Spectatoriale Geschlechterkonstruktionen

Geschlechtsspezifische Wissens- und Welterzeugung in den französisch- und spanischsprachigen Moralischen Wochenschriften des 18. Jahrhunderts

Die auf den englischen Prototypen »The Spectator« (1711-1714) zurückgehenden Moralischen Wochenschriften sind ein beliebtes Zeitschriftenmedium des 18. Jahrhunderts, mit dem kulturelles Wissen ko-konstruiert, gespeichert und in ganz Europa verbreitet wurde. Yvonne Völkl erschließt das spectatoriale – d.h. das in den Periodika auftretende – Geschlechterwissen und erforscht Konstruktion, Verbreitung und Wandel der stereotypen Diskurse über Frauen und Männer in den französisch- und spanischsprachigen Wochenschriften. Wie sich zeigt, haben die geschlechtsspezifischen Diskurse der Aufklärung bis heute nichts an ihrer Aktualität und Wirkung verloren.

Kapitel-Übersicht

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 6
  2. Inhaltsverzeichnis

    Seiten 7 - 10
  3. Vorwort

    Seiten 11 - 12
  4. Abkürzungsverzeichnis

    Seiten 13 - 14
  5. Einleitung

    Seiten 15 - 32
  6. 1 Zum Forschungsgegenstand der Moralischen Wochenschriften

    1.1 FORSCHUNGSSTAND

    Seiten 33 - 39
  7. 1.2 ENTSTEHUNGS- UND VERBREITUNGSKONTEXT

    Seiten 39 - 47
  8. 1.3 DIE MORALISCHEN WOCHENSCHRIFTEN ALS EIGENSTÄNDIGE GATTUNG

    Seiten 47 - 52
  9. 1.4 SPECTATORIALE GATTUNGSMERKMALE

    Seiten 52 - 70
  10. 1.5 ZUSAMMENFASSUNG

    Seiten 70 - 72
  11. 2 Theoretischer Rahmen

    2.1 EINLEITENDE ÜBERLEGUNGEN ZUR WISSENS- UND WELTERZEUGUNG

    Seiten 73 - 76
  12. 2.2 NARRATIVE WISSENS- UND WELTERZEUGUNG

    Seiten 76 - 82
  13. 2.3 MEDIALE WISSENS- UND WELTERZEUGUNG

    Seiten 82 - 84
  14. 2.4 STEREOTYPE WISSENS- UND WELTERZEUGUNG

    Seiten 85 - 89
  15. 2.5 ZUSAMMENFASSUNG

    Seiten 89 - 90
  16. 3 Methodische Herangehensweisen

    3.1 KORPUSBESCHREIBUNG

    Seiten 91 - 100
  17. 3.2 METHODEN UND VORGEHEN

    Seiten 100 - 106
  18. 4 Geschlechtsspezifische Wissens- und Welterzeugung im 18. Jahrhundert

    4.1 VOM EIN-GESCHLECHT-MODELL

    Seiten 107 - 113
  19. 4.2 ZUM ZWEI-GESCHLECHTER-MODELL

    Seiten 113 - 124
  20. 4.3 ZUSAMMENFASSUNG

    Seiten 124 - 126
  21. 5 Geschlechterkonstruktionen in den Moralischen Wochenschriften

