Diskurs

Mit Michel Foucaults folgenreichem Diktum vom Verschwinden des Subjekts begann die Erfolgsgeschichte des Diskursbegriffs, der seit einigen Jahren auch in der Soziologie an Bedeutung gewinnt, insofern er der »Materialität« und Eigendynamik von Kultur Rechnung trägt.

Diese Einführung behandelt zunächst die diskurstheoretische Untergrabung strukturalistischer Leitlinien. Anschließend werden zentrale Begriffe wie »Dekonstruktion«, »Genealogie«, »diskursive Praktiken« und »Performativität« geklärt, um dann den Komplex »Macht-Wissen-Körper-Subjekt« in seiner gesellschaftstheoretischen Dimension in den Blick zu nehmen. Der Text revidiert im Anschluss an Foucault und Butler eine Auffassung von Gesellschaft als gleichsam »äußerer« Macht, die einseitig auf ein Individuum einwirkt, und ersetzt diese Auffassung durch eine Konzeption von Gesellschaft, die dem Individuum eine soziale Existenz zuallererst gewährt und sich, wie das Subjekt, performativ konstituiert.

Open Access

2015-09-27, 122 Seiten
ISBN: 978-3-8394-0128-6
Dateigröße: 0.99 MB

Weiterempfehlen

Hannelore Bublitz

Hannelore Bublitz, Universität Paderborn, Paderborn, Deutschland

Autor_in(nen)
Hannelore Bublitz
Buchtitel
Diskurs
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
122
ISBN
978-3-8394-0128-6
DOI
10.14361/9783839401286
Warengruppe
1722
BIC-Code
JHBA
BISAC-Code
SOC026000
THEMA-Code
JHBA
Erscheinungsdatum
2015-09-27
Themen
Sozialität
Adressaten
Studierende und Lehrende der Soziologie, Philosophie, Geschichte sowie der Kulturwissenschaften, insbesondere zu Gesellschafts-, Subjekt- und poststrukturalistischen Theorien
Schlagworte
Soziologie, Diskurstheorie, Sozialität, Soziologische Theorie, Einführung

Unsere Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen bereitzustellen.

Datenschutzerklärung