Musikvermittlung lernen

Analysen und Empfehlungen zur Aus- und Weiterbildung von Musiker_innen

Musikvermittlung wurde in den letzten zweieinhalb Jahrzehnten zu einem wesentlichen Bestandteil des Berufsbildes von klassisch ausgebildeten Musiker_innen. Aus- und Weiterbildungsangebote zur Mitwirkung an Schulworkshops und Community-Projekten oder zur Planung neuer Konzertformate existieren bis dato jedoch nicht in entsprechendem Ausmaß. Axel Petri-Preis analysiert die individuellen Lernwege von Musiker_innen und zeigt, wie sie sich in überwiegend informellen Kontexten Wissen im Bereich der Musikvermittlung aneignen. Davon ausgehend formuliert er Empfehlungen, wie Hochschulen und Musikinstitutionen Musiker_innen auf diese Tätigkeit vorbereiten können.

Kapitel-Übersicht

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 10
  3. 1. Einleitung

    1.1 Erkenntnisinteresse und Ziel der Studie

    Seiten 11 - 14
  4. 1.2 Aufbau der Arbeit

    Seiten 15 - 16
  5. 1.3 Dank

    Seiten 16 - 18
  6. 2. Methodologische Grundlagen und methodisches Vorgehen

    2.1 Grundsätze qualitativer Forschung

    Seiten 19 - 22
  7. 2.2 Epistemologische Grundannahmen der Situational Analysis

    2.2.1 Dekonstruktive Analyse

    Seiten 22 - 24
  8. 2.2.2 Umgang mit Vorwissen

    Seiten 24 - 25
  9. 2.2.3 Abduktive Forschungslogik

    Seiten 25 - 27
  10. 2.2.4 Verkörperung und Situiertheit der Forschenden

    Seiten 27 - 29
  11. 2.2.5 Der Situationsbegriff als analytische Grundlage

    Seiten 29 - 30
  12. 2.3 Methodisches Vorgehen und Selbstreflexion

    2.3.1 Persönliche Situiertheit als Forscher

    Seiten 31 - 35
  13. 2.3.2 Datengewinnung

    Seiten 35 - 45
  14. 2.3.3 Datenauswertung

    Seiten 45 - 52
  15. 2.3.4 Die Verschriftlichung der Studie

    Seite 52
  16. 3. Theoretischer Referenzrahmen

    Einleitung

    Seiten 53 - 55
  17. 3.1 Situational Analysis

    3.1.1 Soziale Welten, Diskurse und nichtmenschliche Aktanten

    Seiten 55 - 58
  18. 3.1.2 Eigenschaften sozialer Welten

    Seiten 58 - 59
  19. 3.1.3 Dezentrierung des Subjektes

    Seiten 59 - 60
  20. 3.1.4 Sozialer Wandel

    Seiten 60 - 61
  21. 3.2 Site Ontology

    3.2.1 Überschneidungen und Unterschiede in den Praxistheorien

    Seiten 61 - 63
  22. 3.2.2 Schatzkis Konzeptualisierung von Praktiken

    Seiten 63 - 64
  23. 3.2.3 Bündel und Konstellationen

    Seiten 65 - 66
  24. 3.2.4 Menschen und Praktiken

    Seiten 66 - 68
  25. 3.2.5 Sozialer Wandel

    Seite 68
  26. 3.3 Überschneidungen zwischen Situational Analysis und Site Ontology

    3.3.1 Flache Ontologien

    Seiten 69 - 70
  27. 3.3.2 Bedeutung von Materialität

    Seite 70
  28. 3.3.3 Praktiken und kollektive Handlungen

    Seite 71
  29. 3.3.4 Soziale Welten und Konstellationen

    Seiten 71 - 74
  30. 3.3.5 Das Subjekt

    Seite 74
  31. 3.4 Lernen aus praxistheoretischer Perspektive

    3.4.1 Wissensformen

    Seiten 74 - 77
  32. 3.4.2 Identität und soziale Zugehörigkeit

    Seiten 77 - 79
  33. 3.5 Zusammenfassung und Ausblick auf die weiteren Kapitel

    Seiten 79 - 82
  34. 4. The Big Picture

    4.1 Musikvermittlung: eine Definition

    Seiten 83 - 85
  35. 4.2 Anmerkungen zur Bedeutung und Verwendung des Begriffs Musikvermittlung

