Vom Diskurs zum Dispositiv

Eine Einführung in die Dispositivanalyse
(2., unveränderte Auflage 2012)

Die Dispositivforschung zielt auf die systematische Ergänzung und Weiterung diskurstheoretischer Perspektiven und diskursanalytischer Forschungspraxis. In ihrem Kern steht die empirische Frage nach den Wechselbezügen zwischen normierenden Wissensordnungen, ihren konkreten handlungspraktischen Wirksamkeiten im sozialen Austausch von Menschen sowie den damit einhergehenden Selbst-Bezügen und Subjektivitätsformen. Da dieses Forschungsfeld bisher theoretisch-konzeptionell und methodisch-praktisch kaum erschlossen ist, bietet das Buch eine grundlegende Einführung in Leitfragen und Themenfelder, analytische Konzepte und methodische Anwendungen der Dispositivanalyse.

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2008-10-27, 180 Seiten
ISBN: 978-3-89942-818-6

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Andrea D. Bührmann

Andrea D. Bührmann, Universität Münster, Deutschland, und Universität Wien, Österreich

Werner Schneider

Werner Schneider, Universität Augsburg, Deutschland

... mit Andrea Bührmann und Werner Schneider

1. Warum ein Studienbuch zu diesem Thema?

Das Feld der Diskursforschung hat sich seit den 1990ern intensiv entwickelt, so dass heute eine ganze Reihe verschiedener diskurstheoretischer Fundamente und methodischer Konzepte zur Diskussion stehen. Der dabei immer wieder aufscheinende Begriff des Dispositivs wurde jedoch bisher kaum theoretisch-konzeptionell und methodisch-praktisch erschlossen. Das Buch bietet deshalb eine Einführung in Leitfragen und Themenfelder, analytische Konzepte und methodische Anwendungen der Dispositivanalyse.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Dispositivforschung eröffnet eine systematische Ergänzung und Erweiterung diskurstheoretischer Perspektiven und diskursanalytischer Forschungspraxen. Mit dem Dispositivkonzept rücken solche Fragen stärker in den Mittelpunkt, die sich direkt auf die Wechselbezüge zwischen normierenden Wissensordnungen, ihren konkreten handlungspraktischen Materialisierungen und Wirksamkeiten im sozialen Austausch von Menschen sowie den damit einhergehenden Selbst-Bezügen und Subjektivitätsformen richten.

3. Welche Bedeutung kommt diesem Thema innerhalb des Fachgebiets und der wissenschaftlichen Ausbildung zu?

Mit Blick auf die Dynamik im Feld der sozialwissenschaftlichen Diskurs- und Dispositivforschung erscheint eine theoretisch-konzeptionelle Konturierung sowie methodologisch-methodische Präzisierung des Dispositivkonzepts in zweifacher Hinsicht sinnvoll und notwendig: Einerseits um die wissenschaftliche Diskussion zu vorliegenden Ansätzen und Vorgehensweisen weiter voranzutreiben, andererseits zur Orientierung von in diesem Feld positionierten Qualifikationsarbeiten.

4. Ihr Tipp zur weiterführenden Lektüre?

Bührmann, Andrea D.; Diaz-Bone, Rainer; Gutiérrez Rodriguez, Encarnación; Kendall, Gavin; Schneider, Werner & Tirado, Francisco J. (Hrsg.): Von Michel Foucaults Diskurstheorie zur empirischen Diskursforschung. Aktuelle methodologische Entwicklungen und methodische Anwendungen in den Sozialwissenschaften. FQS-Schwerpunktausgabe 8(2) http://www.qualitative-research.net/fqs/subref/inhalt2-07-d.htm

»Die Blickweitung »Vom Diskurs zum Dispositiv« ist als Arbeit an einem offensichtlichen Desiderat ausgesprochen wertvoll und treibt die sozialwissenschaftliche Forschung innovativ voran. Von größter Bedeutung ist der Perspektivenwechsel, nun nicht nur den Diskurs, sondern alle Bereiche kultureller Praxis mit Foucault zu denken.
Das Buch führt nicht etwa nur in einen bereits bestehenden Ansatz der Sozialwissenschaften ein, sondern sein wichtiger Beitrag ist, dass es in vieler Hinsicht diesen synthetischen Schritt erst vollzieht – ein insgesamt wissenschaftlich sehr produktives Buch also.«
Barbara Birkhan, Forum: Qualitative Sozialforschung (FQS), 11/2 (2010)
»Mit diesem äußerst dichten, gut strukturierten und überzeugend argumentierenden Buch haben Andrea D. Bührmann und Werner Schneider eine eindrucksvolle Einführung vorgelegt, die Diskursforschende ebenso begeistern kann wie jene, die einem diskurstheoretischen Ansatz (noch) skeptisch begegnen.«
Claudia Brunner, Politische Vierteljahrsschrift, 50/4 (2009)
Besprochen in:
www.litkult.de, 05.03.2009, Johannes Angermüller
DISS-Journal, 18 (2009), Jens Zimmermann
Forum: Qualitative Sozialforschung (FQS), 11/2 (2010), Barbara Birkhan
Buchtitel
Vom Diskurs zum Dispositiv Eine Einführung in die Dispositivanalyse
(2., unveränderte Auflage 2012)
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
180
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-89942-818-6
DOI
Warengruppe
1722
BIC-Code
JHBA JHBC
BISAC-Code
SOC026000 SOC019000
THEMA-Code
JHBA JHBC
Erscheinungsdatum
2008-10-27
Auflage
2., unveränderte Auflage 2012
Themen
Gesellschaft
Adressaten
Studierende und Lehrende der Soziologie
Schlagworte
Dispositiv, Diskursanalyse, Gesellschaft, Soziologische Theorie, Qualitative Sozialforschung, Poststrukturalismus, Soziologie, Einführung

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