Aleviten in Deutschland

Identitätsprozesse einer Religionsgemeinschaft in der Diaspora

Im Zuge der Debatten über Islam und Einwanderung rücken auch Aleviten ins Zentrum des öffentlichen Interesses. Als »nicht-orthodoxe« Gruppe stellen sie einen Sonderfall dar und gelten häufig als besonders gut integrierte Muslime. Dies ist nicht zuletzt ein Erfolg der alevitischen Bewegung, die sich seit Ende der 1980er Jahre für die Anerkennung des Alevitentums in Deutschland eingesetzt hat. Gleichzeitig führen die Aleviten selbst eine sehr engagierte Debatte über ihre Identität: Sind Aleviten überhaupt Muslime? Wie lässt sich das Alevitentum in Deutschland leben und vermitteln? Kultur- und Sozialwissenschaftler verschiedener Disziplinen greifen in diesem Band Aspekte der Debatte über das alevitische Selbstverständnis auf und geben einen Überblick über den Diskurs in Deutschland.

25,80 € *

2008-05-27, 250 Seiten
ISBN: 978-3-89942-822-3

Sofort versandfertig,
Lieferzeit 3-5 Werktage innerhalb Deutschlands

Preise inkl. Mehrwertsteuer. Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschlands, für Ausnahmen siehe Details.

Mengenrabatt

Weiterempfehlen

Martin Sökefeld

Martin Sökefeld, Ludwig-Maximilians-Universität München, Deutschland

... mit Martin Sökefeld

1. »Bücher die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Etwa 600.000 Aleviten leben in Deutschland. Sie werden normalerweise kaum wahrgenommen. Wenn Aleviten doch einmal an die Öffentlichkeit treten – wie etwa Anfang des Jahres mit Protesten gegen einen als diskriminierend empfundenen Tatort – dann begegnet ihnen häufig zuerst Unverständnis. Das Buch befasst sich mit verschiedenen Aspekten alevitischen Lebens in Deutschland und ermöglicht einen umfassenden Einblick.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Es eröffnet überhaupt einmal sozialwissenschaftliche Perspektiven auf Aleviten in Deutschland.

Dabei richtet sich der Band jedoch ausdrücklich nicht nur an eine akademische Leserschaft, sondern auch an Praktiker, die mit Aleviten zu tun haben, etwa in der Migrationsarbeit oder im interreligiösen Dialog.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Es leistet einen wichtigen Beitrag zur Debatte um Einwanderung, Integration und Muslime in Deutschland.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Aleviten in Deutschland.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Ein Buch über eine Erfolgsgeschichte der Integration.

»Für viele deutschsprachige Leser dürfte es [...] die erste Einführung in das Thema sein. Damit ist dieser Band auch selbst ein Teil dieser Bewegung für mehr Sicherheit und Repräsentation alevitischer Ansprüche in der Diaspora.«
Waltraud Kokot, EthnoScripts, 11/2 (2009)
»Insgesamt bietet der Sammelband einen exzellenten und auch für Fachwissenschaftler lesenswerten Überblick über die Situation der Aleviten in Deutschland.«
Krisztina Kehl-Bodrogi, Anthropos, 104 (2009)
»Der Band greift wesentliche Aspekte der Debatte über das alevitische Selbstverständnis auf und gibt einen sehr guten Überblick über den Diskurs in Deutschland. Er leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Debatte um Einwanderung, Integration und Muslime in Deutschland und eröffnet überhaupt einmal sozialwissenschaftliche Perspektiven auf Aleviten in Deutschland.«
Süleyman Gögercin, www.socialnet.de, 30.06.2008
Besprochen in:
Schweizerische Zeitschrift für Religions- und Kulturgeschichte, 104 (2010), Lukas Kieser
Autor_in(nen)
Martin Sökefeld (Hg.)
Buchtitel
Aleviten in Deutschland Identitätsprozesse einer Religionsgemeinschaft in der Diaspora
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
250
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-89942-822-3
DOI
10.14361/9783839408223
Warengruppe
1729
BIC-Code
JFFN JFSR2 JHMC
BISAC-Code
SOC007000 SOC049000 SOC002010
THEMA-Code
JBFH QRPP JHMC
Erscheinungsdatum
2008-05-27
Auflage
1
Themen
Islam, Religion, Migration
Adressaten
Ethnologie, Soziologie, Cultural Studies, Migration Studies
Schlagworte
Aleviten, Islam, Integration, Migration, Diaspora, Religion, Islamwissenschaft, Kulturanthropologie, Religionswissenschaft, Kulturwissenschaft

Unsere Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen bereitzustellen.

Datenschutzerklärung