Diffraktionsereignisse der Gegenwart

Feministische Medienkunst trifft Neuen Materialismus

Diffraktionsereignisse handeln im Kern von einem affektiv durchtränkten Zustande-Kommen eines komplexen, performativen Relationsmoments. Aus einer neo-materialistischen Perspektive spürt Alisa Kronberger dieses Phänomen in der feministischen Gegenwartskunst auf. Sie fragt erstmalig dezidiert nach der Aktualität der historischen Nähe zwischen Feminismus und Videokunst und bietet – an den Schnittstellen von Medien- und Kunstwissenschaft verortet – neue Einblicke in einen aktuellen Diskurs um einen Neuen Materialismus in der Medienkunst.

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1. April 2022, 346 Seiten
ISBN: 978-3-8376-6131-6

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Alisa Kronberger

Alisa Kronberger, Philipps-Universität Marburg, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Mein Buch möchte einen Beitrag zum aktuellen Diskursfeld zeitgenössischer Medienkunst leisten und aufzeigen, wie feministisch motivierte, ästhetisch-ethische Arbeiten zu den globalpolitisch dringend notwendigen Sensibilisierungen beitragen können.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Immer wieder wurde die historische Nähe zwischen Feminismus und Medienkunst betont. Die Frage, wie es aktuell um dieses spannende Verhältnis steht, blieb bisher offen. Geleitet von dieser Frage geht es mir weder um eine genealogische Geschichtsschreibung feministischer Medienkunst noch um eine ontologische Bestimmung derselben. Vielmehr verstehe ich dieselbe als Modalität, als eine künstlerische Praxis mit politisch motiviertem Inhalt, die Geschlechterverhältnisse, -rollen und -repräsentationen in Bezug auf Funktionsweisen von Medien und medialen Praktiken hinterfragt.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Dem Neuen Materialismus wird oftmals eine Innovationsgeste unterstellt. Mein Buch zeigt auf – indem es eine zeitdiagnostische Akzentuierung feministischer Theorie und künstlerischer Praxis durch die Ansätze des Neuen Materialismus bietet – inwiefern diese Ansätze nicht Neubeschreibungen, sondern vielmehr Verschiebungen bestehender Verhältnisse ermöglichen können. Es geht also in einem ganz wesentlichen Sinne nicht um Fortschritt und Innovation, sondern um ›respektvolle‹ Begegnungen und Neuversammlungen von Theorien.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Ich würde gerne mit Karen Barad, Donna Haraway und Gilles Deleuze über mein Buch sprechen. Sie haben mir das nötige Denkwerkzeug bereitgestellt, um mich durch das komplexe Dickicht unterschiedlichster Verstrickungen von Feminismus, Kunst und Medien und weit darüber hinaus zu navigieren.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Feministische Kunst und Theorie lehrt uns: »Stay, where the trouble is.« (Haraway)

Autor*in(nen)
Alisa Kronberger
Buchtitel
Diffraktionsereignisse der Gegenwart Feministische Medienkunst trifft Neuen Materialismus
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
346
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung, 20 Farbabbildungen, 3 SW-Abbildungen
ISBN
978-3-8376-6131-6
DOI
10.14361/9783839461310
Warengruppe
1583
BIC-Code
AFKV JFSJ JFD
BISAC-Code
ART057000 SOC032000 SOC052000 PER004030
THEMA-Code
AFKV JBSF JBCT
Erscheinungsdatum
1. April 2022
Auflage
1
Themen
Geschlecht, Medien, Kunst
Adressaten
Medienwissenschaft, Kunstwissenschaft, Bildwissenschaft, Gender Studies, Kulturwissenschaft, Philosophie
Schlagworte
Videokunst, Medienkunst, Feminismus, Neuer Materialismus, Diffraktion, Karen Barad, Medien, Kunst, Geschlecht, Gender Studies, Video, Medientheorie, Medienwissenschaft

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