New Yorker Intellektuelle

Eine politisch-kulturelle Geschichte von Aufstieg und Niedergang, 1930-2020

Im New York der 1930er Jahre formierte sich eine Gruppe Intellektueller um die politisch orientierte Literaturzeitschrift Partisan Review. Dieser seit den späten 1960er Jahren mit dem Begriff »New Yorker Intellektuelle« bezeichnete Zirkel spaltete sich in den 1940er und 1950er Jahren aufgrund kultureller und politischer Entwicklungen zunehmend auf und gründete konkurrierende Zeitschriften wie Politics, Commentary, Dissent und The New York Review of Books. Jörg Auberg zeichnet diese von Umbrüchen und Veränderungen geprägte Geschichte in seiner Kollektivbiografie von 1930 bis 2020 nach.

39,00 € *

27. Juni 2022, ca. 396 Seiten
ISBN: 978-3-8376-6142-2

Erscheint voraussichtlich bis zum 27. Juni 2022

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Jörg Auberg

Jörg Auberg, freier Autor, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Die Geschichte der New Yorker Intellektuellen ist in Deutschland wenig beleuchtet worden. In erster Linie sind Studien und Biografien über einzelne Repräsentanten wie Daniel Bell, Saul Bellow oder Susan Sontag erhältlich. Eine Gesamtdarstellung der politischen und kulturellen Entwicklungen von den 1930er Jahren bis zur unmittelbaren Gegenwart liegt bislang (auch auf Englisch) nicht vor.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch hinterfragt die klassische These vom ›Verrat‹ der New Yorker Intellektuellen, wie er sich im Narrativ des Transits vom trotzkistisch geprägten Marxismus in ihrer Anfangsphase zum Neokonservatismus in ihren späteren Jahren ausdrückte. In ihrer emphatischen, wenn auch diffusen Verkörperung der intellektuellen Rolle in der Gesellschaft bewahrten sie den widerständigen Geist gegen das akademische Getriebe.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Nicht um die ›Errettung‹ des Intellektuellen im Jahre 2022 geht es in dieser Geschichte, sondern um die intellektuelle Verantwortung in einer universalistischen Perspektive, die als Gegenpol zur Wahrung von Partikularinteressen fungiert. In seiner ›wahren‹ Funktion arbeitet der Intellektuelle auf die eigene Abschaffung hin, um – pathetisch gesprochen – die Menschen zu Intellektuellen der eigenen Existenz zu befähigen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Ich würde das Thema gern mit Autoren ähnlicher Studien wie Alan M. Wald, Harvey Teres, Hugh Wilford oder Neil Jumonville diskutieren, die andere Akzente in der historischen Betrachtung setzten und andere geschichtliche, politische oder kulturelle Perspektiven einnehmen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Auf verschlungenen Pfaden verwandelten sich die intellektuellen Untergrundlinge aus Brooklyn oder der Bronx in Loftmenschen in der Upper West Side, ehe sie für immer verschwanden.

Autor*in(nen)
Jörg Auberg
Buchtitel
New Yorker Intellektuelle Eine politisch-kulturelle Geschichte von Aufstieg und Niedergang, 1930-2020
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
ca. 396
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung
ISBN
978-3-8376-6142-2
Warengruppe
1558
BIC-Code
HBJK HBTB HBLW3
BISAC-Code
HIS036000 HIS054000 HIS037070
THEMA-Code
NHK NHTB
Erscheinungsdatum
27. Juni 2022
Auflage
1
Themen
Kultur, Kulturgeschichte, Amerika
Adressaten
Kulturwissenschaft, Literaturwissenschaft, Geschichtswissenschaft
Schlagworte
Intellektuelle, USA, New York, Marxismus, Kommunismus, Stalinismus, Trotzkismus, Anarchismus, Demokratischer Sozialismus, Modernismus, Proletarische Literatur, Antikommunismus, Neokonservatismus, Faschismus, Holocaust, Amerika, Kultur, Kulturgeschichte, Amerikanische Geschichte, Zeitgeschichte, Geschichte des 20. Jahrhunderts, Geschichtswissenschaft

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