Banal Militarism

Zur Veralltäglichung des Militärischen im Zivilen

Öffentlich kaum wahrgenommen schreitet die Veralltäglichung des Militärischen und des Krieges voran. Der Begriff »Banal Militarism« lenkt die Aufmerksamkeit auf unspektakuläre Prozesse, die von den AutorInnen des Bandes anhand historischer wie aktueller Beispiele der Repräsentation, der Inszenierung und Aneignung des Militärischen in Literatur, Theater, Kino, (Computer-)Spiel, Mode sowie in der Presse und im Alltagsleben analysiert werden. Solche Phänomene in ihrer Wirkungsmächtigkeit auf politische Kultur zu thematisieren, theoretisch zu reflektieren und als bedeutsames Forschungsfeld zu konturieren, ist das zentrale Anliegen des Bandes.

Inhalt

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 8
  3. Vorwort

    Seiten 9 - 22
  4. Banal Militarism: Zur interdisziplinären Erschließung eines Forschungsfeldes

    Seiten 25 - 48
  5. Von Mäusen und Kapuzenmännern: »Banaler Militarismus«, visuelle Repräsentationen und kollektive Erinnerung

    Seiten 49 - 64
  6. Gewalt - Ordnung - Sicherheit. Die Trias zunehmender Gewöhnung an militärische Gewalt

    Seiten 65 - 82
  7. »We minded it no more than cricket«: Krieg und Militär in britischen Kinder- und Jugendromanen, 1870-1914

    Seiten 85 - 100
  8. Antikriegsstücke am Brünner deutschsprachigen Theater, 1918-1938

    Seiten 101 - 114
  9. Wiener Kriegsbesichtigungen. Mediale (Schein-)Erfahrungen während des Ersten Weltkrieges

    Seiten 115 - 128
  10. »Ausrottung des ?Kämpferischen Geistes!?« Zur Beseitigung militaristischer Denkmäler im amerikanisch besetzten Württemberg-Baden, 1945-1947

    Seiten 129 - 148
  11. Die Banalität des Terrors und die virtuelle Welt des Krieges

    Seiten 151 - 170
  12. Zur Möglichkeit einer Semiotik des »Infowars«

    Seiten 171 - 186
  13. Das Zeremoniell der Bundeswehr: Banalisierung von Staatsgewalt durch Militärrituale

    Seiten 187 - 202
  14. Militär und Sport: Symbiotische Beziehungen um Nation, Leistung und Disziplin

    Seiten 203 - 222
  15. »Militainment«: Der Irak-Krieg als »Reality«-Show und Unterhaltungs-Videospiel

    Seiten 225 - 248
  16. Banal Militarism und die Kultur des Krieges im zeitgenössischen US-amerikanischen Kino

    Seiten 249 - 264
  17. »Domestische Frames in narrativem Gewand. Die Banalisierung des Irak-Konflikts in der internationalen ?Qualitätspresse?«

    Seiten 265 - 286
  18. Männlichkeitskonstruktionen, Technik- und Kriegsfaszination am Beispiel der Studenten im Hannover der Zwanziger Jahre

    Seiten 289 - 306
  19. »Zeig Deine Orden, Elvis!«: Banal Militarism als Normalisierungsstrategie

    Seiten 307 - 332
  20. »Also, es hat was Starkes, was Mächtiges, Männer halt...« - Dimensionen eines militärischen Gendermanagements in Medien und Alltag

    Seiten 333 - 354
  21. Momentaufnahmen einer Gesellschaft: Eine feministische Analyse militarisierter Symbole in einer amerikanischen Kleinstadt

    Seiten 355 - 370
  22. »This Chair had to be torpedo proofed« - Dinge zwischen Krieg und Frieden

    Seiten 373 - 390
  23. »Militär in Mode« - »Military Look« als Teil politischer Kultur: Vergeschlechtlichte Selbstinszenierungen und neoliberale Selbsttechnologien

    Seiten 391 - 408
  24. Das Dritte Reich als Nervenkitzel: Formen des Umgangs mit Nazi-Deutschland und dem Zweiten Weltkrieg in der zeitgenössischen Populärkultur

    Seiten 409 - 426
  25. Verzeichnis der Autorinnen und Autoren

    Seiten 427 - 432
  26. Backmatter

    Seiten 433 - 434
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28,80 € *

2006-02-27, 434 Seiten
ISBN: 978-3-89942-356-3

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Tanja Thomas

Tanja Thomas, Eberhard Karls Universität Tübingen, Deutschland

Fabian Virchow

Fabian Virchow, Philipps-Universität Marburg, Deutschland

»Der umfangreiche Sammelband [...] hat zum Ziel, den Begriff des ›Banal Militarism‹ in der Militärsoziologie für den Umstand zu etablieren, dass militärische Inhalte Teil des zivilen Alltagslebens werden. In der Tat finden sich erstaunlich viele Beispiele dafür, wie Militärisches in den Alltag eindringt und in den meisten Fällen mit Selbstverständlichkeit quittiert wird. Der vorliegende Sammelband entdeckt hinter dieser Selbstverständlichkeit eine Reihe interessanter Aspekte, die als unspektakuläre Erscheinungen und Prozesse ablaufen und bisher wenig Beachtung gefunden haben, sodass diese ein neues Feld für soziologische Analysen eröffnen.«
Soziologische Revue, 29 (2006)
Besprochen in:

Sociologicus, 57 (2007), Reinhart Kössler
Autor_in(nen)
Tanja Thomas / Fabian Virchow (Hg.)
Buchtitel
Banal Militarism Zur Veralltäglichung des Militärischen im Zivilen
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
434
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-89942-356-3
DOI
Warengruppe
1728
BIC-Code
JFFE JPW JHB
BISAC-Code
SOC051000 POL003000 POL010000 SOC026000
THEMA-Code
JBFK JPW JHB
Erscheinungsdatum
2006-02-27
Auflage
1
Themen
Gesellschaft, Gewalt
Adressaten
Kulturwissenschaften, Soziologie, Medienwissenschaft, Politikwissenschaft, Erziehungswissenschaft, Geschichtswissenschaft
Schlagworte
Militarisierung, Militarismus, Politische Kultur, Medien, Gewalt, Gesellschaft, Zivilgesellschaft, Politische Soziologie, Konfliktforschung, Soziologie

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