    5.1 DIE ENGLISCHSPRACHIGEN PROTOTYPEN

    Seiten 127 - 134
  22. 5.2 DIE FRANZÖSISCHSPRACHIGEN WOCHENSCHRIFTEN

    Seiten 135 - 226
  23. 5.3 DIE SPANISCHSPRACHIGEN WOCHENSCHRIFTEN

    Seiten 227 - 280
  24. 6 Schlusskapitel

    6.1 GESCHLECHTSSPEZIFISCHE WISSENSDISKURSE IN DEN WOCHENSCHRIFTEN

    Seiten 281 - 286
  25. 6.2 SPECTATORIALE GESCHLECHTERKONSTRUKTIONEN

    Seiten 286 - 304
  26. 6.3 DIACHRONE UND TRANSNATIONALE SPECTATORIALE GESCHLECHTERKONSTRUKTIONEN

    Seiten 304 - 311
  27. 6.4 AUSBLICK

    Seiten 311 - 314
  28. 7 Verzeichnisse

    7.1 PRIMÄRLITERATUR (MORALISCHE WOCHENSCHRIFTEN)

    Seiten 315 - 316
  29. 7.2 SEKUNDÄRLITERATUR

    Seiten 316 - 340
  30. 7.3 ABBILDUNGEN

    Seite 341
  31. 7.4 TABELLEN

    Seite 341
  32. 7.5 DIAGRAMME

    Seiten 341 - 342
  33. 8 Anhang

    8.1 ANHANG 1 – AUFLISTUNG DER 58 WOCHENSCHRIFTEN IM REPOSITORIUM

    Seiten 343 - 345
  34. 8.2 ANHANG 2 – QUANTITATIVE AUSWERTUNG

    Seiten 345 - 348
  35. 9 Namensregister

    Seiten 349 - 358
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45,00 € *

10. Februar 2022, 358 Seiten
ISBN: 978-3-8376-6103-3

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Yvonne Völkl

Yvonne Völkl, Universität Graz, Österreich

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Die Bedeutung der Moralischen Wochenschriften als beliebtes europäisches Zeitschriftenmedium für die Entfaltung und Verankerung eines binären, komplementären Geschlechtermodells in Europa wurde bis dato unterschätzt. Im Zusammenhang der historischen Gender Studies ging man bislang selten auf die Wochenschriften ein, um den Beitrag dieser journalistisch-literarischen Gattung zur Herausbildung und Vermittlung des Geschlechterwandels zu belegen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Moralischen Wochenschriften erweisen sich – parallel zu anderen literarischen Gattungen (wie dem Theater) und Pressegattungen (wie insbesondere den Almanachen, die zum Teil auf ein anderes Publikum zielen) – als ein wichtiges kulturelles Medium der sozialen Verhaltens- und Normenvermittlung sowie der Bildung im weitesten Sinn des Wortes. Die Arbeit verdeutlicht, welch wichtige Rolle die Wochenschriften für die Entstehung einer ›bürgerlichen Kultur‹ und die mit ihr verbundenen geschlechtsspezifischen Werte, Verhaltensnormen und Rollenbilder einnahmen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Arbeit bietet Erkenntnisse für Romanist*innen und Aufklärungsforscher*innen, die sich mit der transnationalen Entwicklung der Presse im 18. Jahrhundert in Europa beschäftigen und sich für den Wandel der Geschlechterverhältnisse interessieren. Sie bietet Anknüpfungspunkte für alle, die im Rahmen der Digital Humanities an der computerphilologischen Auswertung digitaler Textkorpora interessiert sind. Die Zeitschriften sind im Spectator-Repositorium (https://gams.uni-graz.at/mws) frei zugänglich.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit allen, die gerne Einblicke in die transnationale Aufklärungsforschung und/oder die historische Genderforschung gewinnen möchten.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Die Arbeit beschreibt das sich im 18. Jahrhundert verändernde Wissen über die Kategorie ›Geschlecht‹ am Beispiel der Moralischen Wochenschriften.

Autor*in(nen)
Yvonne Völkl
Buchtitel
Spectatoriale Geschlechterkonstruktionen Geschlechtsspezifische Wissens- und Welterzeugung in den französisch- und spanischsprachigen Moralischen Wochenschriften des 18. Jahrhunderts
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
358
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung, 9 Farbabbildungen
ISBN
978-3-8376-6103-3
DOI
10.14361/9783839461037
Warengruppe
1559
BIC-Code
HBTB JFSJ
BISAC-Code
HIS054000 SOC032000
THEMA-Code
NHTB JBSF
Erscheinungsdatum
10. Februar 2022
Auflage
1
Themen
Geschlecht, Kulturgeschichte, Literatur
Adressaten
Kulturwissenschaft, Literaturwissenschaft, Medienwissenschaft, Geschichtswissenschaft, Historische Geschlechterforschung, Gender Studies, Romanistik, Digital Humanities
Schlagworte
Spectators, Gender, Stereotyp, 18. Jahrhundert, Aufklärung, Frankreich, Spanien, Zeitschrift, Geschlecht, Körper, Diskurs, Kulturgeschichte, Literatur, Geschlechtergeschichte, Gender Studies, Romanistik

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