Poetik einer Sprache der Toten

Studien zum Schreiben von Nelly Sachs

Nelly Sachs lesen – jenseits des Wunsches nach Beherrschbarkeit, der die Rezeption ihrer Dichtungen und Biographie bislang dominiert. Dieser Band entfaltet behutsame mikrologische Lektüren ihres fragilen und widerständigen Schreibens (Lyrik, szenische Dichtungen, Briefe). In den Texten der Nelly Sachs scheint die Figur einer Sprache der Toten auf. Ein solches - unmögliches - Sprechen re-präsentiert nichts und ist doch unausweichlich im Angesicht der Shoah zu lesen. Der ihm immanente Verlust betrifft auch die Dichotomie von Textinnen und -außen; die Grenzen zwischen Dichtung und Geschichte, Leben und Werk erweisen sich als porös. Die zentrale wie ortlose Gestalt der Autorin wird so zum Objekt eines Begehrens: Die Lektüren betreiben eine Kontaminierung des zu Lesenden mit Biographie – und mit Geschichte.

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2004-05-27, 414 Seiten
ISBN: 978-3-89942-215-3

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Christine Rospert

Christine Rospert, Studienrätin Deutsch und Englisch, Deutschland

Besprochen in:

Marburger Forum, 5/6 (2004), Max Lorenzen
Autor_in(nen)
Christine Rospert
Buchtitel
Poetik einer Sprache der Toten Studien zum Schreiben von Nelly Sachs
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
414
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-89942-215-3
DOI
10.14361/9783839402153
Warengruppe
1563
BIC-Code
DSB
BISAC-Code
LIT004170
THEMA-Code
DSB
Erscheinungsdatum
2004-05-27
Auflage
1
Themen
Literatur
Adressaten
Literaturwissenschaft, Philosophie, Psychoanalyse, jüdische Studien, Theaterwissenschaften
Schlagworte
Nelly Sachs, Auschwitz, Poetik, Poetologie, Verlust, Literatur, Germanistik, Literaturwissenschaft

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