Paradoxien der Entscheidung

Wahl/Selektion in Kunst, Literatur und Medien

Die »Freiheit der Wahl« stellt sich nicht nur alle vier Jahre. Ob Brot, Kleidung oder Website – wir haben sie täglich. Gemeinhin wird damit eine »Freiheit der Entscheidung« bezeichnet – uneingeschränkte Bevorzugung des einen vor dem anderen. Dies gilt nur vordergründig, da jede Wahl sich notwendig auf eine Unterscheidung stützt: Nur was zuvor Bedeutung gewinnt (als wählbar erscheint), kann nachträglich als Wahlversprechen gelten. Wie nicht zuletzt der Beitrag von Niklas Luhmann verdeutlicht, ist hier ein Paradox am Werk: Die »Freiheit der Wahl« braucht eine Einschränkung – und erhält damit Selektionscharakter. Sie beinhaltet ein (Aus-)Gewähltes und ein Aussortiertes; eine Kehrseite des Prozesses, der für sich eine Freiheit beansprucht. Da diese Differenz nicht auf die Objektseite (das Gewählte) reduzierbar ist, sondern den Zugriff selbst (mit-)bestimmt, ist der synonyme Gebrauch von »Freiheit« und »Wahl« zu problematisieren. Dies versucht der Band in struktureller Standortbestimmung sowie spezifisch für die Felder Kunst, Literatur und Medien zu leisten.

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2003-12-27, 248 Seiten
ISBN: 978-3-89942-148-4

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Friedrich Balke

Friedrich Balke, Ruhr-Universität Bochum, Bochum, Deutschland

Gregor Schwering

Gregor Schwering, Ruhr-Universität Bochum, Deutschland

Urs Stäheli

Urs Stäheli, Universität Basel, Schweiz

»Nicht mehr vom ›offenen Kunstwerk‹ (Umberto Eco) ist heute die Rede sonderneher von Formen, mit denen es gelingt, die Selbstaktivierung von Kunst nach Außen hin zu vermitteln. In diesem Kontext spielen gegenwärtig zunehmend Fragen eine Rolle, die den systematischen medialen Umgang mit den funktionalen und dysfunktionalen Aktivitäten des Werkes und seiner Nutzer betreffen. Der interdisziplinär ausgerichtete Band ›Paradoxien der Entscheidung. Wahl/Selektion in Kunst, Literatur und Medien‹ reagiert auf diese aktuelle Forschungssituation.
Gerade für literatur- und medienwissenschaftlich interessierte Leser hält diese Aufsatzsammlung sicherlich anregende Theorie-Werkzeuge bereit, die geradezu zum autonomen Weiterdenken zwingen.«
Michael Kröger, www.sehepunkte.historicum.net, 5 (2005)
Buchtitel
Paradoxien der Entscheidung Wahl/Selektion in Kunst, Literatur und Medien
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
248
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-89942-148-4
DOI
10.14361/9783839401484
Warengruppe
1744
BIC-Code
JFD JFC
BISAC-Code
SOC052000 SOC022000
THEMA-Code
JBCT JBCC
Erscheinungsdatum
2003-12-27
Auflage
1
Themen
Medien
Adressaten
Soziologen, Politikwissenschaftler, Medienwissenschaftler
Schlagworte
Wahl/Selektion, Medien, Medienästhetik, Kulturtheorie, Kunst, Literaturwissenschaft, Medienwissenschaft

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