Intersektionalität in feministischer Praxis

Differenzkonzepte und ihre Umsetzung in feministischen Gruppen

Wie wird in feministischen Kontexten die Frage von Differenzen zwischen Frauen* aktuell verhandelt? Aufbauend auf der Entstehungsgeschichte von Intersektionalität u.a. im Black und Chicana Feminism und der Kritik an einem ausgrenzenden Feminismus geht Eliane Kurz dieser Frage nach. Anhand der Analyse von neun Gruppendiskussionen mit feministischen Gruppen und Frauen*rechtsgruppen fokussiert sie die vielfältigen Anschlüsse und Herausforderungen bei der Umsetzung intersektionaler Ansätze in die Praxis. Damit vollzieht sie eine Rückkopplung feministischer Theorie und Praxis im Kontext von Intersektionalität und liefert wichtige Impulse für feministisch Interessierte in und außerhalb der Wissenschaft.

39,00 € *

9. Mai 2022, 332 Seiten
ISBN: 978-3-8376-6218-4

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Eliane Kurz

Eliane Kurz, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Das Buch ist letztlich Ausdruck meiner eigenen Suchbewegungen nach inklusiven feministischen Praxen. Denn eine theoretische Anerkennung der Differenzen zwischen Frauen* ist leichter, als diese in die Praxis umzusetzen. Es ist ein Thema was mich wissenschaftlich und aktivistisch schon lange begleitet, und ich hatte ein großes Interesse daran intensiv zu betrachten, wie feministische und frauen*rechtliche Kontexte aktuell mit dem Thema umgehen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch hebt die Komplexitäten und Widersprüchlichkeiten bei der Umsetzung von verschiedenen Differenzkonzepten hervor. Zum Beispiel, wie das Einschreiben in ein Kollektiv Frauen* mit Ausschlüssen einhergehen, gleichzeitig aber auch einer Marginalisierung aktiv entgegentreten kann. Oder wie Empowerment von Frauen* je nach sozialer Positionierung unterschiedliche Bedeutungen annehmen kann und zur Folge hat, dass bestimmte Begrifflichkeiten für einige Frauen* empowernd und für andere das Gegenteil darstellen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Es ist einer der wenigen deutschsprachigen wissenschaftlichen Untersuchungen, wie aktuell Differenzen zwischen Frauen* in feministischen Kontexten gefasst werden und wie diese Verständnisse in die Praxis umgesetzt werden. In der Analyse dieses Verhältnisses werden theoretische Konzepte hinsichtlich ihrer Anschlüsse und Herausforderungen in der Praxis besprochen und es wird die Vielfältigkeit von Differenzkonzepten auch jenseits von Intersektionalität mit ihren jeweiligen Stärken und Ausschlüssen aufgezeigt.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit bell hooks, wenn das noch möglich wäre. Ihre Arbeiten begleiten, inspirieren und fordern mich seit Jahren heraus. Sie hatte ein unglaubliches Talent komplexe Themen sehr lebensnah zu besprechen, ohne dass dabei die Komplexität und die Widersprüchlichkeiten verloren gingen. Sie war eine Person, die in meiner persönlichen und wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Feminismen und Intersektionalität sehr prägend für mich war und ist.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch fokussiert das Spannungsfeld zwischen feministischen Theorien und Praxen im Kontext von Intersektionalität.

Autor*in(nen)
Eliane Kurz
Buchtitel
Intersektionalität in feministischer Praxis Differenzkonzepte und ihre Umsetzung in feministischen Gruppen
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
332
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung
ISBN
978-3-8376-6218-4
DOI
10.14361/9783839462188
Warengruppe
1726
BIC-Code
JFSJ JHBC JFFM
BISAC-Code
SOC032000 SOC019000 SOC050000
THEMA-Code
JBSF JHBC JBFQ
Erscheinungsdatum
9. Mai 2022
Auflage
1
Themen
Geschlecht, Soziale Ungleichheit
Adressaten
Soziologie, Gender Studies, Qualitative Sozialforschung
Schlagworte
Intersektionalität, Feminismus, Differenz, Empowerment, Qualitative Sozialforschung, Black Feminism, Chicana Feminism, Geschlecht, Soziale Ungleichheit, Gender Studies, Queer Theory

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