    Seiten 85 - 87
  36. 4.3 Theoretische Perspektiven auf Musikvermittlung

    4.3.1 Musikvermittlung aus der Perspektive der Cultural Studies

    Seite 88
  37. 4.3.2 Musikvermittlung aus der Perspektive der Feldtheorie

    Seite 89
  38. 4.3.3 Musikvermittlung aus der Perspektive der Systemtheorie

    Seiten 90 - 92
  39. 4.3.4 Zusammenfassung

    Seite 92
  40. 4.4 Die soziale Welt der Musikvermittlung

    4.4.1 Historische Bezugspunkte der SW Musikvermittlung

    Seiten 92 - 98
  41. 4.4.2 »Urknall« und Evolution der SW Musikvermittlung

    Seiten 99 - 108
  42. 4.4.3 Akteur_innen der SW Musikvermittlung

    Seiten 108 - 112
  43. 4.4.4 Die zentrale Aktivität der SW Musikvermittlung und ihre Orte

    Seiten 112 - 118
  44. 4.4.5 Ziele von Akteur_innen der SW Musikvermittlung

    Seiten 118 - 140
  45. 4.4.6 Formale Organisationen mit Bezug zur SW Musikvermittlung

    Seiten 140 - 146
  46. 4.4.7 Angrenzende soziale Welten und Arenen

    Seiten 146 - 163
  47. 4.4.8 Zusammenfassung

    Seiten 163 - 164
  48. 5. Die Lernwege der Musiker_innen

    5.1 Anita: »Das Bild ist jetzt vollständig geworden für mich.«

    Seiten 165 - 167
  49. 5.2 Bernhard: »Das ist ganz normal durch mein Engagement im Orchester passiert.«

    Seiten 167 - 168
  50. 5.3 Carsten: »Klassik aufs platte Land bringen.«

    Seiten 168 - 169
  51. 5.4 Dora: »Der Drang eben, etwas über den Tellerrand zu schauen.«

    Seiten 169 - 170
  52. 5.5 Emilia: »Dann bin ich einfach mal ins Büro vom Chefdirigenten damals, und hab' ihm ein fertiges Konzept hingelegt.«

    Seiten 170 - 172
  53. 5.6 Fiona: »Ich kann diesem Standard nicht gerecht werden.«

    Seiten 172 - 173
  54. 5.7 Gabriel: »Für mich ist ein Musiker jemand, der Musik lebt und liebt und das teilt mit anderen Menschen.«

    Seiten 173 - 174
  55. 5.8 Hermann: »Ich hab' gesagt, ich will so viel Geld haben wie der Dirigent, geht das?«

    Seiten 174 - 176
  56. 5.9 Ilia: »Ich habe da zwei Seelen in meiner Brust.«

    Seiten 176 - 177
  57. 5.10 Jasmin: »Man entkommt dem fast gar nicht mehr und das find' ich eigentlich sehr gut.«

    Seiten 177 - 178
  58. 5.11 Klara: »Also, ganz wichtig waren für mich immer meine Chefinnen.«

    Seiten 178 - 180
  59. 5.12 Leo: »Ich hatte immer Lust, als Mensch auf der Bühne zu stehen.«

    Seiten 180 - 182
  60. 6. Die Bedeutung des Studiums

    6.1 Konstruktion eines individuellen Curriculums

    Seiten 183 - 188
  61. 6.2 Die schwierige Balance zwischen Studium und extracurricularen Tätigkeiten

    Seiten 188 - 190
  62. 6.3 Hauptfachlehrer_innen als zentrale Bezugspersonen

    Seiten 190 - 191
  63. 6.4 Das Studium der Musikvermittlung als formale Nachqualifizierung

    Seiten 191 - 192
  64. 6.5 Das Instrumentalpädagogik-Studium als Ort diskursiven Schweigens

    Seiten 192 - 193
  65. 6.6 Zusammenfassung

    Seiten 193 - 194
  66. 7. Lernen außerhalb formaler Bildungsangebote

    Einleitung

    Seiten 195 - 198
  67. 7.1 Frühe Erlebnisse in der Kindheit

    Seiten 198 - 200
  68. 7.2 Ensembles als Versuchslabore

    Seiten 200 - 206
  69. 7.3 Andere Orchester als Vorbild: Lernen am Modell

    Seiten 206 - 209
  70. 7.4 Die Teilnahme an bestehenden Praktiken als legitime periphere Partizipation

    Seiten 209 - 222
  71. 7.5 »Der relativ normalere herkömmliche Unterricht« als Differenzkonstruktion

    Seiten 223 - 226
  72. 7.6 Intendant und Chefdirigent als Gatekeeper

    Seiten 226 - 229
  73. 7.7 Bezugspersonen und Vorbilder als significant others in Lernprozessen

