Kollektivkörper

Kunst und Politik von Verbindung

Ob in Schlangen, Meuten, Massen, Gruppen oder Paaren – der/die Einzelne bewegt sich ständig geordnet und ungeordnet in Gemeinschaften. Einige konzipieren sich als imaginäre Körper, andere versuchen, den Einzelnen über körperliches Erleben in einer Gemeinschaft zu binden oder den Körper selbst wie einen Staat zu organisieren. Analogien zwischen dem menschlichen Körper – seinem Organismus, seiner Gesundheit, seinem Bauch und seinen Gliedern – und sozialen, staatlichen Formationen gehören seit der Antike zur Geschichte der Sozialphilosophie.

Die Beiträge des Bandes, dessen Autoren aus verschiedenen Disziplinen stammen – u.a. aus der Ethnologie, Philosophie, Anthropologie und Kunstwissenschaft – nähern sich diesem Phänomen über die Analyse von cultural performances der Gemeinsamkeiten, Verbindungen, Identitäten, Aus- und Einschlüsse, die einen Körper in einen Kollektivkörper versetzen. Aus aktueller Perspektive beschäftigen sich die Beiträge vor allem mit dem Wandel in der heutigen Gesellschaft, die mit ihrer Politik des Individualismus immer mehr auf Kollektivkonzepte zurückgreift, indem sie sich diese unter umgekehrten Vorzeichen aneignet.

U.a. mit Beiträgen von Judith Butler, Slavoj Zizek, Xavier Le Roy, Joseph Vogl.

Inhalt

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 8
  3. Vorwort

    Seiten 9 - 20
  4. The Deleuzian Sex Game

    Seiten 21 - 24
  5. Vom Jubel zur Halluzination: postsowjetische Kollektivkörper

    Seiten 25 - 38
  6. Geschichte und Nichtgeschichte des Körpers

    Seiten 39 - 58
  7. Körper im Kulturkontakt. Räume des Kollektiven bei Lygia Clark und Hélio Oiticica

    Seiten 59 - 84
  8. Shared Movements und der Glaube an die ?schwarze Kultur?. Zur Ethnographie einer Cultural Performance im Schnittpunkt von Popkultur und Sport

    Seiten 85 - 102
  9. Das erlösende Potential kollektiver Gewalt

    Seiten 103 - 118
  10. Ideale Unfreiheit. Regisseure und Regeln (in) der Kunst

    Seiten 119 - 138
  11. Kollektiv in der Schwerelosigkeit. Von Überidentifizierung und Retrogarde zum panoptischen Theater der gelehrigen Körper. Laibach und das Kosmokinetische Kabinett Noordung (Neue Slowenische Kunst) 1980-2045

    Seiten 139 - 164
  12. Body: recognizable/unrecognizable. Über das Stück Körper von Sasha Waltz

    Seiten 165 - 188
  13. Über die Fusionen einer wandelbaren Spezies und vom Zusammenhalt unter Cyborgs. Star Trek und die Modellbox Fernsehen

    Seiten 189 - 208
  14. Selbst-Interview am 27.11.2000

    Seiten 209 - 220
  15. Mikropolitik des Kollektiven: Paarbildung

    Seiten 221 - 236
  16. Liebesdreiecke. Die »ménage à trois« zwischen Selbstmord und Kollektiv

    Seiten 237 - 262
  17. Das Unbewußte des Kollektivs und seine Physis. Zum Bild des kulturellen Körpers in Walter Benjamins Passagen-Werk

    Seiten 263 - 284
  18. Bürger und Wölfe. Versuch über politische Zoologie

    Seiten 285 - 298
  19. Sterbliche Götter. Inmitten der Zeit

    Seiten 299 - 300
  20. Der Kollektivkörper und seine Säfte

    Seiten 301 - 316
  21. Autorinnen und Autoren

    Seiten 317 - 320
  22. Backmatter

    Seiten 321 - 322
Mehr
24,80 € *

2002-10-27, 324 Seiten
ISBN: 978-3-89942-109-5

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Sylvia Sasse

Sylvia Sasse, Zentrum für Literaturforschung Berlin, Deutschland

Stefanie Wenner

Stefanie Wenner, Hochschule für Bildende Künste, Dresden, Deutschland

Autor_in(nen)
Sylvia Sasse / Stefanie Wenner (Hg.)
Buchtitel
Kollektivkörper Kunst und Politik von Verbindung
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
324
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-89942-109-5
DOI
Warengruppe
1510
BIC-Code
JFC
BISAC-Code
SOC022000
THEMA-Code
JBCC
Erscheinungsdatum
2002-10-27
Auflage
1
Themen
Kultur, Sozialität
Adressaten
Kulturwissenschaftler, Soziologen, Literatur-, Theater- und Kunstwissenschaftler, Philosophen, Künstler
Schlagworte
Körper, Gemeinschaft, Körperschaften, Masse, Meute, Kollektiv, Kultur, Sozialität, Cultural Studies, Kultursoziologie, Literaturwissenschaft, Kulturwissenschaft

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