Nicht-ikonische Bilder

Herrschaftskritische Perspektiven auf zeitgenössische Bildkulturen

Selfies, Pornografie, Celebrity Culture und Paparazzi-Fotografie – täglich nutzen wir Bilder und laden sie mit Bedeutung auf. Der Begriff »Nicht-ikonische Bilder« widmet sich diesen alltäglichen Bildpraxen aus einer herrschaftskritischen Perspektive heraus: Welchen Normen unterwerfen wir uns, wenn wir unsere komplexen Emotionen mit eindimensionalen Selfies ausdrücken? Wie wird Begehren geformt in einer nur auf den voyeuristischen Blick ausgerichteten Pornografie? Wessen Verhalten wird verhandelt, wenn wir uns schadenfroh an Paparazzi-Fotos erfreuen? Alessa K. Paluch untersucht, was künstlerische Auseinandersetzungen mit jenen Bildkomplexen über unsere visuelle Kultur aussagen.

45,00 € *

22. Dezember 2021, 254 Seiten
ISBN: 978-3-8376-6106-4

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Alessa K. Paluch

Alessa K. Paluch, Universität Greifswald, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Zu wissen, wie Bilder wirken, ist ein Grundbaustein für unser demokratisches Zusammenleben. In der verstärkt visuell geprägten Gegenwartskultur ist es wichtig, die besonders starke Wirkung bestimmter Bilder, Bildarten und -komplexe zu benennen und deren Funktionsweise offenzulegen. Der Begriff ›Nicht-ikonische Bilder‹, den ich in diesem Buch entwickle und anwende, soll dabei helfen, über unseren alltäglichen Bildgebrauch zu sprechen und dessen soziale Implikationen herauszuarbeiten.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Aus einer dezidiert herrschaftskritischen Perspektive heraus lassen sich unsere alltäglichen Bildpraxen als subtile Nachwirkungen historischer Bildverehrungen lesen. Ganz im Sinne Foucaults werden hier uns lieb gewordene Bildpraxen weder affirmiert noch negiert, sondern problematisiert. Inwiefern Selfies, Pornografie oder Paparazzi-Fotos als Instrumente neoliberaler Gouvernementalität interpretiert werden können, kann man in diesem Buch nachlesen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

In der Bildwissenschaft stehen oft singuläre, außergewöhnliche Bilder und deren ikonische Wirkungsweise im Mittelpunkt. Diese Reflexion über bedeutende Bilder, die nicht ikonisch sind, stellt aber den kommunikativen Charakter unseres alltäglichen Bildgebrauchs in den Fokus. Dies geschieht anhand einiger Analysen künstlerischer Bildstrategien. So wird werkbasierte Kunstwissenschaft mit Grundlagenforschung in den Visual Culture Studies zusammengebracht.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Michel Foucault, zu dessen leider fragmentarisch gebliebenem Gouvernementalitätskonzept ich einige Fragen hätte. Genauso unmöglich, aber ähnlich gerne würde ich mit Beyoncé und ihrem Mann über deren ›Apeshit‹-Video sprechen. Ein Kapitel meines Buches ist der Rezeptionsgeschichte der Mona Lisa gewidmet. Zu gerne würde ich mich mit Beyoncé über deren clevere Inkorporation derselben austauschen – aber ich bekäme sicher kein Wort heraus und würde mir lediglich mein Buch signieren lassen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Mit Bedeutung aufgeladen – Nutzen und Schaden einer auf nicht-ikonische Bilder reduzierten visuellen Kommunikation.

Autor_in(nen)
Alessa K. Paluch
Buchtitel
Nicht-ikonische Bilder Herrschaftskritische Perspektiven auf zeitgenössische Bildkulturen
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
254
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung, 12 SW-Abbildungen, 4 Farbabbildungen
ISBN
978-3-8376-6106-4
DOI
10.14361/9783839461068
Warengruppe
1581
BIC-Code
ABA JFD AC HBTB
BISAC-Code
ART009000 SOC052000 ART015000 HIS054000
THEMA-Code
ABA JBCT AGA NHTB
Erscheinungsdatum
22. Dezember 2021
Auflage
1
Themen
Kultur, Kunst, Bild
Adressaten
Kunstwissenschaft, Kunstgeschichte, Theaterwissenschaft, Visual Culture Studies, Bildwissenschaft, Gender Studies, Filmwissenschaft, Kommunikationswissenschaft
Schlagworte
Visuelle Kultur, Gegenwartskunst, Herrschaftskritik, Bildtheorie, Alltagsbilder, Bildpraxis, Selfies, Pornografie, Celebrity Culture, Paparazzi, Fotografie, Bild, Kunst, Kultur, Bildwissenschaft, Kunstgeschichte, Kulturgeschichte, Kunsttheorie, Kunstwissenschaft

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