellung Tattoo, die zwischen 2013 und 2015 im Gewerbemuseum Winterthur und im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg gezeigt wurde, wertschätzt eine wenig variantenreich gezeigte Kulturpraxis im Kontext von Kunst, Design und Kulturgeschichte. Zeitgenössische Kunstpositionen, Performances und Fotografien spielen dabei genauso eine tragende Rolle wie präparierte Hautstücke oder frühe Zeichnungen aus Forschungsberichten. Susanna Kumschick untersucht das gegenwärtige Phänomen der Tätowierungen und befragt deren Darstellbarkeit im Kontext der kuratorischen Theorie und Praxis. Gleichzeitig lotet sie die unterschätzten Qualitäten der interdisziplinären Themenausstellung für eine zeitgemässe Ausstellungspraxis aus.

29,00 € *

5. Oktober 2021, 172 Seiten
ISBN: 978-3-8376-6075-3

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Susanna Kumschick

Susanna Kumschick, Gewerbemuseum Winterthur, Schweiz

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Tätowierungen sollen als verbreitetes Gesellschaftsphänomen und einzigartige Kunstform vermehrt im Kontext von Kunst und Design untersucht und in Ausstellungen und Sammlungen einbezogen werden. Die Ausstellung ›Tattoo‹ leistete hierzu einen wichtigen Beitrag. Die Publikation vertieft die Frage nach der Darstellbarkeit von tätowierter Haut und stellt sich damit der Herausforderung, das Vergängliche auszustellen. Gleichzeitig wird das unentdeckte Potential von interdisziplinären Themenausstellungen mit Erkenntnissen aus der Ausstellungspraxis ausgelotet.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Zum ersten Mal werden Darstellungsformen von Tätowierungen in dieser Breite untersucht und im Kontext der interdisziplinären Themenausstellung reflektiert. Im Zentrum steht somit die Frage, wie Tätowierungen sichtbar werden, sei es am eigenen Körper, durch verschiedene Darstellungsformen oder im dreidimensionalen Ausstellungsraum. Ausgangslage ist dabei der reichhaltige Fundus beeindruckender Exponate der Ausstellung, der aus einer interdisziplinären Sammlung an Körpern, Aktivitäten, Objekten, Videos oder Live Performances an der Schnittstelle von Kunst, Design und Wissenschaft besteht.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Es gibt wenig Untersuchungen, die sich im Kontext von Kunst, Design und Ausstellungspraxis mit der zeitgenössischen Tätowierkultur auseinandersetzen. Sie basiert auf der Feldforschung in Sammlungen und der kuratorischen Forschung, unter der eine kulturelle Praxis verstanden wird, die das ›Ausstellungsmachen‹ als eigenständiges Verfahren der Generierung, Vermittlung und Reflexion von Erfahrung und Wissen entwickelt.

Die Erkenntnisse dieser Studie liefern eine Matrix für zeitgenössisches Kuratieren und können sowohl für wissenschaftliche als auch für künstlerische Ausstellungspraxis – auch im Bereich der Bildenden Kunst – einen wichtigen Beitrag liefern. Ebenso werden sie den aktuellen Diskurs über Ausstellungsvermittlung anregen, vor allem, wenn man transmedial Geschichten erzählt und die Inhalte ebenso vermittelt werden.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Expert*innen aus der aktuellen Ausstellungspraxis und-theorie. Mit Liebhaber*innen von Tätowierungen und Kenner*innen der Tätowiergeschichte, mit Spezialist*innen für interdisziplinäre Felder, die von der Ethnologie über die visuelle Anthropologie, von der Museums- über die Kulturgeschichte, von der Alltagskultur zur Kunstgeschichte bis zur Kunstpraxis und vom Design bis zur Medientheorie reicht.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Vergängliche ausstellen - Darstellungsformen von Tätowierungen und Best Practice von interdisziplinären Themenausstellungen im Kontext von Kunst, Design und Gesellschaft.

Autor_in(nen)
Susanna Kumschick
Buchtitel
Tattoos zeigen Darstellungsformen von Tätowierungen in der kuratorischen Theorie und Praxis
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
172
Ausstattung
kart., Klebebindung
ISBN
978-3-8376-6075-3
DOI
10.14361/9783839460757
Warengruppe
1581
BIC-Code
GM AB
BISAC-Code
ART059000 BUS100000 ART023000
THEMA-Code
GLZ AB
Erscheinungsdatum
5. Oktober 2021
Auflage
1
Themen
Kunst, Museum, Körper
Adressaten
Visuelle Anthropologie, Kulturwissenschaften, Kunstgeschichte, Mediengeschichte, Kuratorische Forschung, Visuelle Kultur, Museologie, Curatorial Studies, Tattoogeschichte, Popkultur
Schlagworte
Ausstellung, Kuratieren, Museum, Gesellschaft, Tätowierung, Tattoo, Kunst, Design, Körper, Museumswissenschaft, Praktische Museumskunde, Populäre Kunst

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