Das Trauerspiel-Buch

Der Souverän – das Trauerspiel – Konstellationen – Ruinen

Dieses Buch behandelt Walter Benjamins »Ursprung des deutschen Trauerspiels« (1928) und zeigt, dass mit ihm gearbeitet werden sollte. Stand bisher vor allem Benjamins »Erkenntniskritische Vorrede« im Fokus, so wird das »Trauerspiel«-Buch hier als materiale Untersuchung in Bezug auf vier Themen – Trauerspiel und Tragödie, Souverän und Märtyrer, Melancholie sowie Allegorie – gelesen, deren konstellativer Zusammenhang sich u.a. in Hinsicht auf Politische Theologie, Repräsentation, Trauer und Komik, Theatralität und die Problematik des Spiels erschließt. Somit erscheint Benjamins Buch nicht nur als wichtiger Beitrag zur Barockforschung, sondern rückt in den Zusammenhang jüngerer Diskussionen, die u.a. mit den Namen Derrida, Foucault, Agamben oder Marin verbunden sind.

25,80 € *

2010-06-27, 284 Seiten
ISBN: 978-3-89942-634-2

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Bettine Menke

Bettine Menke, Universität Erfurt, Deutschland

... mit Bettine Menke

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Benjamins »Ursprung des deutschen Trauerspiels« gehört wegen seiner entlegenen Gegenstände zu den berühmten, aber wenig bekannten seiner Texte. Es braucht deshalb einen Kommentar, der über die historische Barockforschung hinaus geht, und die weiterreichende Bedeutung dieses Werks herausstellt: für den Begriff des Politischen, die Widerlegung der Politischen Theologie, die Begriffe von Repräsentation und Gedächtnis, für die historischen Gespenster im Allgemeinen und die Theatralität im besonderen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Ein Buch wie »Ursprung des deutschen Trauerspiels« verdient eine materiale Untersuchung, die orientiert ist an einer Form des Theaters, die dieses nicht dramatisch integriert, sondern als theatrales Spiel ausstellt. Mit der Diskussion Politischer Theologie, des Körpers des Politischen und des bloßen Lebens, des Zusammenhangs von politischer, sakraler, theatraler Repräsentation, Trauer und Komik werden aktuelle Diskussionen um Voraussetzungen ergänzt, die für das Verständnis von Foucault, Derrida, Marin und Agamben unverzichtbar sind und diesen zu einer ganz ungeahnten Tiefenschärfe verhilft.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die materiale Arbeit am »Trauerspielbuch« Benjamins bietet nicht nur eine Herausforderung an die Philosophie, insofern deren Gegenstandsbezug mit Benjamin anders zu denken ist, sondern liefert zugleich die Grundlage einer theoretischen Kulturwissenschaft, die, anstatt naiv der vermeintlichen Gegebenheit ihrer Gegenstände aufzusitzen, deren Konstitution in der Darstellung reflektiert.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit allen, die an Themen, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch Walter Benjamin, Carl Schmitt, Ernst Kantorowicz, Richard Alewyn u.a. aufgerufen wurden, heute interessiert sind, wie: Tragödie und Trauerspiel, Souveränität und Theatralität, Dramaturgie der Intrige, Melancholie und ihr Schema sowie der Allegorie.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Jeder Satz ist bestimmt durch seinen Gegen-Satz, den er ausschließt: er ist in der Konstellation seiner Gegen-Sätze und im Rhythmus der Verschiebungen zwischen Satz und Gegensatz zu lesen.

»Wohl selten ist für das Trauerspiel-Buch eine so geduldige [...] Hermeneutik des text-immanenten Einlassens und genauen Nachspürens praktiziert worden wie hier.«
Rolf J. Goebel, Monatshefte, 103/4 (2011)
»Menke versucht sich an einer späten Rehabilitierung des an den verhärteten universitären Strukturen seiner Zeit gescheiterten Barockforschers Walter Benjamin. Diese Rehabilitierung gelingt.«
Florian Wagner, [rezens.tfm], 14.12.2011
»Wer immer sich lesend und denkend mit diesen Konstellationen beschäftigt, wird Menkes dichtes und theoretisch anspruchsvolles Buch mit Gewinn studieren – und das sollte gründlich geschehen, mit dem aufgeschlagenen Trauerspielbuch Benjamins daneben liegend.«
Till Kinzel, Informationsmittel (IFB), 5 (2011)
»Menkes Buch [bereitet] einen Zugang zu Benjamin, der in nächster Zeit hoffentlich stark genutzt wird.«
Sebastian Kirsch, Theater der Zeit, 9 (2010)
Besprochen in:

Die Deutsche Bühne, 2 (2011)
GERMANISTIK, 52/3-4 (2012)
Zeitschrift für deutsche Philologie, 132/4 (2013), Claude Haas
Autor_in(nen)
Bettine Menke
Buchtitel
Das Trauerspiel-Buch Der Souverän – das Trauerspiel – Konstellationen – Ruinen
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
284
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-89942-634-2
DOI
Warengruppe
1586
BIC-Code
AN DSB HPCF
BISAC-Code
PER011020 LIT000000 PHI040000
THEMA-Code
ATD DSB QDHR
Erscheinungsdatum
2010-06-27
Auflage
1
Themen
Kultur, Theater
Adressaten
Theaterwissenschaft, Literaturwissenschaft, Philosophie
Schlagworte
Benjamin, Literatur und Politik, Trauerspiel, Souverän, Allegorie, Barock, Theater, Kultur, Theaterwissenschaft, Literaturwissenschaft, Kritische Theorie, Poststrukturalismus

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