Visuelle Gewalt

Menschenbilder aus der Psychiatrie des 20. Jahrhunderts

Wie und warum wurden seelisch kranke Menschen zum Bild? Seit Ende des 19. Jahrhunderts fotografierten Ärzte hinter Anstaltsmauern ihre Patienten. Mediziner versuchten durch das Medium Fotografie, das unsichtbare Seelenleben an fixierbaren Körpersymptomen kenntlich zu machen.

In diesem Buch werden die »Fotografien-wider-Willen« als Teil einer normierenden Körperpolitik interpretiert, die das Fremde definierte und damit eine Gegenwelt zur repräsentativen bürgerlichen Normalität entwarf. »Visuelle Gewalt« ist Kennwort für ein Ordnungsverfahren, das im Namen von wissenschaftlicher Vernunft auf Körper und Seelen zielte, Menschen typisierte und ausgrenzte. Populäre Darstellungen des Wahns sind bis heute davon geprägt.

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2010-07-27, 256 Seiten
ISBN: 978-3-89942-420-1

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Susanne Regener

Susanne Regener, Universität Siegen, Deutschland

»[Das Buch tut] einen wichtigen Schritt in das unheimliche Gelände einer nicht professionellen, sondern gleichsam halbwilden Psychiatriefotografie.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.11.2010
»Der große Vorzug von Regeners Studie liegt in der [...] entfalteten mediologischen Methode: Entscheidende Argumente lassen sich überhaupt erst anhand der sichtbaren Formen, anhand von Bildern also, gewinnen und aufzeigen.«
Steffen Siegel, taz, 19.10.2010
Besprochen in:
Dr. med. Mabuse, 187 (2010)
Autor_in(nen)
Susanne Regener
Buchtitel
Visuelle Gewalt Menschenbilder aus der Psychiatrie des 20. Jahrhunderts
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
256
Ausstattung
kart., 135 Abb.
ISBN
978-3-89942-420-1
DOI
10.14361/9783839404201
Warengruppe
1744
BIC-Code
JFD AJ ABA JFFE
BISAC-Code
PHO005000 ART009000 SOC052000 SOC051000
THEMA-Code
JBCT AJ ABA JBFK
Erscheinungsdatum
2010-07-27
Auflage
1
Themen
Bild, Fotografie
Adressaten
Kulturwissenschaft, Medienwissenschaft, Medizin/Psychiatrie, Sozialwissenschaft, Ethnologie, Kunstwissenschaft
Schlagworte
Visuelle Kultur, Psychiatrie, Fotografie, Medien, Bild, Bildwissenschaft, Gewalt, Psychologie, Medienwissenschaft

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