    Seiten 230 - 233
  74. 7.8 Zusammenfassung

    Seiten 233 - 234
  75. 8. Einschneidende Momente

    8.1 Frühe musikalische Erlebnisse als peak music experiences

    Seiten 235 - 239
  76. 8.2 Grenzziehung als Identitätsstabilisierung

    Seiten 239 - 240
  77. 8.3 Identitätstransformation als coming together of things

    Seiten 240 - 243
  78. 8.4 Bedrohte Identitäten und der Umgang mit Krisen

    Seiten 243 - 247
  79. 8.5 Zusammenfassung

    Seiten 247 - 248
  80. 9. Zentrale Forschungsergebnisse und Handlungsempfehlungen

    9.1 Ziele der Musiker_innen

    Seiten 249 - 251
  81. 9.2 Förderliche und hemmende Faktoren

    Seiten 252 - 253
  82. 9.3 Die Lernwege der Musiker_innen

    Seiten 254 - 255
  83. 9.4 Handlungsempfehlungen

    9.4.1 Hochschulen

    Seiten 256 - 259
  84. 9.4.2 Musikbetriebe

    Seiten 259 - 264
  85. Literaturverzeichnis

    Seiten 265 - 288
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2. Mai 2022, 288 Seiten
ISBN: 978-3-8394-6167-9
Dateigröße: 2.86 MB

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Axel Petri-Preis

Axel Petri-Preis, mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Österreich

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Musikvermittlung wurde in den vergangenen Jahren zu einem wesentlichen Bestandteil der professionellen Tätigkeit von Musiker*innen. Hochschulen und Musikinstitutionen haben bis dato in der Aus- und Weiterbildung jedoch nur zum Teil auf diese neuen beruflichen Anforderung reagiert, sodass lediglich vereinzelt formale Bildungsangebote existieren. Mit meinem Buch verbinde ich daher erstens das Ziel, zu rekonstruieren, wie Musiker*innen sich das nötige Wissen für eine Tätigkeit in der Musikvermittlung aneignen. Davon abgeleitet formuliere ich zweitens Empfehlungen für die Aus- und Weiterbildung von Musiker*innen in Hochschulen und Musikinstitutionen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

In meinem Buch analysiere ich ausgehend von Interviews mit Musiker*innen, wie diese sich Wissen und Können für eine Tätigkeit in der Musikvermittlung aneigneten. Auf der Basis eines weiten, praxistheoretisch fundierten Lernbegriffs zeige ich, dass sich ihre Lernprozesse vor allem in informellen Kontexten ereigneten und arbeite förderliche und hindernde Faktoren heraus.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Buch ist Teil einer wachsenden Zahl von Publikationen über Musiker*innen und deren Ausbildung an Hochschulen. Der spezifische Blick der Studie auf Wissen und Können im Bereich der Musikvermittlung bringt einen neuen Aspekt in den akademischen Diskurs, der auf Grund der aktuellen beruflichen Anforderungen an Musiker*innen hohe Relevanz besitzt.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Ich würde mein Buch gerne mit jenen diskutieren, die an Musikhochschulen für die Lehre im Bereich vor allem der Instrumentalstudien verantwortlich sind, mit Leiter*innen von Musikinstitutionen und natürlich mit angehenden oder bereits aktiven Musiker*innen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch bietet eine theoretisch fundierte Analyse der Lernwege von Musiker*innen im Hinblick auf Musikvermittlung, sowie davon abgeleitet Empfehlungen für deren Aus- und Weiterbildung.

Autor*in(nen)
Axel Petri-Preis
Buchtitel
Musikvermittlung lernen Analysen und Empfehlungen zur Aus- und Weiterbildung von Musiker_innen
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
288
Ausstattung
3 SW-Abbildungen, 1 Farbabbildung
ISBN
978-3-8394-6167-9
DOI
10.14361/9783839461679
Warengruppe
1591
BIC-Code
AVA JNA JHBC
BISAC-Code
MUS020000 EDU036000 SOC019000
THEMA-Code
AVA JNA JHBC
Erscheinungsdatum
2. Mai 2022
Themen
Kultur, Bildung, Musik
Adressaten
Musikvermittlung, Musikpädagogik, Musiksoziologie
Schlagworte
Musikvermittlung, Klassische Musik, Aus- und Weiterbildung, Hochschulbildung, Praxistheorie, Situationsanalyse, Musik, Bildung, Kultur, Musikwissenschaft, Bildungsforschung, Qualitative Sozialforschung, Kunstpädagogik

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