Unbehaglich Queer

Das ernste Spiel mit der Anerkennung

Was macht jemanden oder etwas queer? Welche Veränderungen hat Queerness angestoßen? Und gibt es queer überhaupt noch? Queere Kulturen sind lebendige Bestandteile von sich stetig transformierenden Gesellschaften des 21. Jahrhunderts. Kategorien wie Wohlstand, Erfolg und Amüsement, aber auch Sexualität und Schönheit haben innerhalb queerer Subkulturen eine starke Veränderung erfahren und gleichsam so manche Lebensrealität einer allgemeinen Öffentlichkeit beeinflusst. Martin J. Gössl arbeitet heraus, wie die Verstrickungen in heteronormative Systeme und kapitalistische Ordnungen einen queeren Standpunkt zunehmend in Bedrängnis bringen.

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25. November 2021, 154 Seiten
ISBN: 978-3-8376-6127-9

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Martin J. Gössl

Martin J. Gössl, FH Joanneum (Graz), Österreich

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Aktuell findet sich queeres Leben in virtuell-vernetzten und postmodernen Gesellschaften zwischen Entfaltung und Anpassung wieder; und das kann ganz schon unbehaglich sein. Genau diese Beobachtung macht es so spannend, theoretische Beiträge der Queer Studies mit einer aktuellen Zeit in Verbindung zu setzen. Wir leben in permanenten Ambivalenzen – persönlich und politisch –, wodurch alte Vorstellungen genauso richtig sind, wie neue soziale Innovationen notwendig. Das Buch versucht genau die beiden Ansätze zu verbinden.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Ob Wohlstand oder Erfolg, Amüsement oder Sexualität, Schönheit oder Kultur, die queer-kritische Perspektive offenbart subkulturelle Eigendynamiken als auch heteronormative Wandlungen. Das queere Unbehagen betrifft dabei jegliche Formen der Anerkennung, welche klar ersichtlich oder unscheinbar subkutan Einfluss auf das Leben nehmen. Nur eine differenzierte und Theorie-geleitete Analyse bietet da die Möglichkeit, Geschlecht und Sexualität im Aktuellen und Alltäglichen zu reflektieren.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Der Glaube an die revolutionäre Kraft beflügelt ebenso tiefgreifend einflussnehmend, wie die Notwendigkeit einer allgegenwärtige Kritik weitreichend hemmend wirkt: beide Standpunkte verwischen einen fundiert queer-theoretischen Zugang. Queere Ansätze ermöglichen einen Perspektivenwechsel und damit einen Dechiffrierung aktueller Machtstrukturen. Dies ist für viele wissenschaftliche Auseinandersetzungen – wie der Anthropologie, Sozialen Arbeit, Geschichte, etc. – essentiell.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

In der Tat sind es vor allem Repräsentantinnen und Repräsentanten formeller sowie informeller queer-kritischer Vereinigungen als auch heteronormativer Traditionsverbände, die eine Diskussion aus dem fachlichen und persönlichen Blickwinkel mit Spannung versetzen würden. Darüberhinaus sind es im besonderen Drag Queens und Kings, die mit ihrer künstlerischen Inszenierungen queere Interventionen (re-)produzieren; so wäre ein Gespräch mit Olivia Jones oder Sasha Velour sicherlich amüsant.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Die unbehagliche Perspektive auf den queeren Alltag des post-modernen, virtuell-vernetzten Menschen.

Autor_in(nen)
Martin J. Gössl
Buchtitel
Unbehaglich Queer Das ernste Spiel mit der Anerkennung
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
154
Ausstattung
kart., Klebebindung
ISBN
978-3-8376-6127-9
Warengruppe
1726
BIC-Code
JFSK JFSJ
BISAC-Code
SOC012000 SOC032000
THEMA-Code
JBSJ JBSF
Erscheinungsdatum
25. November 2021
Auflage
1
Themen
Gesellschaft, Geschlecht, Soziale Ungleichheit
Adressaten
Anthropologie, Angewandte Anthropologie, Soziale Arbeit, Kulturwissenschaft, Gender Studies, Queer Studies, Soziologie, Pädagogik, Politikwissenschaft, Journalismus sowie Praktiker*innen der Sozialen Arbeit
Schlagworte
Queer, Queerness, Gender Studies, LGBTIQ, Moderne Gesellschaften, Kultur, Subkultur, Lebensstil, Kapitalismus, Heteronormativität, Öffentlichkeit, Geschlecht, Gesellschaft, Soziale Ungleichheit, Queer Theory

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