Heavy Metal und gesellschaftlicher Wandel
Sozialgeschichte einer Musikkultur in den langen 1980er Jahren
Heavy Metal ist eine soziale Kraft, die uns viel über den zeitgeschichtlichen Wandel verraten kann. Ursprünglich ein Phänomen der Arbeiterklasse, eroberte die Musikkultur seit den 1970er Jahren neue soziale Milieus, Regionen, Medien und Märkte. Heavy Metal wurde dabei nicht nur zum Lebensinhalt vieler Fans, sondern auch zur Erwerbsarbeit, zum musikalischen und kommerziellen Experimentierfeld sowie zum sozialen Abgrenzungsinstrument. Erstmals nimmt Marco Swiniartzki diese Entwicklungen auf Grundlage eines breiten Quellenfundaments unter die Lupe. Zahlreiche Interviews mit Musiker*innen geben einen Einblick in die 1980er Jahre und zeigen: Die Sozialgeschichte des Heavy Metal und der gesamtgesellschaftliche Wandel dieser Zeit gehen Hand in Hand.
Kapitel-Übersicht
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Frontmatter
Seiten 1 - 6 -
Inhalt
Seiten 7 - 10 -
Vorwort
Seiten 11 - 12 -
Abkürzungsverzeichnis
Seiten 13 - 14 -
1. Open End
Einleitung
Seiten 15 - 24 -
1.1 Leerstellen zwischen kultur- und politikzentrierten Perspektiven
Seiten 24 - 37 -
1.2 Schneisen durch die »langen 1980er Jahre« – Untersuchungsebenen des sozialen Wandels
Seiten 38 - 48 -
1.3 Quellen
Seiten 48 - 53 -
1.4 Fallauswahl, Begriffe und Methodik
Seiten 54 - 60 -
2. Arbeit, Generation, Klasse und Metal
2.1 Erwerbsbiografien von Metal- Musikern im Vergleich
Seiten 63 - 78 -
2.2 Das Ende der Cover- Bands und die »Professionalität« der Metal- Kultur
Seiten 78 - 88 -
2.3 Die Metal- Kultur als kreatives Erwerbsfeld
Seiten 88 - 98 -
2.4 Generationelle Verhandlungen
Seiten 98 - 118 -
2.5 (Heavy) Metal als Klassenphänomen
Seiten 118 - 143 -
2.6 Das Genre im Entstehen – Ein Abend in den Working Men's Clubs in Tyneside
Seiten 143 - 158 -
3. Arbeitersiedlungen, »white flight« und die Suche nach Gemeinschaft
Einleitung
Seiten 159 - 161 -
3.1 Metal aus den Zechensiedlungen und Council- House- areas – England und das Ruhrgebiet
Seiten 161 - 176 -
3.2 Extreme Metal und die »white flight« – Musik aus den Vororten
Seiten 176 - 242 -
4. Die Band als »soziales Handlungsfeld«
Einleitung
Seiten 243 - 247 -
4.1 »Erweckungserlebnisse« von Metal- Musikern
Seiten 248 - 255 -
4.2 Kennenlernen und Formation von Bands
Seiten 255 - 261 -
4.3 Die Metal- Band als männliche Formation?
Seiten 261 - 273 -
4.4 Das »Inklusionsarrangement« von Metal- Bands
Seiten 273 - 328 -
4.5 Die Auflösung von Metal- Bands
Seiten 328 - 330 -
5. Die Crossover- Dekade
Einleitung
Seiten 331 - 340 -
5.1 Punk in der NWOBHM
Seiten 340 - 348 -
5.2 Wachsende Kontaktzonen
Seiten 349 - 361 -
5.3 Konzert, Respekt, Körper, Gewalt
Seiten 361 - 376 -
5.4 Politik und »social awareness«
Seiten 376 - 386 -
6. Soziale Kohäsion mit Sprengkräften
6.1 Die Kommunikationsoffensive der 1980er Jahre – Räume, Medien und Praktiken in Metal-Szenen
Seiten 395 - 476 -
6.2 »Carving out a niche« – Szene- Bildung als Wettbewerb um Aufmerksamkeit
Seiten 476 - 516 -
7. Ambivalente Kommerzialisierung
7.1 Komplizierte Konventionen – Metal als Zuspitzung der Paranoia des Rock
Seiten 519 - 532 -
7.2 Zwischen Freund und Feind – Indie Labels in der Metal- Kultur
Seiten 532 - 564 -
7.3 Einflussreiche Vermittler – Manager an der kommerziellen Schnittstelle
Seiten 564 - 576 -
8. Fazit und Ausblick
Einleitung
Seite 577 -
8.1 Konkrete und abstrakte Zugehörigkeiten, Individualisierung und Vergemeinschaftung
Seiten 577 - 580 -
8.2 Ein neuer »Markt der Möglichkeiten« – Heavy Metal als DIY und Erwerbsarbeit
Seiten 581 - 582 -
8.3 Das Ende der Jugendkultur – Erinnerung, Selbsttechnik und Kulturtourismus
Seiten 582 - 591 -
8.4 »Nach dem Boom« ist vor dem Boom – Zwischen Deindustrialisierung und Digitalisierung
Seiten 591 - 594 -
9. Quellen- und Literaturverzeichnis
9.1 Zeitzeugeninterviews
Seiten 595 - 596 -
9.2 Fanzines
Seiten 596 - 598 -
9.3 Zeitungs- und Zeitschriftenartikel (gedruckt)
Seiten 598 - 600 -
9.4 (Auto)biografien, Band-, Szene- und Genre- Geschichten sowie Interviewsammlungen
Seiten 601 - 602 -
9.5 Filmografie
Seiten 602 - 603 -
9.6 Online- Dokumente
Seiten 603 - 609 -
9.7 Sekundärliteratur
Seiten 609 - 658
30. Oktober 2023, 658 Seiten
ISBN: 978-3-8376-6941-1
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